Kein Ort ohne Dich - Blu-ray

Blu-ray Start: 03.09.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 128 min

Kein Ort ohne Dich Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Der 91-jährige Ira (Alan Alda) steht nach einem schweren Unfall an der Schwelle des Todes. Nur die Erinnerungen an seine verstorbene Frau Ruth halten ihn am Leben. Währenddessen kämpft das junge Paar Sophia (Britt Robertson) und Luke (Scott Eastwood) um seine Liebe. Sie sind so verschieden, dass eine gemeinsame Zukunft kaum vorstellbar ist. Können sich die beiden Generationen gegenseitig retten?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox
Tonformate:
DTS-HD 7.1 Master Audio (Englisch)
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Französisch )
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Entfallene und erweiterte Szenen
- Ein Tag im Leben des Autors Nicholas Sparks
- Die Hintergründe zum Film
- Vom Buch zum Film
- Die echten Rodeoreiter
- Scott Eastwood erlernt das Bullenreiten
- Audiokommentar von George Tillman, Jr. und Oona Chaplin
- Bildergalerie
- Original Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Kein Ort ohne Dich

Blu-ray
Kein Ort ohne Dich Kein Ort ohne Dich
Blu-ray Start:
03.09.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 128 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Kein Ort ohne Dich Kein Ort ohne Dich
DVD Start:
03.09.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 123 min.

Blu-ray Kritik - Kein Ort ohne Dich

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Die nun bereits zehnte Adaption eines Romans von Tränenzieher-Experte Nicholas Sparks bietet alle Zutaten, die man von einem solchen Film erwarten würde. Sicher, „Kein Ort ohne Dich“ (OT: The Longest Ride) ist durchaus gewohnt formelhaft, sentimental, manipulativ und konstruiert, doch dank dem Charme und Charisma seiner sehr guten Darsteller und der guten Inszenierung von George Tillman Jr. ist hier ein Film gelungen, der durchaus über seine Zielgruppe hinaus zu gefallen weiß. Wie all seine Geschichten spielt auch „Kein Ort ohne Dich“ in North Carolina, bietet so ein idealisiertes Americana-Bild, zeigt wunderschöne Menschen, gebadet in warmen und goldenen Farbtönen. Doch hier pocht ein echtes Herz, es zeigen sich Figuren, die auf dem Papier zwar wie Stereotypen wirken, aber letztlich weitestgehend nachvollziehbar und lebendig gezeichnet sind. So bietet Tillmans Film schönes Wohlfühlkino fürs Herz fernab jeden Zynismus, das sich seiner selbst völlig bewusst ist und genau das bietet, was man erwartet.

Der Clou des Films ist wohl, dass hier nicht nur eine Romanze erzählt wird, sondern gleich zwei. Im ersten Erzählstrang steht Kunststudentin Sophia (Britt Robertson) im Mittelpunkt. Die junge Frau steht kurz davor aus dem beschaulichen North Carolina ins große New York zu ziehen, um dort ein Praktikum in einer Kunstgalerie zu beginnen. Doch dann kommt ihr der stattliche Cowboy-Gentleman Luke (Scott Eastwood) dazwischen, ein Weltklasse-Bullenreiter, der mit seiner Mutter eine Ranch betreibt. Sophia kann dem ehrlichen Charme dieses altmodischen Mustermannes nicht wiederstehen, der zum Date noch selbst gepflückte Blumen mitbringt und Sophia zu einem schön hergerichteten Picknick einlädt. Trotz aller Unterschiede und gegen jede Vernunft wegen Sophias bevorstehendem Umzug entwickelt sich zwischen den Beiden eine leidenschaftliche und ehrliche Beziehung. Er hat die große Ambition in der Bullenreiter-Weltrangliste der Beste zu werden (in den USA durchaus ein ernst zunehmender Sport), ohne jede Rücksicht auf seine Gesundheit. Er weiß, es ist nicht die Frage ob in diesem Sport etwas passiert, sondern wann es passiert, mit Kunst hat er hingegen überhaupt nichts am Hut. Unerwarteterweise stößt das junge Paar auf die schicksalhafte Geschichte eines weit älteren Paars: Auf der Rückfahrt von ihrem ersten Date entdecken die Beiden ein brennendes Auto am Straßenrand, in dem Ira (Alan Alda) nach einem Herzinfarkt bewegungsunfähig sitzt. Sie retten den älteren Herrn aus dem verunglückten Fahrzeug, woraufhin eine Freundschaft zwischen Sophia und dem genesenden Ira beginnt. In ihren vielen Gesprächen offenbart sich die Geschichte einer in den 40er-Jahren beginnenden aufopferungsvollen Liebe zwischen Ira (in jung: Jack Huston) und der jüdischen Immigrantin Ruth (Oona Chaplin), die selbst viele Herausforderungen zu überstehen hatte.

