Inglourious Basterds - DVD

Inglourious Basterds DVD Cover

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DVD Details

DVD Start: 14.01.2010
Medienanzahl: 1
FSK: ab 16
Laufzeit: 149 min
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial: Erweiterte und Alternative Szenen
„Stolz der Nation“ – Kompletter Film
Trailer



Inhalt

Im deutsch besetzten Frankreich muss Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent) mit ansehen, wie ihre Familie durch den Nazi-Oberst Hans Landa (Christoph Waltz) brutal hingerichtet wird. Nur knapp kann sie entkommen und fl ieht nach Paris, wo sie sich als Kinobesitzerin eine neue Identität und Existenz aufbaut. Zur gleichen Zeit formt Offi zier Aldo Raine (Brad Pitt) eine Elitetruppe aus jüdischen Soldaten, die gezielte Vergeltungsschläge gegen Nazis und Kollaborateure durchführen soll. Gemeinsam mit seinen 8 Männern wird er in Frankreich abgesetzt, um dort unterzutauchen und in Guerilla-Einsätzen Nazis zu jagen und töten. Schon bald werden sie von den Deutschen als ‚Die Bastarde’ gefürchtet. Als der Plan reift, die Anführer des Dritten Reichs auszuschalten, nimmt Raines Einheit Kontakt zu der deutschen Schauspielerin und Undercover-Agentin des Widerstands Bridget von Hammersmark (Diane Kruger) auf, die entscheidend für das Gelingen des Anschlags ist. Die gemeinsame Mission führt sie schließlich alle in das Pariser Kino von Shosanna, die allerdings seit langem ihre eigenen Rachepläne verfolgt...

DVD und Blu-ray | Inglourious Basterds

DVD
Inglourious Basterds Inglourious Basterds
DVD Start:
14.01.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 149 min.

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DVD Kritik - Inglourious Basterds

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 9/10


Im von den Deutschen besetzten Frankreich des zweiten Weltkriegs spielen sich verschiedene Schicksale ab: Eine jüdische Spezialeinheit unter der Führung Aldo Raines (Brad Pitt) macht hinter der Front Jagd auf Nazis um ihre Skalps zu sammeln; der deutsche SS-Offizier Hans Landa (Christoph Waltz) macht seinerseits Jagd auf versteckte Juden; eben darunter leidet die junge Jüdin Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent), deren Familie von dem Nazispürhund ermordet wurde. Propagandaminister Goebbels (Sylvester Groth) plant eine Filmpremiere, bei der der deutsche Kriegsheld Fredrick Zoller (Daniel Brühl) eine tragende Rolle spielt, in Paris stattfinden zu lassen...

