Midsommar - Blu-ray

Blu-ray Start: 07.02.2020
Digital VoD: 07.02.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 147 min

Midsommar Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Obwohl ihre Beziehung kriselt, schließt sich Dani ihrem Freund Christian auf einen Sommertrip in einen kleinen Ort in Schweden an. Gemeinsam mit Christians Clique sind sie zu einem einmaligen Mittsommerfestival eingeladen. Doch der anfänglich idyllische Eindruck der abgelegenen Gemeinschaft trügt, die freundlichen Dorfbewohner verhalten sich nach und nach merkwürdiger: Sie bereiten sich auf ein besonderes Mittsommer-Ritual vor, das nur alle 90 Jahre zelebriert wird. Was als puritanisches Fest der Liebe und Glückseligkeit beginnt, nimmt bald eine unheimliche Wendung, die das sonnengeflutete Paradies bis in die Eingeweide erschüttert.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Weltkino
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.00:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Featurette, Trailer, Teaser, Wendecover

Video on demand - Midsommar

DVD und Blu-ray | Midsommar

Blu-ray
Midsommar Midsommar
Blu-ray Start:
07.02.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 147 min.

zur Blu-ray Kritik
Midsommar (Limited Edition) (inkl. Director's Cut) Midsommar (Limited Edition) (inkl. Director's Cut)
Blu-ray Start:
07.02.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 172 min.
DVD
Midsommar Midsommar
DVD Start:
07.02.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 141 min.

Blu-ray Kritik - Midsommar

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


„Midsommar“ ist in der Kinofassung 148 Minuten lang und in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben. Ohne zu viel verraten zu wollen, geht es um eine Gruppe junger Erwachsener, die durch einen gemeinsamen schwedischen Freund zu einem Fest in Schweden eingeladen werden. Das sogenannte Midsommar ist ein alter Brauch in dessen Dorf. Doch was zuerst friedvoll und idyllisch scheint, dreht sich zu einem physischen und psychischen Kampf ums pure Überleben.

Der Mann hinter dem Film heißt Ari Aster. Dieser konnte bereits 2018 mit seinem Horrorfilm „Hereditary“ für großes Aufsehen sorgen. In diesem spielte er ebenfalls wie bei „Midsommar“ mit dem Motiv der Familie und wusste geschickt inszeniert zu schocken, ohne auf langweilige und billige Tricks, wie etwa der Jumpscare, zurückzugreifen. Dass er ein Meister seines Fachs ist beweist er durchaus auch wieder im hiesigen Film, welcher fast ausschließlich in der prallen Sonne des Tages spielt.

Midsommar: Isabelle Grill
Midsommar: Isabelle Grill © Gabor Kotschy, Courtesy of A24
Während die Story von „Hereditary“ noch schlau verworren und gleichzeitig so faszinierend abgedreht war, beschränkt er sich hier auf letzteres. Die Geschichte ist nämlich äußerst dümmlich und Logikfehler verstecken sich an jeder Ecke. Hinzu kommt, dass die Figuren immer wieder Entscheidungen treffen, die für sie einfach keinen Sinn ergeben. Einige Handlungsstränge, welche spannend beginnen, verlaufen dabei ins Nichts, in die Bedeutungslosigkeit. Auch die Grundstruktur könnte klischeehafter nicht sein: Eine Gruppe bestehend aus der Hauptfigur, deren Freund, einer Minderheit und einem dummen, vor Libido strotzenden Kerl begeben sich an einen abgelegenen Ort ohne Handyempfang. Diese Struktur hat man bereits in unzähligen Genrevertretern gesehen.

Doch warum ist der Film dennoch sehenswert? Man merkt Aster und seinem Kameramann Pawel Pogorzelski einfach an, dass sie virtuos arbeiten. Die Optik ist einfach auf den Punkt getroffen und die farbenfrohe Kulisse hätte durchaus auch bei der anstehenden Oscarverleihung berücksichtigt werden können. Selten hat man einen so farbenfrohen, hellen und gutaussehenden Horrorfilm gesehen. Die Kulisse ist vergleichbar mit dem 2018 erschienenen Sci-Fi-Horror „Annihilation“ von „Ex Machina“-Schöpfer Alex Garland.

Auch die Schauspieler machen ihre Arbeit wirklich gut. So spielt Hauptdarstellerin Florence Pugh die vielen verschiedenen Facetten und Gefühlswelten der Protagonistin großartig. Dass sie talentiert ist, sieht man auch an ihrer Oscarnominierung als Beste Nebendarstellerin für den Film „Little Women“ von Greta Gerwig. Weiterhin verfügt der Film über wenig bekannte Schauspieler. Diese spielen aber allesamt überzeugend. Lediglich der „Narnia“-Sprössling Will Poulter geht einem auf die Nerven. Er spielt natürlich einmal wieder den komischen Kauz – wie so oft in seiner Karriere. Seine Szenen sind nervig und könnten in aller Ruhe übersprungen werden.

Midsommar: Jack Reynor und Florence Pugh
Midsommar: Jack Reynor und Florence Pugh © Gabor Kotschy, Courtesy of A24
Ansonsten ist „Midsommar“ keineswegs ein 0815-Horrorsplatter mit Fokus auf möglichst viele unsinnige Effekte. Zwar ist die Grundgeschichte die gleiche, wie in vielen anderen Horrorstreifen, jedoch macht Ari Aster mit seinen Filmen fast schon ein eigenes Genre auf. Er scheint jedoch bereits bei seinem zweiten bekannten Film in eine Falle gerutscht zu sein, in der bereits viele der größten Regisseure gesteckt haben: Er hängt fest in seinem eigenen Stil. Er muss schocken, er muss ein bis drei Einstellungen im Film haben, die mit einer paradoxen Schönheit etwas abgrundtief grausames ablichten und das wirkt hier leider etwas aufgesetzt.

Es passiert auch nicht wirklich viel in diesem Werk, von dem sogar ein noch längerer Director’s Cut existiert. Im Grunde wartet der Zuschauer die ganze Zeit darauf, dass es endlich losgeht, ohne dass es losgeht.

Bild
Großartige Einstellungen werden wunderbar auf den Fernseher übertragen. Die 1080p-Auflösung der Blu-ray ist dabei elementar wichtig, um diesen wunderschönen Film passend in Szene zu setzen.

Ton
Die originale, englische Tonspur ist sehr wechselhaft in ihrer Einstellung. So ist die Musik wirklich extrem laut, während man die Stimmen nicht mehr versteht. In der deutschen Fassung ist dies weit angenehmer geregelt. Das Tonformat DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch) ist hierbei eher für ein Surroundsystem geeignet.

Extras
Mit einem Feature ist es hier leider getan. Es kommen noch die Trailer hinzu und ein Wendecover, was die Sammler erfreuen wird. Ansonsten eher wenige Extras.


Fazit:
Alles in allem ist „Midsommar“ ein unterdurchschnittlicher Horrorfilm. Sehenswert ist er jedoch trotzdem, denn technisch ist an diesem Werk wirklich nichts auszusetzen. Die Kamera, das Licht, die Schauspieler, das Szenenbild und die Inszenierung sind einwandfrei gelungen. Wer also die Lust verspürt einen eher unkonventionellen und wunderschönen Film zu sehen, ist hier haargenau an der richtigen Stelle!


by Jan Welsch
Bilder © Universum Film / Weltkino




Midsommar - Trailer