The Coen-Brothers

Joel und Ethan Coen in der Ăśbersicht

Joel und Ethan Coen Die Coen-Brüder sind durch ihre eigenwilligen Filme immer wieder im Gespräch. Die Berlinale 2011 wurde mit ihrem neusten Film „True Grit“ eröffnet, der dort bereits erfolgreich von den Kritikern aufgenommen wurde. Jetzt kommt der Film ins Kino und wieder stehen die Macher im Mittelpunkt. Ein Aushängeschild ihrer Bekanntheit bilden neben den verflochtenen Handlungssträngen auch die Darsteller, mit denen sie ihre Filme besetzen. Denn wer einmal in einem Coen-Film mitgespielt hat, wird es erfahrungsgemäß wieder tun. Movieworlds stellt die Brüder kurz vor und wagt einen Überblick ihrer Filme!

Biografie

Joel Coen wurde 1954 in Minneapolis geboren. Sein Bruder Ethan erblickte drei Jahre später, am 21. September 1958, das Licht der Welt. Sie wuchsen in einem Vorort, in einer jüdischen Umgebung auf. Ihre Mutter war an der Universität tätig für den Bereich Kunstgesichte verantwortlich und ihr Vater im Bereich der Wirtschaft Im Alter von acht Jahren sparte sich Joel das Geld für die erste Kamera zusammen, mit der die Brüder ihren ersten Film drehten. Joel nahm an einem öffentlichen Filmprogramm der New York University teil und absolvierte dort seine Abschlussarbeit, während Ethan in Princeton Philosophie studierte. Nach dem jeweiligen Abschluss sammelte Joel seine ersten beruflichen Erfahrungen als Produktionsassistent von Musikvideos und Filmreihen. Durch sein besonderes Interesse, das er im Bereich Filmschnitt ansiedelte, lernte er Sam Raimi kennen, den er bei dem Film „Evil Dead“ produktiv unterstützte. In dieser Zeit widmete sich Ethan der Veröffentlichung von Kurzgeschichten in Magazinen. Als Regisseure, Drehbuchautoren und Produzenten arbeitet sie heute eng zusammen. Den großen Durchbruch erlangten sie 1984 mit der Film noir – Hommage „Blood Simple“. Seither sind sie aus der Filmproduktion nicht mehr wegzudenken.

Filmografie

Blood Simple (1984)
Abby Marty (Frances McDormand) , eine Barfrau aus Texas, hat ein Verhältnis mit dem angestellten Ray (John Getz). Ihr Mann Julian Marty (Dan Hedaya) kommt durch einen Privatdetektiv (M. Emmet Walsh): dahinter und beauftragt diesen, seine Frau und ihren Geliebten für 10.000$ umzubringen. Der Privatdetektiv tötet jedoch seinen Auftraggeber und verschwindet. Als Ray in der Bar die Leiche und die Waffe seiner Geliebten findet, schließt er daraus, dass sie ihn ermordet hat. Zu ihrem Schutz will er die Leiche verschwinden lassen. Doch Marty ist nicht tot. Bei lebendigem Leibe wird er begraben und löst damit eine Welle von falschen verdächtigen und Annahmen aus. Am Ende fallen auch Ray und Visser dem Chaos zum Opfer.

Arizona Junior (1987)
„H.I.“ McDunnough (Nicholas Cage), ein Ganove, heiratet die Polizistin Edwina (Holly Hunter). Da das Paar keine eigenen Kinder bekommen kann, entführt H.I. das Kind des Unternehmers Nathan Arizona (Trey Wilson). Zwei ehemalige Knastbrüder von H.I. kommen dahinter und erpressen ihn.

Miller´s Crossing (1990)
Der angehende Gangster Johnny Casper(Jon Polito) bittet den Boss Leo O´Bannon (Albert Finney), um die Erlaubnis den Konkurrenten Bernie Bernbaum (John Turturro) zu töten. Die Erlaubnis wird ihm nicht erteilt, da Leo in dessen Schwester Verna verliebt ist. Die jedoch hat bereits ein Verhältnis mit Leos Berater Tom. Es kommt zum Bandenkrieg, in den selbst die Polizei involviert ist.

