Greenland

Greenland (2020), USA / Großbritannien
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Tobis Film

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Greenland Filmplakat -> zur Filmkritik

Inhalt

Ein riesiger Komet rast in hoher Geschwindigkeit auf die Erde zu und soll Berechnungen zufolge vor Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Doch die Prognosen stimmen nicht – ein erstes Fragment des Kometen stürzt nicht ins Meer, sondern zerstört stattdessen ganz Florida. Gerüchte, dass nur ein ausgewählter Kreis von Personen in Sicherheit gebracht werden kann, machen bereits die Runde, als Ingenieur John Garrity (Gerard Butler) von der US-Regierung aufgefordert wird, sich sofort gemeinsam mit seiner Frau Allison (Morena Baccarin) und Sohn Nathan (Roger Dale Floyd) zu einer Militärbasis zu begeben. Von dort aus sollen sie an einen Ort ausgeflogen werden, an dem das Überleben möglich sein soll: Grönland. Doch die Fahrt dorthin wird zum Spießrutenlauf und die Familie im Chaos verzweifelnd fliehender Menschen und plündernden Horden auseinandergerissen. Wie sollen sie sich je wiederfinden, und wo ist man überhaupt noch sicher?

Gerard Butler, Morena Baccarin und David Denman | mehr Cast & Crew


Greenland - Trailer




Filmkritik Greenland

Filmwertung: | 9/10


Im Jahr 2020 werden alle Filme nach hinten verschoben und starten nun frühstens erst 2021 im deutschen Kino. Es sind unzählige Filme und jede Verschiebung schmerzt mehr als die andere. Aber nun ist es tatsächlich passiert, ein Film wurde hastig nach vorne verlegt und startet sogar schon diesen Donnerstag. Natürlich fragt man sich nach dem Grund und wenn man dann liest, dass ausgerechnet Gerhard Butler mitspielt kommen noch mehr Zweifel auf. Dieser hat in den letzten Jahren nicht die besten Filme abgeliefert und hatte auch gerne mal B-Filme im Kino, wieso sollte dieser Film was anderes sein? Nun ja, das fragt man sich zwar und auch die ersten paar Minuten wirken genauso, doch dann kippt der Film und schafft es mehr zu sein, als viele seiner anderen Werke... Sehr viel mehr!

Gerard Butler (John Garrity) und Morena Baccarin (Allison Garrity)
Greenland: Gerard Butler (John Garrity) und Morena Baccarin (Allison Garrity) © Tobis Film
In dem Film geht es um John Garrity, der sich zwar mit seiner Frau Allison zerstritten hat, für seinen Sohn Nathan aber weiterhin da ist und der Kleine ist dafür auch sehr dankbar. Eines Tages blitzt aber in allen Nachrichten die Meldung eines besonderen Kometen auf. Dieser rast ungebremst auf die Erde zu und hat sich gespalten. Viele kleinere Stücke können jederzeit auf der Erde niedergehen und dabei ganze Städte auslöschen. Der eigentliche Komet soll aber in 48 Stunden die Erde erreichen und wenn er einschlägt, löscht er die gesamte menschliche Rasse damit für immer aus. Ein globales Chaos entsteht und die Menschen werden wahnsinnig und egoistisch bei dem Wissen, was bald auf sie zukommen wird. Schon bald herrschen absolut keine Richtlinen mehr und jeder muss schauen, wo er bleibt. Die Polizei kann bei dieser Situation auch nicht mehr viel verändern. Eine gewisse Anzahl an Menschen bekommen aber die Chance in Grönland diesem Schicksal zu entgehen, genauso wie auch John, seine Frau und ihr Sohn. Doch sie müssen sich beeilen, denn der Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen und der unvermeidliche Tod kommt immer näher.

Wenn man sich den Inhalt durchliest, kommen einem so viele Dinge aus anderen Filmen bekannt vor und man denkt schnell, man wisse direkt wie er ausgehen wird. Der Film hat aber viele Wendungen drin, die man wirklich nicht sehen kann und die einem immer wieder schockieren. Man weiß oft nicht, wie es nun weiter gehen wird und dafür greift der Film auch gerne auf so manchen Jumpscair zurück, der dich im Kinosaal zusammen zucken lässt. Es gab viele große und epische Bilder für die Kinoleinwand, wo man perfekt auch die D-Box Sitze die immer mehr in den Kinos aufgebaut werden, super nutzen kann. Ich bin von ihnen wirklich kein Freund, aber bei diesem Film ergeben sie mehr als Sinn. Vom technischen her gab es also vieles was gut gelöst wurde.

Morena Baccarin (Allison Garrity)
Greenland: Morena Baccarin (Allison Garrity) © Tobis Film
Daneben gab es aber auch so viel mehr und vor allem das zwischenmenschliche war hier ein sehr wichtiger Punkt. Das Ausgangsszenario war nämlich wirklich ein sehr krasses. Denn was macht es mit deinen Freunden, deiner weiteren Familie und vor allem auch mit dir selbst, wenn du weißt, dass du leben kannst, zeitgleich deine ganzen liebgewonnen Menschen aber sterben werden und du sie auch nicht mitnehmen kannst? Du musst sie zurück lassen und ihnen ihrem Tod aussetzen. Doch das ist leichter gesagt als getan und man fragt sich beim anschauen die gesamte Zeit, was man selbst tun würde. Darüber hinaus kann man sich auch fragen, was es mit der Gesellschaft machen würde, wenn eine solche Gefahr wirklich auftreten würde? Ich glaube, dass die reale Welt genauso handeln würde wie in diesem Film. So öffnet er einem die Augen und sorgt definitiv für Diskussionsbedarf.

Gerard Butler (John Garrity)
Greenland: Gerard Butler (John Garrity) © Tobis Film
Die einzige Schwäche an diesem Film ist, dass die Effekte nicht in jedem Augenblick perfekt sind und vor allem Feuer wurde hier wirklich nicht gut animiert. Da hat man an vielen Stellen gesehen, dass das nicht echt war und dass man da nochmal drüber arbeitet hättet müssen.

Fazit:
„Greenland“ ist ein Film, der in seinem Genre sehr gut auffällt, nicht weil hier jeder Effekt perfekt ist, sondern viel mehr da der Film einem viel mehr die Augen öffnet als ein anderer Genrevertreter. Er zeigt viel ehrlicher wie Menschen in einer solchen Situation handeln würden und dass man zwar viel positiv sprechen kann, in einer Katastrophensituation aber doch viele nur an sich selbst denken. Im Vorfeld dachte ich oft, dass das ein typischer B-Film werden würde, doch davon ist er wirklich weit entfernt.
by Peter Brauer

Bilder © Tobis Film