Godzilla: King of the Monsters

Godzilla: King of the Monsters (2019), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action / Abenteuer / Fantasy
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

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Godzilla: King of the Monsters Filmplakat -> zur Filmkritik

Inhalt

Im zweiten Teil bekommt es Godzilla neben Mothra auch mit dem dreiköpfigen Weltraummonster Ghidorah zu tun. | mehr Wissenswertes zum Film

Millie Bobby Brown, Vera Farmiga und Sally Hawkins | mehr Cast & Crew


Godzilla: King of the Monsters - Trailer




Filmkritik Godzilla: King of the Monsters

Filmwertung: | 7/10


Nach den erschreckenden Vorfällen im japanischen Janjira und in San Francisco hat sich die Welt auf die Existenz von Urzeitmonstern eingestellt. Die Firma „Monarch“ hat Forschungen angestellt und neben Godzilla noch 16 weitere Kreaturen lokalisert. Emma Russel (Vera Farmiga), welche ihren Sohn beim Angriff auf San Francisco verloren hat, versucht mit einem Sonar mit den Monstern zu kommunizieren, um ihren Frieden zu erzwingen. Als aber Jonah Alan (Charles Dance) an die Sonartechnik erlangt, will er die ganze Welt zu einem Neustart zwingen, in dem er alle Monster erwachen lääst, unter anderem dem dreiköpfigen King Ghidora, dem Erzfeind von Godzilla.

Godzilla spielt mit einem U-Boot
Godzilla spielt mit einem U-Boot © Warner Bros.
Da filmische Universen aktuell so gut funktionieren, baut Warner Bros. sein Universum rund um die monströsen Titanen weiter aus. Nach den Vorfällen aus dem vorherigen „Godzilla“ (2014) hat die Paleo-Biologin Emma Russell ein Sonar entwickelt, wodurch sie mit den Wesen kommunizieren kann. Sie kann ihnen mitteilen, dass keine Gefahr herrscht und damit ihre aggressive Grundhaltung auskurbeln. Diese Technologie wird allerdings genutzt, um alle Urzeitwesen zu erwecken, welche die Firma „Monarch“ auf der ganzen Welt lokalisiert haben. Aus diesen Grundgedanken haben sich die antagonistischen Pläne vom Bösewichten Jonah Alan (Charles Dance) entwickelt, welche durch die zweischneidige Wertvorstellung für viele Zuschauer sehr logisch wirken. Es entwickelt sich also ein Bösewicht, dessen Vorhaben die Protagonisten entgegenwirken wollen, allerdings haben sie die Wahl, wie bei Thanos aus dem MCU, auf welche Seite sie sich schlagen. Da leider sein Wirkungsbereich recht beschränkt ist und sich das Drehbuch kaum Mühen macht seinen Charakter weiter auszubauen, kommt er selten ins Rampenlicht und bleibt sehr flach. Allerdings hat die Familie Russell ein paar sehr interessante Entwicklungen zu bieten und es ist den ganzen Film über sehr spannend, die drei Familienmitglieder zu beobachten. Da stellenweise jedes Mitglied andere Ziele verfolgt wird immer Abwechslung geboten, sodass es zu keiner Langeweile kommt, wenn in machen Passagen des Films zwei Charaktere eine Zeit über nicht gezeigt werden. Leider hat der Film stellenweise Probleme alle anderen Figuren ihren Teil an Aufmerksamkeit zu schenken. So dass beispielsweise die Figur von Sally Hawkins kaum beachtet wird und ihr Schicksal während des ganzen Films über unklar wird.

Emma Russell (Vera Farmiga) und Madison Russell (Millie Bobby Brown) in Godzilla: King of the Monsters
Emma Russell (Vera Farmiga) und Madison Russell (Millie Bobby Brown) in Godzilla: King of the Monsters © Warner Bros.
Eine weitere Kleinigkeit, bei den der Film ein paar Probleme hat, sind die gigantischen Monster. Die sehen zwar atemberaubend gut aus, allerdings kann der Film mit ihnen überhaupt nicht umgehen. Es ist zwar ganz cool, wenn sich gigantische Viecher verkloppen, aber 17 Stück von denen??? Die Handlungsorte waren nach Teil 1 eigentlich schon komplett zerstört, aber die Welt regeneriert sich aus irgendwelchen Gründen unglaublich schnell. Was sich leider auch ziemlich schnell regeneriert sind eben die Monster. Selbst wenn alles verloren scheint, kehren wiederbelebende Kräfte in die Wesen zurück, sodass zu keiner Zeit irgendeine Gefahr besteht. Das Ausmaß von ihren Kräften ist meistens auch sehr inkonsequent, sodass stellenweise die Monster alles im Umkreis von mehreren Metern komplett zerstören und manchmal können noch Menschen zwischen ihren Beinen herlaufen. Natürlich wäre es langweilig, wenn die Protagonisten von Godzilla einfach zertrampelt werden, allerdings wäre da ein Hauch mehr Realismus in dieser Welt schon erwünscht.

