13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi

13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Action / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Paramount Pictures Germany

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13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Es ist die Nacht des 11. Septembers 2012 – genau 11 Jahre nach den verheerenden Anschlägen auf das World Trade Center – als das US-General-Konsulat in Bengasi, Libyen, überraschend mit schwerem Geschütz angegriffen wird. Als ein eindeutiger militärischer Rettungsbefehl aus Washington ausbleibt, entscheidet sich ein Team privater Sicherheitskräfte für den Alleingang. Sie, die in einem geheimen CIA-Stützpunkt in der Nähe stationiert sind, wollen die Botschaft den Angreifern nicht kampflos überlassen. Dabei riskieren die ehemaligen Soldaten Jack (John Krasinski), Rone (James Badge Dale), Tanto (Pablo Schreiber), Boon (David Denman), Oz (Max Martini) und Tig (Dominic Fumusa) nicht nur ihr Leben, sondern setzen sich auch über einen Befehl hinweg. Denn um die Existenz des geheimen CIA-Stützpunkts zu sichern, wird ihnen ein Eingreifen strengstens von oberster Stelle untersagt. Ein 13-stündiger, selbstloser Einsatz gegen Befehl und Gehorsam und für das Leben ihrer Landsleute beginnt ... | mehr Wissenswertes zum Film

Pablo Schreiber, John Krasinski und Toby Stephens | mehr Cast & Crew


13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi - Trailer




DVD und Blu-ray | 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi

Blu-ray
13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi
Blu-ray Start:
28.07.2016
FSK: 16

zur Blu-ray Kritik
DVD
13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi
DVD Start:
28.07.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 138 min.

Filmkritik 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi

Filmwertung: | 6/10


BÄÄM BOOM BANG – so lassen sich die meisten Michael Bay – Filme am ehesten beschreiben. Denn viel mehr boten, insbesondere seine letzten 3 Transformers – Filme, nicht. Doch nun widmet er sich einer wahren Geschichte, die sich am 11. September abspielte. Nein, dabei handelt es sich nicht um den Terroranschlag auf das World Trade Center im Jahre 2001, sondern um den Überfall libyscher Terror-Milizen auf einen amerikanischen Diplomatensitz in Bengasi im Jahr 2012. 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi SzenenbildDa die Wachleute mit dem dortigen US-Botschafter gegenüber diesem Angriff völlig hilflos sind, entschließen sich 6 Soldaten aus einem nahegelegenen CIA-Stützpunkt zu einer Rettungsmission. Doch ohne Befugnis, ohne Luftunterstützung und unter chaotischen Verhältnissen bei denen Freund und Feind schwer auseinander zu halten sind, erwartet den 6 US-Soldaten ein 13-stündiger und erbarmungsloser Kampf auf Leben und Tod.

13 Hours ist ein Film mit einigen Stärken, aber auch unübersehbaren Schwächen. Grundsätzlich handelt es sich hier um eine äußerst gelungene Inszenierung mit hohem Produktionswert. Hier stimmen das Szenenbild und die restliche Ausstattung. Man bekommt auf Anhieb das Gefühl in Libyen dabei zu sein. Dabei wurde hauptsächlich auf Malta gedreht. Darüber hinaus ist die Tonmischung, wie von Michael Bay – Filmen zu erwarten, mehr als gelungen, denn die zahlreichen Explosionen und Schießereien klingen sehr authentisch. Neue Maßstäbe werden hier aus technischer Perspektive nicht gesetzt, doch überwiegend gibt es wenig zu bemängeln. Als einziges Manko wäre die Kameraführung zu erwähnen. Bay setzt hier extrem häufig auf die Wackelkamera und dies ist an vielen Stellen äußerst störend. Besonders fördernd für eine übersichtliche Gestaltung der Kampfsequenzen ist das nicht. Denn teilweise sieht man nur noch minutenlange Explosionen und Schießereien mit sekündlichem Schnitt und wirrer hektischer Kamera.

In weiten Teilen ist 13 Hours sehr dramatisch und packend inszeniert. Es gibt ein paar Momente, in denen hier ordentlich an der Spannungsschraube gedreht wird und man als Zuschauer gebannt auf die Kinoleinwand blickt. 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi SzenenbildDieses Niveau behält der Film leider nicht immer bei. Wie auch in vielen anderen Filmen von Michael Bay, ist dieser wieder zu lang geraten. Mit 144 Minuten geht 13 Hours knapp 30 Minuten zu lang. Der Film hangelt in der 2. Hälfte von einer minutenlangen Schießerei zur nächsten. Wäre dies ein „Let’s Play“ – Video von Call of Duty, wäre dies zu verschmerzen. Für ein Hollywood-Drehbuch jedoch wird aber zu wenig geboten. Hier verlässt sich Bay zu sehr auf seine visuellen Effekte und schafft es nicht immer die Geschichte kurzweilig und spannungsgeladen zu erzählen.

