Everest - Ein Yeti will hoch hinaus

Abominable (2019), China / USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Animation / Abenteuer / Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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Inhalt

Ein kleiner Yeti ist einem Versuchslabor in Shanghai entkommen und sucht Zuflucht auf den Dächern der Millionenstadt. Dort begegnet er ausgerechnet dem neugierigen Teenager-Mädchen Yi und ihren Freunden Jin und Peng. Schnell wird klar, dass das Trio den kleinen Yeti, den sie kurzerhand auf den Namen „Everest“ taufen, nur vor dem finsteren Laborleiter Burnish und der Zoologin Dr. Zara retten können, wenn sie ihn zurück in seine Heimat bringen.
Gemeinsam begeben sich die Freunde auf eine faszinierende Reise durch sagenhafte Landschaften, wunderliche Ereignisse und magische Momente, um Everest am höchsten Punkt der Erde wieder mit seiner Familie zu vereinen.




Everest - Ein Yeti will hoch hinaus - Trailer




Filmkritik Everest - Ein Yeti will hoch hinaus

Filmwertung: | 9/10


Das Studio "DreamWorks" kennen die Meisten durch die Filme "Shrek"; "Madagascar"; "Kung Fu Panda" oder "Drachenzähmen leicht gemacht". Vier Reihen die es geschafft haben und die jeweils 2 (Und einer sogar 3 Fortsetzungen) zählen können. Doch neben diesen vier Reihen haben es andere Filme des Studios wirklich schwer Publikum zu erreichen. Sie sind zwar keine Flops, doch von den Besucherzahlen merkt man zwischen ihnen und den vier Reihen wirkliche Unterschiede. Weder "The Boss Baby"; noch "Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman"; "Megamind"; "Monster vs. Aliens"; "Turbo"; "Bee Movie" oder aber auch "Die Croods" und "Ab durch die Hecke" haben dies geschafft und dabei hätten sie es wirklich schaffen können, denn schlecht sind die Meisten dieser Filme nicht. Im Gegenteil, ich finde sie sogar teilweise wirklich mutiger und erfrischender als die großen Reihen, die im Kern immer das Gleiche erzählen. Leider habe ich dieses Gefühl des Flops auch bei ihrem neusten Werk "Everest - Ein Yeti will hoch hinaus". Etwas was ich wirklich schade fände, denn einige Gründe sprechen dafür, dass man diesem süßen Yeti mal eine Chance geben sollte.

Szene aus Everest - Ein Yeti will hoch hinaus
Szene aus Everest - Ein Yeti will hoch hinaus © Universal Pictures International Germany GmbH
In dem Film geht es um das junge Mädchen Yi, das zusammen mit ihrer Mutter und Großmutter in Peking lebt und sich versucht mit dutzenden Jobs über Wasser zu halten. Sie macht alles Mögliche, um eines Tages diese eine Reise zu machen, von der ihr verstorbener Vater immer erzählt hat. Doch ist sie nicht mutig genug den Schritt zu wagen und tatsächlich loszufahren. Zum Glück begegnet sie aber auf ihrem Dach einem Jeti. Einem Wesen, das in Peking normalerweise eigentlich nicht zu finden ist und nachdem daher auch schon gesucht wird, das nachhause zum Everest möchte und Hilfe benötigt dort anzukommen. Yi überlegt kurz, schafft es dann aber doch loszulassen und gemeinsam mit dem Yeti, ihrem Nachbarn Jin und dessen Cousin Peng auf die Reise ihres Lebens zu gehen. Eine Reise, die nicht nur das Leben der Vier verändert, sondern ihnen auch zeigt was eigentlich Freundschaft, Zusammenhalt und Nächstenliebe ausmacht und dass man zwar liebgewonnene Menschen vermissen kann, doch es auch gut ist, sie auch ein Stück weit gehen zu lassen.

Szene aus Everest - Ein Yeti will hoch hinaus
Szene aus Everest - Ein Yeti will hoch hinaus © Universal Pictures International Germany GmbH
Dies sind Themen die in Animationsfilmen immer wieder gut funktionieren und wo DreamWorks bei den letzten Filmen bewiesen hat, dass sie es schaffen damit auch gut umzugehen. Schon "Drachenzähmen leicht gemacht 3" (Im Frühjahr 2019, den ich persönlich wirklich sehr mochte), vermittelte ähnliche Werte und auch sonst gibt es wirklich einige Dinge, die einem hier bekannt vorkommen, wenn man "Drachenzähmen leicht gemacht 3" gesehen hat. Die Animationen sehen wieder Mal so großartig aus, es gibt ein feines 3D (Das in den meisten Szenen auch wunderbar funktioniert), sympathische Figuren, wo es wirklich Spaß macht zuzusehen und sie auf ihrem Abenteuer zu begleiten. Er punktet sehr, wenn er harmonischer und emotionaler wird. Zwar nicht so stark am Ende wie eben "Drachenzähmen 3", aber mitten drin gab es immer wieder Momente wo man Gänsehaut bekommen und teilweise auch ein Tränchen verdrücken konnte. Es ist ein Film geworden, an den ich wirklich hohe Erwartungen hatte, doch der mich dann vollkommen positiv überrascht ist. Es ist kein Film, der nicht nur Kindern gefallen wird und ein Film, den man nach dem ersten Mal schauen unbedingt nochmal sehen möchte.

Szene aus Everest - Ein Yeti will hoch hinaus
Szene aus Everest - Ein Yeti will hoch hinaus © Universal Pictures International Germany GmbH
Natürlich gab es auch hier einige Schwächen, doch das ist jammern auf einem wirklich hohen Niveau. In dem Film fällt nämlich oft sehr stark auf, dass er auch wunderbar ohne einen Bösewicht ausgekommen wäre und man diesen wirklich nicht gebraucht hätte (Auch das war bei "Drachenzähmen 3" das Fall). Der Bösewicht tut hier nichts zur Sache und ist nur dafür da um die Geschichte voran zu bringen. Ansonsten hat er keinen Hintergrund, wirkt nicht bedrohlich oder böse und ist nicht so wirklich dafür da um die Helden aufzuhalten, denn dafür bleibt er die ganze Zeit zu schwach. Außerdem bleibt dieser Film zu vorhersehbar und man weiß schon am Anfang wer eigentlich welches Ziel hat und wie dieser Film enden wird. Auch da hätte man sich vielleicht etwas mehr wagen können und auch Julien Bam (Den ich auf YouTube wirklich gerne sehe) konnte hier nicht so recht überzeugen und man merkt, dass da stimmlich wirklich mehr möglich gewesen wäre. Doch wie gesagt, das ist jammern auf hohem Niveau, denn


Fazit:
'Everest - Ein Yeti will hoch hinaus' ist ein kurzweiliges Animationsdrama, dass viel besser ist als der Trailer es vermuten lässt. Er holt das Beste aus seiner Lauflänge heraus und wird nicht nur Kindern gefallen, sondern auch jedem der sich nach großartigen Animationsfilmen sehnt und ich hoffe wirklich, dass der Film es schafft nicht, als Flop in einigen Monaten das Kino wieder zu verlassen, denn dafür ist er einfach zu gut.
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Bilder © Universal Pictures Intl.