Barton Fink (1991)
Der Autor Barton Fink(John Turturro) feiert am Broadway seinen ersten Erfolg, der auch fern ab von Hollywood anerkannt wird. Ein verlockendes Angebot von „Capitol Pictures“ führt ihn an die Westküste, wo er in einen heruntergekommenen Hotel eingebucht wird. Der Film-Gigant Jack Lipnick (Michael Lerner) und dessen Gehilfe Lou Breeze (Jon Polito) erwarten von ihm ein Skript für einen sagenhaften Film. Bei dem Versuch seiner Aufgabe Herr zu werden, macht er die Bekanntschaft mit Versicherungsvertreter Charlie Meadows (John Goodman). Dieser ist zwar von seiner Arbeit angetan, kann ihm aber keine wertvollen Tipps geben. Ganz im Gegensatz zu Audrey, die Assistentin des Drehbuchautors Bill“ W. P. Mayhew, die auf brutale Art zu Tode kommt. Unter ungewöhnlichen Umständen stellt Barton sein Drehbuch fertig.

The Hudsucker Proxy (1994)
Dorftrottel Norville Barnes (Tim Robbins) wird Präsident eines multinationalen Konzerns, nachdem sich der Vorstandsvorsitzende Warning Hudsucker (Charles Durning), wegen der schlechten Firmenaktien in den Tod gestürzt hat. Die Vorstandsmitglieder wollen die Aktienmehrheit erringen und den Kurs durch den fehlbesetzten Präsidentenposten drücken. Als Barnes jedoch den Hula-Hopp- Reifen erfindet, ist der Vorsatz dahin. Jeder Versuch ihn von dem Posten zu stoßen missglückt.

Fargo (1996)
Jerry Lundegaard (William H. Macy) hat sich mit seinen Autogeschäften in finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Er heuert die Ganoven Gaear Grimsaud (Peter Stormare) und Carl Showalter (Steve Buscemi) an, um seine Ehefrau zu entführen und durch das Lösegeld des Schwiegervaters sein Geschäft sanieren zu können. Doch das Vorhaben eskaliert.

The Big Lebowski (1998)
Der Hippi Jeffrey Lebowski (Jeff Bridges) führt ein sehr ruhiges Leben. Sein Hobby, das Bowling, zelebriert er intensiv mit seinen Freunden Walter Sobchak (John Goodman) und Donny Kerabatsos. Als zwei Kriminelle ihn fälschlicherweise für einen Millionären halten, in seine Wohnung eindringen und von ihm Geld verlangen, ändert sich alles. Lebowski macht den wahren Millionär ausfindig und verlangt Schadensersatz für die Verwechslung. Als die Frau des Millionärs entführt wird, soll Lebowski das Entführungsgeld überbringen, doch das Vorhaben scheitert.

O Brother, Where Are Thou? (2000)
Die drei Stäflingen Everett (George Clooney), Pete (John Turturro) und Delmar fliehen aus dem Gefängnis, um die Beute aus Everetts letzten Raubzug zu suchen. Die Flucht entwickelt sich zu einer Odyssee, die Begegnungen mit einem blinden Seher und einem Zyklopen hervorruft. Ein teuflischer Sheriff ist ihnen auf den Fersen und auch Anhänger des Ku-Klux-Klan sind hinter ihnen her. Am Ende erweist sich die Beute nicht als Schatz, sondern als Everetts Exfrau Penny.

The Man Who Wasn´t There (2001)
Der gelangweilte Friseur Ed Crane (Billy Bob Thornton) macht die Bekanntschaft mit Craighton Tolliver (Jon Polito), der auf der Suche nach einen Partner für seine neuartige Trockenreinigung ist. Ed entschließt sich, mit Erpressungsgeld von Big Dave (James Candolfini), ins Vorhaben einzukaufen. Als Big Dave ermordet wird, und Eds Frau Doris (Frances McDormand) dafür zur Todesstrafe verurteilt werden soll, engagiert er den Anwalt Freddy Riedenschneider (Tony Shaloub). Kurz vor dem Verfahren, erhängt sich Doris im Gefängnis. Als Creighton Tolliver ermordet aufgefunden wird, verurteilt das Gericht Ed zur Todesstrafe.

