Kein Ort ohne Dich

The Longest Ride (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Drama / Romanze
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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Kein Ort ohne Dich Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Der 91-jährige Ira (Alan Alda) steht nach einem schweren Unfall an der Schwelle des Todes. Nur die Erinnerungen an seine verstorbene Frau Ruth halten ihn am Leben. Währenddessen kämpft das junge Paar Sophia (Britt Robertson) und Luke (Scott Eastwood) um seine Liebe. Sie sind so verschieden, dass eine gemeinsame Zukunft kaum vorstellbar ist. Können sich die beiden Generationen gegenseitig retten?

Scott Eastwood, Britt Robertson und Jack Huston | mehr Cast & Crew


Kein Ort ohne Dich - Trailer


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DVD und Blu-ray | Kein Ort ohne Dich

Blu-ray
Kein Ort ohne Dich Kein Ort ohne Dich
Blu-ray Start:
03.09.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 128 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Kein Ort ohne Dich Kein Ort ohne Dich
DVD Start:
03.09.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 123 min.

Filmkritik Kein Ort ohne Dich

Filmwertung: | 5/10


Bekannt für die Extraportion Gefühle darf man Romanautor Nicholas Sparks zum Kinostart von „Kein Ort Ohne Dich“ (im Original: The Longest Ride) zu einem Jubiläum gratulieren. Denn der Streifen ist die 10. Verfilmung eines seiner erfolgreichen Bücher. Mit an Bord ist diesmal der Regisseur George Tillman Jr., der eigentlich eher für Filme aus einer ganz anderen Ecke bekannt („Men Of Honor“, „The Notorious B.I.G“) ist. Hier wechselt er zum ungewohnten, romantischen Genre. An seiner Seite Craig Bolotin, der schon Drehbücher für „Light It Up“ und „Sexy Sheryl - Ein heißer Sommer“ schrieb. Können sie dem Kitsch-Image von Sparks-Verfilmungen vielleicht sogar aus der Misere helfen?

Studentin trifft Rodeo-Reiter: Sophia (Britt Robertson, „Unter The Dome“, „Cake“) trifft kurz vor ihrer Reise ins niemals schlafende New York auf Luke (Scott Eastwood, „Herz aus Stahl“), der mit Bullenreiten sein Geld verdient und seine Leidenschaft gerne pflegt. Und obwohl die beiden schon bald ein Paar werden, treten die unterschiedlichen Ansichten über das Leben und vor Allem rund um den gefährlichen Sport zwischen Sophia und Luke. Als sie eines Tages jedoch einen 91-jährigen Mann (Alan Alda, „The Blacklist“, „Wanderlust“) aus einem brennenden Auto retten, wird nicht nur ein weiterer Handlungsstrang eröffnet, sondern dieser auch zum wichtigen Bezugsaspekt von Sophia. Denn der Mann und seine mittlerweile verstorbene Frau mussten auch eine gefährliche Zeit zusammen durchmachen: Den 2. Weltkrieg.

Wie schon im letzten Nicholas-Sparks-Streifen „The Best Of Me - Mein Weg Zu Dir“ greift man zu der Methode, zwei Liebesgeschichten parallel zu erzählen. Ging es in dem Streifen, der erst im Januar in unseren Kinos lief, um zwei Erzählungen der selben Figuren, werden hier die Beziehungen von zwei unterschiedlichen Paaren wiedergegeben - und das auch noch in zwei verschiedenen Jahrzehnten. Dabei soll die eine Problematik aus der anderen ihre Lösung ziehen. Und auch wenn hier inhaltlich eine neue Geschichte vor dem Publikum steht, so weist die Umsetzung des jetzigen Films und die der vorangegangenen Filmen sehr viele Ähnlichkeiten und damit wenig Kreativität auf. Das macht den „Kein Ort Ohne Dich“ leider sehr vorhersehbar und sorgt weder für Überraschungen noch für eine große Spannung. Wer also bei einem Streifen gerne seinen Kopf ausschaltet, ist hier genau richtig. Die Fans werden ihn jedoch lieben, denn erneut baut man auf Kitsch und eine naive, übertriebene Haltung zu Liebe, durch die man zugegebenermaßen für (zu lange) 139 Minuten dem Alltag entfliehen kann. Dabei fehlt außerdem die Tiefe der Figuren und der Beziehungen, was durch nicht ganz nachvollziehbare Beweggründe und Dialoge klar wird.

Die schauspielerische Leistung ist gar nicht schlecht geworden und recht authentisch, doch man muss dazu auch sagen, dass es sich um keine große Herausforderung handelt, da die Charaktere sehr simpel gestrickt sind. Mit dabei ist Scott Eastwood, der in dieser Rolle natürlich nicht in die Fußstapfen seines Vaters Clint tritt, für das Genre aber überdurchschnittlich gut ist. Auch Alan Alda überzeugt besonders gekonnt.


Fazit:
Für die Allgemeinheit zu viel von Allem, was man so als schnulzig bezeichnen würde, doch für Fans wahrscheinlich trotzdem ein Muss. Sensiblen Zuschauern wird der Film sicher eine Träne oder mehr entlocken. Generell bauen die Verfilmungen aber stetig ab, da sie oft unrealistisch sind und nicht mit Überraschungen überzeugen können.
by

Bilder © 20th Century Fox