After Earth

After Earth (2013), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action / Science-Fiction
Kinostart Deutschland: - Verleih: Sony Pictures

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After Earth Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

1000 Jahre nachdem katastrophale Ereignisse die Menschheit dazu gezwungen haben, die Erde zu verlassen, ist der Planet Nova Prime zur neuen Heimat der Menschen geworden. Als der legendäre General Cypher Raige (WILL SMITH) von einer langen Expeditionsreise zu seiner ihm inzwischen völlig entfremdeten Familie zurückkehrt, versucht er, seinem 13-jährigen Sohn Kitai (JADEN SMITH) ein guter Vater zu sein. Doch nachdem ein Asteroidensturm großen Schaden an ihrem Raumschiff angerichtet hat, müssen Cypher und Kitai an einem gefährlichen, unbekannten Ort bruchlanden – der Erde. Während sein Vater sterbend im Cockpit liegt, muss Kitai allein das feindliche Gelände erkunden und den Funksender bergen, der sie retten soll. Sein ganzes Leben lang war es Kitais größter Wunsch, ein Soldat zu werden wie sein Vater. Heute bekommt er seine Chance dafür.

Will Smith, Isabelle Fuhrman und Jaden Smith | mehr Cast & Crew


After Earth - Trailer




DVD und Blu-ray | After Earth

Blu-ray
After Earth After Earth
Blu-ray Start:
17.10.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 100 min.
DVD
After Earth After Earth
DVD Start:
17.10.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik After Earth

Filmwertung: | 3/10


Würde man M. Night Shyamalans Karriere in einem Kurvendiagramm darstellen, verliefe die Linie steil nach unten. Galt er im Jahre 1999, als er mit „The Sixth Sense“ gleichzeitig dem Horrorgenre einen neuen Dreh verpasste und Bruce Willis zum Schauspieler beförderte, noch als Regiehoffnung, ja, gar als Wunderkind, avancierte er binnen weniger Jahre zum meistgescholtenen Filmemacher Hollywoods dies- und jenseits von Michael Bay. Schon mit dem noch immer sehenswerten, aber wesentlich blasseren „Unbreakable“ nahm der Hype merklich ab; in den darauffolgenden Filmen machte er gute Ansätze mit unfreiwilliger Komik und absurden Wendungen zunichte („Signs“, „The Village“), bis nicht einmal mehr diese übrig waren („Das Mädchen aus dem Wasser, „The Happening“). Seinen vorläufigen Tiefpunkt erreichte er 2010 mit „Die Legende von Aang“, seiner Adaption der Zeichentrickserie „Avatar – Der Herr der Elemente“. Diejenigen, die der Meinung waren, schlimmer könne es gar nicht mehr werden, dürfen beruhigt sein: Sie hatten recht. Mit „After Earth“ steigt die Kurve wieder ein wenig an. Wenn auch auf denkbar niedrigem Niveau.

„After Earth“ ist, wie zu erwarten war, in erster Linie ein Vehikel für Will Smith und seinen Sohn Jaden. Auch im Film sind sie Vater und Sohn (zum zweiten Mal nach Gabriele Muccinos süßlichem Drama „Das Streben nach Glück“), und lässt man einige Rückblenden außen vor, sind sie auch die einzigen Protagonisten in Shyamalans Film. „After Earth“ spielt in ferner Zukunft, 1000 Jahre nachdem eine verheerende Katastrophe die Menschheit dazu gezwungen hat, die Erde zu verlassen und auf den Planeten Nova Prime umzusiedeln. Smith Senior spielt General Cypher Raige, Smith Junior seinen Sohn Kitai, der glaubt, für den Tod seiner Schwester verantwortlich zu sein; beide kennen einander kaum, Cyphers halbgare Versuche, mit dem 14-jährigen Kitai Kontakt aufzunehmen, laufen zwischen Unverständnis und militärischer Disziplin ins Leere. Als die beiden während eines Ausflugs auf der Erde notlanden müssen, wird ihnen schnell bewusst, dass es nun heißt, zusammenzuhalten und Vertrauen aufzubauen; so müssen sie sich schließlich nicht nur mit einem aus dem Wrack entflohenen Alien-Monster und allerlei dürftig animierten CGI-Biestern herumschlagen, sie lernen dabei auch einige Lektionen fürs Leben. Bis dahin ist es allerdings ein langer Weg. Ein Weg, dessen Richtung und Windungen so quälend vorhersehbar sind, dass man, am Ziel angelangt, gar nicht glauben mag, dass er gerade einmal 100 Minuten in Anspruch genommen hat.

100 Filmminuten, in denen sich Will Smith, ungewohnterweise befreit von jeglicher Lockerheit und ohne einen Funken Humor, durch allenfalls zwei Gesichtsausdrücke manövriert, pendelnd zwischen verbissen und – angesichts drohender Gefahr – noch viel verbissener. In denen sich Jaden Smith redlich um Glaubwürdigkeit bemüht, aber doch nur das Produkt seines Vaters bleibt, mit einer mimischen Leistung, die mittelmäßig zu nennen purem Euphemismus gleichkäme. In denen Shyamalan gar nicht erst versucht, Smiths Scientology-Einfluss in Form (das Cover-Zitat von L. Ron Hubbards „Dianetics“) und Gestus (das ständige Motiv des Besiegens der per se „irrealen“ Angst) zu kaschieren. Was also macht „After Earth“ auch nur eine Nuance gelungener als „Die Legende von Aang“? Shyamalan transportiert seine gut gemeinte Öko-Botschaft diesmal nicht weniger eindeutig, aber etwas unaufdringlicher als in letztgenanntem Film oder „The Happening“, in dem er gar die Pflanzen selbst zu Rächern einer jeglichen Naturbewusstseins beraubten Zivilisation machte, und findet dafür durchaus beeindruckende Schauplätze. Ansonsten kann man auch hier von einem weitgehend misslungenen Film sprechen - voller Pathos, lähmender Wiederholungen und inszenatorischer Unzulänglichkeiten. Das größte Problem von Shyamalans postapokalyptischem Science-Fiction-Spektakel mit familiärem Unterbau aber ist, dass es nicht einmal Spaß macht. Im Gegenteil. „After Earth“ ist kolossale Langeweile.

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Bilder © Sony Pictures