Dank der tollen natürlichen Ausstrahlung seiner beiden Hauptdarsteller Britt Robertson und Scott Eastwood packt „Kein Ort ohne Dich“ von Beginn an. Eastwood ist seinem berühmten Vater erstaunlich ähnlich, wirkt besonders dem jungen Clint fast wie aus dem Gesicht geschnitten. Er ist wohl so etwas wie das Idealbild eines Mannes, sowohl optisch als auch in seinen noblen Eigenschaften, die von angenehmem Old School-Charm geprägt sind. Die quirlige Britt Robertson wirkt zwar optisch deutlich erwachsener wie in ihrer tollen Performance im diesjährigen „A World Beyond“, bildet mit ihrer Girl Next Door-Art aber auch einen interessanten Gegenpol zur Größe und Kantigkeit von Eastwood. Die Beiden teilen eine unmittelbare und natürliche Chemie, machen echte Wärme spürbar, was aus „Kein Ort ohne Dich“ früh einen Gewinner macht. Etwas frappierend wirkt dann der Perspektivwechsel zur Erzählung von Iras und Ruths Romanze. Obwohl die Geschichte von gegensätzlichen Charakteren – Ruth ist Kunstliebhaberin und sammelt über die Jahre zahlreiche Gemälde, Ira ist ein einfacher Mann, der sein Leben völlig der Liebe zu seiner Frau widmet – als Spiegel zu Sophias und Lukes Beziehung funktioniert, wirkt „Kein Ort ohne Dich“ manchmal wie zwei Filme in einem. Huston, ein talentierter aufstrebender Akteur (bekannt vor allem aus „Boardwalk Empire“) und Enkel von Filmlegende John Huston, stattet seine Rolle mit viel Seele aus, ebenso wie sein Gegenüber Oona Chaplin (Enkelin von Charlie Chaplin), die allerdings ein wenig mit ihrem europäischen Akzent zu kämpfen hat. Ihre Geschichte ist ehrlich erzählt, es gibt wie von Sparks gewohnt mehrere Schicksalsschläge in ihrer jahrzehntelangen Ehe, doch die beiden guten Schauspieler grundieren den Film und lassen ihn nicht ins Melodrama abrutschen. Dadurch, dass ihre Geschichte bereits in der Vergangenheit liegt und Ruth bereits verstorben ist, lenkt dieser Perspektivwechsel immer ein wenig vom Haupterzählstrang in der Gegenwart ab, bremst den Film leicht.

Sentimentalität ist sicher eine der Hauptzutaten von „Kein Ort ohne dich“, doch der Film scheint näher an einer menschlichen Realität zu liegen wie die meisten anderen oft gestelzt wirkenden Sparks-Adaptionen. Die Emotionalität wirkt echt und verdient. Die Botschaft über aufopferungsvolle Liebe kommt sicher an und wird zweifelsohne bei vielen Zuschauern für manche verdrückte Träne sorgen. George Tillman Jr., der so bunt gemischte Filme wie „Soul Food“, „Men of Honor“, „Notorious B.I.G.“ oder „Faster“ zu verantworten hat, inszeniert den Film sehr solide, findet schöne Bilder, die von Mark Ishams klassischem Soundtrack hübsch unterstützt werden. Gerade der Ira und Ruth-Erzählstrang ist mit gutem Auge für historische Details ausgestattet und auch ansonsten hat der Film eine malerische Qualität. Dank seiner guten Schauspielerführung und weitestgehend grundierter Inszenierung ist „Kein Ort ohne Dich“ neben „Wie ein einziger Tag“ wohl die bislang beste Nicholas Sparks-Verfilmung, die trotz altbekannter Klischees ein effektiv herzerwärmender Film ist, der sich – je nach Toleranz für Romanzen dieser Machart – wie eine warme Decke um einen schmiegt.

Bild
Die Blu-ray von „Kein Ort ohne Dich“ bietet sehr anschauliche Werte. Der Film sieht einfach sehr schön aus, spielt mit einer angenehm warmen und natürlichen Farbpalette, die nur bei den Rückblenden etwas reduzierter ist. Die Schärfe- und Detailwerte sind hervorragend, Kontrast- und Schwarzwerte sind im sehr soliden Bereich anzusiedeln. Bildfehler gibt es keine zu finden.

Ton
Für ein romantisches Drama präsentiert sich hier ein überraschend kraftvolles Klangbild. Gerade bei den diversen Bullenreit-Szenen kommt der Subwoofer immer wieder bemerkenswert kräftig zur Geltung, auch in Sachen Surround-Qualität wird eine raumfüllende Atmosphäre erschaffen. Dialoge erklingen mit sehr guter Klarheit.

Extras
Beim Bonusmaterial werden ein paar kurze EPK-Featurettes geboten, die eher oberflächlich bleiben. Hinzu kommen einige entfernte, bzw. erweiterte Szenen und ein Audiokommentar. Solide, aber nicht berauschend.
Entfernte und erweiterte Szenen (14 einzeln oder in einem abspielbare Szenen, insg. 19:14 Min.)
Ein Tag im Leben von Nicholas Sparks (04:44Min.): Ein augenzwinkerndes Portrait vom Tagesablauf des Autors
Die Hintergründe zum Film (04:14 Min.)
Vom Buch zum Film (04:33 Min.): Ein entspanntes Gespräch zwischen Sparks und Alan Alda
Die echten Bullenreiter (06:08 Min.)
Scott Eastwood jagt das Bullenreiten (04:59 Min.)
Audiokommentar von George Tillman Jr. und Oona Chaplin
Bildergalerie (Diashow mit 27 Bildern)
Original Kinotrailer (02:26 Min.)


Fazit:
Besonders für Nicholas Sparks-Fans bietet „Kein Ort ohne Dich“ alles, was man sich von einer altmodischen Tränenzieher-Romanze erwartet. Dank der sehr guten und charismatischen Darsteller findet der Film eine echte Wärme und Emotionalität, wodurch der Film auch bei Leuten fernab der Zielgruppe für Gefallen sorgen könnte.

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by Florian Hoffmann
Bilder © 20th Century Fox