Die Kurzbeschreibung deutet es schon an: So ein hohes Staraufgebot können wenige Filme vorweisen. Die Liste lässt sich mit Namen wie Til Schweiger oder Diane Kruger erweitern. Aber der wichtigste Name fehlt natürlich noch: Kultregisseur Quentin Tarantino („Pulp Fiction“, „Kill Bill“). Dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen an „Inglourious Basterds“. Und, soviel kann vorweg genommen werden: Tarantino hat wieder einmal bewiesen, welches außerordentliche Talent in ihm steckt und dass er seinen Ruf nicht umsonst besitzt.
Bereits in den ersten Sekunden wird deutlich, dass der Regieführende Filmliebhaber in sein neustes Werk eine Vielzahl Verbeugungen vor der Filmgeschichte einfließen lies: Während der lange Vorspann mit großen, gelben Buchstaben einführt, läuft im Hintergrund die Originalmusik des 1960 mit John Wayne gedrehten Westerns „Alamo“. Neben Indianern, Kautabak, Skalps und dem Motiv der Rache finden sich in fast jeder Szene kleine, versteckte Details und Andeutungen, die besonders auf das Genre der Italo-Western anspielen. Überhaupt ist der gesamte Film eine unglaubliche Schatztruhe voller Einzelheiten, die verschiedenste Filme und Personen andeuten. Es scheint fast, dass auch nach dem zehnten mal Sehen noch neue entdeckt werden könnten. Daraus folgend bietet „Inglourious Basterds“ Gesprächsstoff für Stunden des Austauschs dieser Entdeckungen. Ebenso tummeln sich symbolhafte Darstellungen, die zwar verständlich, aber nie zu simpel und plump sind.
Aber nicht nur durch diese Hommagen fasziniert der Streifen. Wie „Pulp Fiction“ ist auch „Inglourious Basterds“ in Kapitel eingeteilt; dass es ihrer genau fünf sind ist wohl wiederum der klassischen Dramenlehre geschuldet. Jeder dieser Akte bietet eine zunächst eigenständige Handlung, die letztlich zusammen laufen. Durch bis in jedes Wort ausgefeilte Dialoge, ausnahmslos überragende Schauspieler (sogar Til Schweiger schafft es, aus seiner Angestammten Rolle als Macho, der zum Frauenversteher mutiert, auszubrechen) und perfekt eingesetzte Musik – nämlich häufig gar nicht – entstehen dabei Szenen, die es verstehen, die Zuschauer zu binden. Insbesondere im ersten Kapitel, bei dem sich SS-Offizier Landa, der durch Waltz einfach unglaublich gut gespielt wird und damit den gesamten Film trägt, mit einem Milchviehbauern über möglicherweise versteckte Juden unterhält. Ein solcher Moment tauchte schon oft in der Filmgeschichte auf, wurde aber wohl noch nie so genial umgesetzt. Die nicht auszuhaltende Anspannung, die durch Waltz Spiel, die bewusste Stille, die stimmige Kulisse und den beispiellos hervorragenden Dialog entsteht, zieht den Zuschauer in seinen Bann und das ohne dass die Charaktere, deren Leben bedroht ist, in irgendeiner Form vorgestellt worden sind. Dieses psychologische Spiel zerreißt einen förmlich vor Spannung. Allein für diese Szene lohnt es sich, den Film anzugucken.
Doch auch in den übrigen Kapiteln ist alles perfekt aufeinander abgestimmt. Jede noch so kleine Begebenheit ist durchdacht, aber nie wirkt „Inglourious Basterds“ konstruiert. Die historischen Charaktere zeugen ebenso wie Kulisse und Kostüm davon, dass trotz der fiktiven Handlung penibel die geschichtlichen Begebenheiten einstudiert wurden. Dadurch wird Hitler allein durch seine realen Gesten zu einer stilvoll eingesetzten Karikatur. Die anderen Rollen schwanken stets zwischen überzeichnet und realistisch, bleiben aber immer stimmig und glaubwürdig.
Neben den geordneten Aufbau schiebt Tarantino, wie für ihn üblich, immer wieder unkonventionelle Experimente ein: Nazigrößen werden mit Pfeilen markiert und beschriftet, Einschübe (natürlich wieder gepickt mit Anspielungen, etwa an Hitchcock) erläutern Hintergründe in einer Art und Weise, wie es sich kein anderer Regisseur erlauben könnte.
Durchgehend bleibt der Film dabei dramatisch und spannend, gleichzeitig aber auch lustig. Diese Komik entsteht niemals auf Kosten eines Charakters, viel mehr durch gelungene Wortwahl in Dialogen. Auch die Komik entsteht also aus dem Detail. Diese Kombination ist bereits in „Pulp Fiction“, mit dem „Inglourious Basterds“ viele Ähnlichkeiten hat, geglückt.
Durch einen Film-im-Film deutet sich zudem Tarantinos Bewunderung für den Filmstil Leni Riefenstahls an, die er in Interviews auch offen anspricht.
Diese ganzen Aspekte münden schließlich ideal komponiert in ein Finale voller bitterböser Ironie, das den Naziterror in tiefer Symbolik umkehrt.
Allein wer nichts übrig hat für experimentelle Filme, deren Kraft in der Tiefschichtigkeit liegt, wird vielleicht enttäuscht sein. Reine Action ist auch Tarantinos neuster Geniestreich trotz schonungsloser Brutalität nicht. Insbesondere der Mittelteil lebt von den vielen Details und weniger von der Handlung.

Bild und Ton sind als überzeugendes stilistisches Mittel eingesetzt. Passend gewählte Farben, oscarrreife Kameraführung und eine perfekte Schärfe im Bild. Der Ton besticht durch klaren Klang, eine gelungene Synchronisation, Schauspieler, die die Sprachen, Akzente und Dialekte gekonnt einsetzen und Musik, die, teilweise in Variationen, gezielt verwendet, die Atmosphäre mit trägt und zudem viele Erinnerungen an alte Filme bereithält.
Leider ist nur wenig Bonusmaterial enthalten. Neben Trailern bietet der Silberling entfallene und erweiterte Szenen sowie als besonderes Extra den eigens für „Inglourious Basterds“ gedrehten Propagandafilm „Stolz der Nation“. Ein Making-Of fehlt leider ebenso wie eine Kommentarfunktion. Es wäre bei diesem Werk sehr schön gewesen, den Regisseur dazu zu hören. Wer mehr Extras möchte sollte auf die Steelbook oder die Collectors Box ausweichen.

Fazit
Genial. Das Wort trifft es am treffendsten. Tarantino zeugt wieder von seinem einzigartigen Talent, ideale Mischungen aus Kunst- und Unterhaltungsfilm zu erstellen. Von Anfang an spannend und dramatisch, ein konsequentes, böses Finale, unglaubliche Schauspieler und Dialoge und vor allem: Jede Menge Anspielungen und Details. Ein absolutes Highlight der letzten Jahre!

by Bastian Gabrielli


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