Kingsman: The Secret Service

Kingsman: The Secret Service (2014), USA / Griechenland
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Action / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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Kingsman: The Secret Service Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Basierend auf der beliebten Comicreihe erzählt Regisseur Matthew Vaughn (Kick Ass, X-Men First Class) in KINGSMAN: THE SECRET SERVICE die Geschichte einer supergeheimen Spionageorganisation, die noch unbedarfte aber vielversprechende Teenager von der Straße für ihr hochqualifiziertes Trainingsprogramm rekrutiert – zur selben Zeit als die Welt von einem verrückten High-Tech-Genie bedroht wird.

Colin Firth, Tom Prior und Michael Caine | mehr Cast & Crew


Kingsman: The Secret Service - Trailer


Kingsman: The Secret Service - Trailer


DVD und Blu-ray | Kingsman: The Secret Service

Blu-ray
Kingsman: The Secret Service Kingsman: The Secret Service
Blu-ray Start:
23.07.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 128 min.
DVD
Kingsman: The Secret Service Kingsman: The Secret Service
DVD Start:
23.07.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 123 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Kingsman: The Secret Service

Filmwertung: | 8/10


Seit der Trailer schon im Herbst letzten Jahres regelmäßig über die Kinoleinwände flimmerte, warten alle nur auf den Spionage-Film „Kingsman : The Secret Service“. Und nachdem der Starttermin ein paar Mal verschoben wurde, ist es diese Woche soweit: Der Streifen läuft endlich auch in den deutschen Kinos an. Heutzutage sowieso sehr beliebt, handelt es sich dabei um eine Comicverfilmung mit dem Titel „The Secret Service“ von Mark Millar und Dave Gibbons. Matthew Vaughn („Kick Ass“) nahm sich dieser an und bastelte ein buntes Kinovergnügen, dass so gar nicht an James Bond & Co erinnert.

Ein staatlicher Geheimdienst - die eleganten „Kingsman“- bildet Nachwuchs aus. Glück im Unglück für den kleinkriminellen Teenager Eggsy (Newcomer Taron Egerton, „Testament Of Youth“), der durch Zufall von einem früheren Freund seines Vaters, dem Spion Harry Hart alias Galahad (Colin Firth, „The King's Speech“) aufgegabelt und mitgenommen wird. Die Ausbildung erweist sich als kein Zuckerschlecken, ist aber nicht das größte Problem für den Secret Service. Denn nicht nur, dass spurlos angesehene Prominente und Staatsoberhäupter verschwinden. Der bizarre Multimillionär Valentine (Samuel L. Jackson, „The Avengers“) verteilt weltweit kostenlose Sim-Karten an alle Menschen und scheint damit etwas Gefährliches im Schilde zu führen.

Ein Wort reicht, um das, was man auf der Leinwand geboten bekommt, zu beschreiben: Phänomenal. Denn „Kingsman“ macht schlichtweg irrsinnig Spaß. Wirkte der Trailer zwar cool, aber doch sehr kultiviert, dreht er in seiner Länge von 129 Minuten komplett durch. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll: Der Humor macht den Actionfilm zu einer gelungenen Komödie, die Musik wurde extrem gut und gezielt gewählt, die Besetzung könnte passender nicht sein. Ebenso spannend kann man die Aufmachung durch coole, satte Bilde und gut inszenierten Effekte sowie einer schnellen Kameraführung in ausschlaggebenden Szenen beobachten und definitiv bestaunen. Ja, es ist Matthew Vaughn am Werk gewesen, das macht sich sehr bemerkbar, der Stil erinnert stark an „Kick-Ass“. Verrückte Kostüme, eine skurrile Brutalität und eine große Portion Kreativität bestätigen das. Da wird schnell verziehen, dass es trotz ein paar Überraschungen in der Handlung ein vergleichsweise unspektakuläres, vorhersehbares Ende gibt. Denn eins muss man den Machern lassen: Der Streifen verliert trotz all der Elemente nicht seine seriöse Aufmachung, die schnell hätte ins Lächerliche gezogen werden können. Zudem wirkt „Kingsman : The Secret Service“ – Hut ab – dabei dennoch extrem lässig.

Einen ebenso guten Coup erzielten die Produzenten durch die nicht nur bekannte, sondern auch extrem talentierte Besetzung, die man teilweise in solchen Rollen überhaupt noch nicht gesehen hat. Allen voran stellt Nachwuchsdarsteller Taron Egerton in der Hauptrolle eine sehr authentische Entwicklung dar, denn den Jungen von der Straße kauft man ihm genauso ab, wie den charmanten Anzugträger gegen Ende des Films. Einer der Top-Stars in der Riege ist definitiv Colin Firth, den man eher dem romantischen Genre zuordnen würde und dessen taffe Seite gar nicht bekannt ist. Der Inbegriff der Britishness passt super in das Schema der Eleganz, meistert aber auch die Kampfszenen überraschenderweise solide. Bei Samuel L. Jackson entsteht der selbe, verblüffende Effekt. Denn der für knallharte Rollen bekannte Mime ist zwar der Bösewicht, dabei aber ein lispelnder, lachhaft jung gebliebener Exzentriker in Hiphop-Klamotte. Die Darstellung im O-Ton ist dabei tausend Mal witziger als in der deutschen Synchronisation und die ganze Rolle wird den Zuschauer wohl möglich in zwei Lager spalten. Unterstützung gibt es ansonsten noch von einem so schon öfter gesehenen Mark Strong („Ich.darf.nicht.schlafen“), Jack Davenport („Fluch der Karibik“-Reihe) und dem überaus sympathischen Michael Caine („Interstellar“). Auch Mark Hamil (Luke Skywalker der alten „Star Wars“-Trilogie) hat einen Auftritt in dem Streifen.


Fazit:
Auf der großen Leinwand lohnt sich „Kingsman : The Secret Service“ schon allein wegen der Optik. Trotz einer Spielfilmlänge von ca. 2 Stunden langweilt man sich dank Action und Humor überhaupt nicht. Fans des Genres sind nicht die Einzigen, denen dieser Film zu empfehlen ist. Doch da er sehr speziell ist, ist es genauso verständlich, wenn er nicht jedem gefällt. Trotz der Jungstars ist ein FSK von 16 gerechtfertigt und spricht dadurch gerade Erwachsene an. „Kingsman – The Secret Service“ verdient sich seine 8 Sterne trotzdem.
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Bilder © 20th Century Fox