Gerard Butler

Gerard Butler ©derivative work

Daten und Fakten

Bürgerlicher Name:
Gerard „Gerry“ James Butler
Geburtstag:
13.11.1969
Geburtsort:
Glasgow, Schottland


zum Interview mit Gerard Butler

Filmographie Gerard Butler

Gerard Butler hat in folgenden Filmen mitgewirkt, als:

Darsteller:

300
300
(2007)


Coriolanus
Coriolanus
(2011)





Gamer
Gamer
(2009)

Geostorm
Geostorm
(2017)


Gods of Egypt
Gods of Egypt
(2016)

Hunter Killer
Hunter Killer
(2018)




Mavericks
Mavericks
(2012)

Movie 43
Movie 43
(2013)


RockNRolla
RockNRolla
(2008)


Stimme:





Produzent:






Ausführender Produzent:



Mavericks
Mavericks
(2012)



Interview mit Gerard Butler

Der 40-jährige Kinostar über Karriere-Schubladen, schottischen Stolz und seine Knasterfahrung.

TELE 5: Mit der Musical-Verfilmung ‚Das Phantom der Oper‘ sind Sie vor sechs Jahren über Nacht berühmt geworden. Dann sah man Sie vor allem in Actionfilmen und zuletzt sogar in einer Komödie. Planen Sie einen Imagewechsel?

Gerard Butler: Natürlich macht es mir Spaß, immer wieder neue Herausforderungen anzunehmen. Würde ich nur noch Actionfilme drehen, könnte mich das schnell ermüden. Das Beste ist es, das Publikum stets überraschen zu können, etwa wenn sich die Zuschauer fragen: „Was, das ist der Typ aus ‚300'?" Ein schöneres Kompliment kann man sich als Schauspieler doch gar nicht wünschen.

Obwohl Sie seit dem Megahit ,300' gern für coole Rollen besetzt werden. Ist da nicht doch ein bisschen Imagepflege im Spiel?

Also wenn es mir nur um Imagepflege ginge, hätte ich den Kinderfilm ‚Insel der Abenteuer‘ genauso ablehnen müssen wie ‚P.S. - Ich liebe dich‘, wo ich einen absolut liebenswerten Typen spiele. Ich habe wirklich keine Lust, in eine Schublade gesteckt zu werden und irgendein Image bedienen zu müssen.

Sie heißen mit Vornamen Gerard, lassen sich aber lieber Gerry nennen. Wie ist es dazu gekommen?

Gerard klingt schrecklich konservativ, besonders wenn ich in den Vereinigten Staaten so gerufen werde. Die versuchen es immer französisch auszusprechen - „Schärar" ohne das D am Ende. Also sagte ich: „Lasst es sein, nennt mich einfach Gerry."

Schotten wird nachgesagt, sie seien auf ihre Herkunft sehr stolz. Trifft das auch auf Sie zu?

Absolut! Erstens bin ich stolz darauf, und zweitens würde man mich bestimmt kreuzigen, wenn ich etwas anderes sagen würde (lacht). Der Stolz liegt uns im Blut und wenn man sich mal die Geschichte unseres Landes ansieht, weiß man warum. Die Schotten mussten sich stets gegen Eroberer wehren und um ihre Freiheit kämpfen. Manchmal sind wir aber auch zu empfindlich in dieser Hinsicht: Wenn bei einem Fußballspiel gegen die Engländer der Kommentator schlecht über die schottische Mannschaft redet, rasten die Schotten regelrecht aus.

Sean Connery hat sich in seiner Jugend sogar den Spruch „Scotland Forever" eintätowieren lassen. Wäre das eine Option für Sie?

Eine solche Tätowierung käme für mich nicht in Frage. Vielleicht einen kleinen Skorpion unter meinen Kopfhaaren - das wäre vielleicht noch vorstellbar..

Haben Sie mal etwas Verrücktes in Ihrer Jugend angestellt?

Ein Engel war ich jedenfalls nicht. Ich hatte sogar Kontakte zur Unterwelt, und in den USA bin ich in meinem ersten Jahr viermal hinter Gittern gelandet. Dabei habe ich nie etwas Kriminelles oder Unehrliches getan, sondern nur puren Unsinn. Ich bin halt stets auf Typen gestoßen, die durchgeknallt waren.

Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Sie ursprünglich Rechtsanwalt werden wollten...

Ja, aber ich wurde noch während meiner Ausbildungszeit gefeuert. Normalerweise kann man sich nicht qualifizieren, wenn man einen schlechten Abschluss hinlegt; aber bereits vor Beendigung rausgeschmissen zu werden, passiert nicht jedem. Ich weiß noch, wie ich von meinen Chefs ins Büro gerufen wurde, wo mir mitgeteilt wurde, dass es besser wäre, zu gehen und meinen Träumen zu folgen. Wenn ich heute zurückblicke, glaube ich, dass sie mir damit einen Gefallen tun wollten. Ich bin ihnen sogar dankbar. Wer weiß, wie lange ich mich sonst damit herumgeplagt hätte, bis ich erkannt hätte, dass mir ein anderer Weg bestimmt ist. Für mich war es der richtige Tritt, der Tritt in meine Träume.

Mussten Sie jemals befürchten, dass Ihr Traum zum Alptraum wird?

Im Filmbusiness muss man sich am meisten davor fürchten, dass zu tief im Privatleben herumgestochert wird. Mir ist es natürlich lieber, dass das nicht passiert, aber selbst wenn, hätte ich nichts zu verstecken. Schließlich habe ich in meinem Leben schon etliche verrückte Sachen angestellt. Was letztendlich wirklich zählt, ist, wie menschlich du geblieben bist, und ich hoffe, dass dabei auch meine Arbeit als Schauspieler wahrgenommen wird.