King Ghidorah und Godzilla
King Ghidorah und Godzilla © Warner Bros.
Inszeniert wurde der Film von Micheal Dougherty („Krampus“), welcher bisher nur Horrorfilme gemacht hat und diese Einschlagung bemerkt man auch stellenweise im Film. Er schafft es eine dauerhaft angespannte Situation zu kreieren, welche ab und zu in Jump-Scares endet. Wie schon im ersten Teil und bei „Kong: Skull Island“ (2017) ist die Ansammlung an Schauspeilern fantastisch. Ken Watanabe („Pokémon Meisterdetektiv Pikachu“/„Inception“) und Sally Hawkins („Paddington“/„Shape of Water“) kennt man schon aus dem ersten Teil. Diesmal fügen sich zum Cast Kyle Chandler („Aufbruch zum Mond“/„The Wolf of Wall Street“), Vera Farmiga („Conjuring“-Universum/“Der Spitzenkandidat“) und Millie Booby Brown („Stranger Things“), welche mit diesem Film ihr Kino-Debüt startet. Der Antagonist in diesem Film wird gespielt von Charles Dance („Game of Thrones“/„The Imitation Game“), bekommt allerdings nicht ganz so viel Aufmerksamkeit. Der Kameramann Lawrence Sher („Hangover“-Trilogie) ist eigentlich auf Komödien fokussiert, kreiert in diesem Film aber atemberaubende Bilder. In den einzelnen Kämpfen kann man die Monster noch gut voneinander trennen und in den ruhigen Szenen kennt er denn idealen Abstand zu den Figuren, um Emotionen aufzubauen. Der Komponist Bear McCreary („10 Cloverfield Lane“) hat für jedes Monster ein eigenen Theme erschaffen und das Aufeinandertreffen von den verschiedenen Wesen hat dadurch eine sehr interessante musikalische Untermalung.


Fazit:
“Godzilla: King of the Monsters” ist vielleicht nicht der philosophischste Film aller Zeiten, allerdings bietet er sehr gut aussehende Action und aufgrund einiger interessanter Motive und Charakterentwicklungen ist er keinesfalls ein schlechter Film. Fans des ersten Teils bekommen eine Schippe an Monsterkampf draufgelegt und werden ganz bestimmt diesen Film auch mögen.
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Bilder © Warner Bros.


Info und Wissenswertes zum Film

Die Regie übernahm Michael Dougherty („Krampus“) – die Hauptrollen spielen Kyle Chandler („The Wolf of Wall Street“, „Argo“) sowie die Oscar®-Kandidatin Vera Farmiga („Up in the Air“, die „Conjuring“-Filme) und Millie Bobby Brown (TV-Serie „Stranger Things“) in ihrem Kinodebüt. In dem namhaften Ensemble-Cast sind außerdem dabei: Bradley Whitford („Get Out“, „Die Verlegerin“), Oscar-Kandidatin Sally Hawkins („Shape of Water: Das Flüstern des Wassers“, „Blue Jasmine“), Charles Dance (HBO-Serie „Game of Thrones“, „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“), Thomas Middleditch (HBO-Serie „Silicon Valley“), Aisha Hinds („Star Trek Into Darkness“), O’Shea Jackson Jr. („Straight Outta Compton“), Oscar-Kandidat David Strathairn („Good Night, and Good Luck.“, „Godzilla“), der Oscar-Kandidat Ken Watanabe („Last Samurai“, „Inception“, „Godzilla“) und Golden-Globe-Kandidatin Zhang Ziyi („Die Geisha“, „Tiger & Dragon“).