Die unvergängliche Faszination hinter „Herr der Ringe“


Ein Ring sie zu knechten: Kaum jemand ist in den letzten siebzig Jahren an 'The Lord of the Rings' vorbeigekommen – ob Fantasyfan oder nicht. Mit der Veröffentlichung der Romane von J.R.R. Tolkien in den 50er Jahren wurde nicht nur ein ganzes Genre begründet, sondern auch zeitgleich der Grundstein für einen Jahrzehnte währenden Fankult rund um Mittelerde gelegt. Neue Nahrung erhielt diese Faszination mit den beiden großen Filmtrilogien von Peter Jackson rund um „Der Herr der Ringe“ und seinen Vorgänger „Der Hobbit“. Doch was sind die Grundpfeiler dieser Faszination? Was steckt hinter dem Mythos?

Die BegrĂĽndung der High Fantasy
„Der Herr der Ringe“ zählt zu den kommerziell erfolgreichsten Romanen des 20. Jahrhunderts und zu einem der Klassiker seines Genres. Kein Wunder, wird doch dem Autoren John Ronald Reuel Tolkien maßgeblich die Entwicklung der High Fantasy zugesprochen. Die Romane dieser Richtung spielen in eigenständigen Welten, die allerdings starke Parallelen zum europäischen Mittelalter haben. Oft begeben sich ihre Helden auf eine Reise, die sie mit der fremdartigen Welt und deren Mythologie in Kontakt bringt. Durch den großen Erfolg von „Der Herr der Ringe“ in den Sechziger Jahren fanden sich zahlreiche Nachahmer. Sein Debütroman „Der Hobbit“, ursprünglich als Kinderbuch für den eigenen Nachwuchs gedacht, wurde so knapp dreißig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung ebenfalls zum Verkaufsschlager. Es folgten in den Jahrzehnten darauf zahlreiche weitere Veröffentlichungen rund um „Der Herr der Ringe“. Sehr beliebt wurde vor allem das Hörbuch zum Roman. Im Schatten der großen Kinoerfolge wurden die Hörbücher allerdings nicht nur wegen ihrer Qualität populär, sondern zudem wegen ihrer tragischen Geschichte. Nach Veröffentlichung des ersten Bandes verstarb der Sprecher Joachim Höppner, der zudem dem Gandalf-Darsteller Ian McKellen in den Filmen seine Stimme lieh. An seine Stelle trat Gert Heidenreich, der allerdings von den Fans schnell akzeptiert wurde.

Das unverfilmbare Kinomeisterwerk?
Einst verkaufte J.R.R. Tolkien die Filmrechte für seine Bücher den Umständen ihres Erfolgs widersprechend günstig, da er die Bücher für unverfilmbar hielt. Und es schien sich zuerst zu bewahrheiten, wurde doch die erste Hälfte der Geschichte mit wenig Erfolg als Animationsfilm in den Siebziger Jahren veröffentlicht. Ein Nachfolger ließ lange auf sich warten und wurde letzten Endes "nur" für eine Fernsehausstrahlung in Form eines japanischen Anime produziert. Erst mit der Filmtrilogie 2001 bis 2003 wurde der Mythos unter den Fans entkräftet. Mit starken Bildern, einem epochalen Soundtrack und einem exzellenten Casting zauberte Peter Jackson vor der beeindruckenden neuseeländischen Kulisse eine „Herr der Ringe“-Filmreihe auf die Kinoleinwand, die es für nahezu jeden Fantasy-Film danach schwer machte zu konkurrieren.

Die Faszination rund um „Der Herr der Ringe“ ist auch weiterhin ungebrochen. Durch die Filme entfachte sich ein neuer Hype, der seine Referenz nicht nur in vielen anderen Werken wie beispielsweise „The Big Bang Theory“ oder „Game of Thrones“ fand. Auch weiterhin zählen die Bücher von J.R.R. Tolkien zu den Klassikern ihres Fachs, die auch jüngere Generationen von Lesern in ihren Bann ziehen.



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