Intolerable Cruelty (2003)
Der TV-Produzent Donovan Donaly (Geoffrey Rush) erwischt seine Frau Bonnie beim Ehebruch und reicht die Scheidung ein. Dabei lässt er sich von dem Anwalt Miles Massey (George Clooney), der sich darauf spezialisiert hat, bei der Scheidung die finanziellen Mittel des Mandaten vor dem Ehepartner zu schützen. Auch Rex Rexroth lässt sich von Miles bei seiner Scheidung von seiner Frau Marilyn, vertreten. Marylin (Catherine Zeta-Jones), die ihren Mann scheinbar nur wegen dem Geld geheiratet hat, soll dabei planungsgemäß leer ausgehen. Miles verliebt sich in sie, muss aber erkennen, dass sie sich durch vorige Scheidungen ihr Leben finanzierte.

Ladykillers (2004)
Professor Goldthwait Higginson Dorr (Tom Hanks) mietet sich bei der Witwe Munson ein, um von dort aus einen Tunnel in den Tresorraum des naheliegenden Casinos zu buddeln. Um den Schein zu wahren, gibt er sich und seine drei Kumpanen als Kammerorchester aus. Das Vorhaben gelingt, doch die Witwe kommt dahinter und fordert ihren Anteil an der Beute. Die Kumpanen Gawain Macasm (Marlon Wayans) und Garth Pancake (J.K. Simmons) wollen die Witwe umbringen. Am Ende bringen sich jedoch alle vier Räuber durch unglückliche Umstände selbst um und die Witwe bekommt die gesamte Beute.

No Country For Old Man (2007)
Der Vietnamkriegsveteran Llewelyn Moss (Josh Brolin) stößt durch Zufall auf den Schauplatz eines gescheiterten Drogendeals. Neben den Leichen der Drogendealer, findet er einen Verwundetet, Heroin und das dafür vorgesehene Geld. Er bringt das Geld nach Hause, wird aber bereits verfolgt. Der Kampf um das Geld beginnt.

Burn After Reading (2008)
„Ozzie“ Cox (John Malkovich) entschließt sich dazu seinen Dienst bei der CIA zu beenden und seine Memoiren zu schreiben. Seine Frau Katie, die ein Verhältnis mit Harry Pfarrer hat, plant die Scheidung. Um ihren Mann zu schaden, kopiert sie seine Computerdaten und gibt diese ihren Anwalt. Doch die Sekretärin verliert den Datenträger im Fitnesstudio, wo er bald gefunden wird. Chad Feldheimer (Brad Pitt) erhofft sich mit der CD den ehemaligen CIA-Mitarbeiter erpressen zu können. Da dieser sich jedoch nicht auf den Handel einlässt, muss ein anderer Interessent gefunden werden.

A Serious Man (2009)
Der Physikprofessor Larry Copnik wird von seiner Frau mit den Scheidungsabsichten überrumpelt. Seinen Bruder Arthur (Richard King) droht wegen illegalem Glücksspiel das Gefängnis und sein Student Clive Park versucht sich sein Prüfungsergebnis zu erpressen. Als der neue Geliebte seiner Frau Sy Ableman stirbt, soll er die Kosten der Beerdigung übernehmen. Um sein Leben wieder in geordnete Bahnen zu bringen, sucht er Rat bei mehreren Rabbis. Diese scheinen ihm zu helfen, bis sein Leben erneut in ungeahnte Bahnen gerät.

True Grit (2010):
Die 14jährige Mattie Ross (Hailee Steinfeld) will den Mord an ihren Vater rächen. Da ihr die Hilfe der Behörden verweigert wird, will sie den Mörder Tom Chaney (Josh Brolin) selbst stellen und ihn nach ihren eigenen Ansichten selbst bestrafen. Für 100 Dollar erkauft sie sich dafür die Hilfe des U.S. Marschall Rooster Cogburn (Jeff Bridges). Diese weigert sich zunächst Mattie auf der Suche zu unterstützen. Der Kopfgeldjäger Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon) ist ebenfalls dabei Jagd auf den Mörder zu machen. So ziehen sie zu dritt los.

“True Grit – Heimtückisches Verbrechen”: Viral-Comic im Dime-Novel-Style
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Texte by Sandy Kolbuch
Photo Coen BrĂĽder © Rita Molnár