Der Fokus liegt inhaltlich ausschließlich auf die 6 Soldaten. Die andere Perspektive wird hier nicht beleuchtet, sodass die libyschen Angreifer anonyme Gegner sind, die man zu töten hat. Mehr erfährt man über sie nicht. Große schauspielerische Performances darf man nicht erwarten. Erwähnenswert ist dennoch die Leistung von John Krasinski – bekannt aus der amerikanischen Version der Serie „Das Büro“ – der die klassische Rolle des nach außen harten Soldaten mit weichem Kern souverän darstellt. Dass amerikanische Kriegsfilme oft mit einer gehörigen Portion Patriotismus daherkommen, ist bekannt und auch hier zu erwarten. So zeigt man in Slow-Motion wie eine US-Flagge zerschossen wird oder es wird in einem Telefonat darauf hingewiesen, dass „Amerikaner“ sterben werden. Die Charaktere sind klischeehaft geschrieben. So sammeln sich eine Reihe an glücklichen Väter und Ehemänner im CIA-Stützpunkt, die sich auch optisch sehr ähneln und für den Zuschauer kaum zu unterscheiden sind. 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi SzenenbildEs wird an der einen oder anderen Stelle gewitzelt. In manchen Momenten ist dies gelungen und man schmunzelt mit. An anderen Stellen wird dies eher als nervend wahrgenommen. So hat das Drehbuch insgesamt einige Schwächen aufzubieten, die nicht zu übersehen sind. In seinem Genre ist der Film mehr als solide, doch genreübergreifend ist 13 Hours kein besonders starker Streifen. Besonders auffallend ist die explizite Gewaltdarstellung. So bekommt man abgetrennte Körperteile oder Knochen, die aus der Haut raus gesprungen sind, zu sehen. Hierfür erhält 13 Hours einen Pluspunkt. Denn diese Szenen wirken nicht gewaltverherrlichend, sondern verdeutlichen auf einer schonungslosen und konsequenten Art und Weise die Brutalität und Grausamkeit eines Krieges.


Fazit:
13 Hours hat viel Licht und Schatten. Ein überzeugendes Setting, überwiegend gut inszenierte Action und ein solider Hauptdarsteller stehen einer störenden Wackelkamera, klischeehaften Charakteren sowie einem langatmigen Handlungsverlauf gegenüber.
by

Bilder © Paramount Pictures Germany


Info und Wissenswertes zum Film

Die wahre Geschichte hinter 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi

der Actionthriller 13 HOURS: THE SECRET SOLDIERS OF BENGHAZI basiert auf einer wahren Geschichte und erzählt vom terroristischen Anschlag auf das US-Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi. Sechs ehemalige CIA-Soldaten sahen sich in der Pflicht, den Landsleuten in der Botschaft zu helfen und leiteten einen unautorisierten Gegenangriff ein. Wir beleuchten die Hintergründe zu den Bengasi-Vorfällen.

Die Terrormilizen haben sich für ihren Anschlag auf den US-Diplomatensitz im libyschen Bengasi ein historisches Datum ausgewählt: Der 11. September im Jahr 2012 – auf den Tag genau elf Jahre nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York. Bewaffnete Extremisten stürmten vor vier Jahren in Bengasi mit schwerem Geschütz das Diplomatenhaus. Der dort eingekesselte US-Botschafter Chris Stevens und drei weitere Konsulatsmitarbeiter kamen in der Nacht ums Leben.

Sechs Männer – Jack Silva, Tyrone „Rone“ Woods, Kris „Tanto“ Paronto, Dave „Boon“ Benton, John „Tig“ Tiegen und Mark „Oz“ Geist – erkannten die immense Bedrohung und handelten gegen einen Befehl instinktiv und selbstlos, um das Leben ihrer Kameraden und das eigene zu schützen. Erst nach 13 dramatischen Stunden konnten sie die Angreifer vertreiben. Ihren ungebändigten Willen, unbedingt am Leben bleiben zu wollen, gaben den mutigen Soldaten dabei vor allem ihre Familien, die in den USA auf die Rückkehr der Männer warteten.

In der Featurette „Real Guys“ schildern drei der am damaligen Angriff beteiligten Soldaten die Ereignisse aus ihrer Sicht: