Contraband

Contraband (2012), USA / Großbritannien
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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Contraband Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Seine Schmugglerkarriere hat Chris Farraday (Mark Wahlberg) schon vor langer Zeit hinter sich gelassen und sich ein redliches Leben aufgebaut. Doch als sein Schwager Andy (Caleb Landry Jones) einen Job für den skrupellosen Kingpin Tim Briggs (Giovanni Ribisi) vermasselt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als noch einmal aufs schnelle Geld zu setzen. Er muss Andys Schulden begleichen, bevor es diesem an den Kragen geht. Gemeinsam mit seinem besten Freund Sebastian (Ben Foster) versammelt er eine kleine Crew für einen Trip nach Panama – in der Hoffnung, mit mehreren Millionen Dollar Falschgeld wieder heil zurückzukommen. Von einem wasserdichten Plan kann allerdings nicht die Rede sein. Kurz bevor sie das Geld erreichen, läuft schief, was schieflaufen kann, und Chris muss sich auf seine legendären, aber schon etwas eingerosteten Instinkte verlassen, um ein brutales Netzwerk von Drogenbossen, Cops und Auftragskillern auszutricksen und seine Frau (Kate Beckinsale) und seine Söhne zu retten.
Ein riskanter Coup, eine wilde Hetzjagd gegen die Uhr und ein Mann, der alles auf eine Karte setzen muss – Crime-Action der Extraklasse.


Mark Wahlberg, Kate Beckinsale und Ben Foster | mehr Cast & Crew


Contraband - Trailer




DVD und Blu-ray | Contraband

Blu-ray
Contraband - Steelbook Contraband - Steelbook
Blu-ray Start:
19.07.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.
DVD
Contraband Contraband
DVD Start:
19.07.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 105 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Contraband

Filmwertung: | 4/10


Allein der amerikanische Starttermin lies leider schon leichte Zweifel an der Qualität des neuesten Projekts von Schauspieler und Produzent Mark Wahlberg aufkommen. Contraband, der hierzulande am 15. März in die Kinos kommen wird, wurde in den USA im Januar releast. Traditionell ein Monat, in dem die Studios ihre eher weniger erwartungsreichen Projekte veröffentlichen, gilt doch der Januar grundsätzlich als Zuschauer schwacher Monat und wird außerdem von den anstehenden Oscars überschattet. Die Folge sind zahlreiche miese bis mittelprächtige Filme, in deren Reihe sich leider auch Wahlbergs Schmuggel-Thriller einordnen lassen muss.

Mark Wahlberg spielt in Contraband die Hauptfigur des Chris Farraday, seines Zeichens ein ehemaliger Seemann und Profischmuggler, der den illegalen Geschäften allerdings längst den Rücken zugekehrt hat. Schließlich sitzt sein Vater bereits im Gefängnis und zu Hause warten mittlerweile Frau (Kate Beckinsale) und Kinder auf den geläuterten Ex-Kriminellen. Doch gerade die Liebe zu seiner Familie lässt Chris gezwungenermaßen wieder in das zwielichtige Geschäft einsteigen. Als sein Schwager Andy (Caleb Landry Jones) einen Drogenschmuggel versaut und die wertvolle Ware aus Angst vor dem Zoll im Ozean versenken muss, steht dieser fortan beim Bandenchef Tim Briggs (Giovanni Ribisi) in der Kreide. Chris kennt Briggs zwar aus alten Tagen, doch das ist für den noch lange kein Grund, nicht dessen gesamter Familie zu drohen, sollte er nicht das ihm zustehende Geld erhalten. Dem als Houdini bekannten Ex-Schmuggler Chris bleibt nichts anderes übrig, als auf dem nächsten Schiff nach Panama anzuheuern, um mit dem einen letzten Job die Haut seines Schwagers und seiner ganzen Familie zu retten. Frau und Kinder lässt er in der Obhut seines besten Freundes Sebastian (Ben Foster) zurück, der sein ganz eigenes Spiel zu spielen scheint.

Dass Contraband ein Thriller ist, der sich durch absolutes Mittelmaß auszeichnet, ist schade, denn er besitzt durchaus einige potenziell positive Eigenschaften. Das Szenario rund um das Schmugglergeschäft in den großen Häfen dieser Welt (Contraband spielt in New Orleans und Panama) ist durchaus erfrischend und mit Ben Foster und Giovanni Ribisi hat Regisseur Baltasar Kormákur, neben Mark Wahlberg selbst, Schauspieler mit an Bord, denen der Zuschauer ihre Zugehörigkeit zum präsentierten Milieu durchaus abnimmt. Mit Ausnahme von Giovanni Ribisi, der seinem Bösewicht ein wenig soziopathische Züge verpassen darf, wird allerdings von keinem Darsteller in diesem Film verlangt, sein schauspielerisches Können auch nur Ansatzweise unter Beweis zu stellen.

Dies liegt in erster Linie am holprigen Skipt, welches zu eklatante Schwächen aufweist, um die Geschichte wirklich spannend zu halten. Zu hastig wirkt die Einführung der Figuren, die uns als Meister ihres Faches vorgestellt werden, ohne dass wir je wirklich ein Gefühl dafür bekommen, warum sie denn diesen Status als Super-Schmuggler inne haben. Dies ist auch nicht der Fall, wenn es letztlich darum geht zu zeigen, wie Chris Farraday seinen einen letzten Job nun verwirklicht. Die Schmuggelsequenzen sind solide und mit einem gewissen Hang zum Realismus inszeniert, verweigern aber immer genau dann die Aufklärung eines Problems, wenn es wirklich interessant wäre zu wissen, wie dies nun genau gelöst worden ist. Als Zuschauer fühlt man sich ein wenig an typische Heist-Filme wie Oceans 11 erinnert, nur mag nie ein wirklicher Nervenkitzel aufkommen. Teile des Films, wie einige Sequenzen, die in der Hafenstadt Panama spielen, wirken beinahe völlig aus dem Film herausgerissenen und die Motivationen der Figuren sind wirklich nur mit sehr viel Gutgläubigkeit nachzuvollziehen. Hier fehlt dem Drehbuch deutlich der Schliff, denn ein packender Schmuggelfilm gebraucht hätte.

Immerhin hat dieser Mittelteil des Films eine Aufsehen erregende Schießerei zu bieten. Dies ist übrigens der einzige Moment in der die Macher einer visuellen Ästhetik des großen Vorbildes Michael Mann eventuell Ansatzweise Nahe kommen. Zweifellos hat sich Regisseur Kormákur mit seiner HD-Video-Optik nämlich stark vom Miami Vice Macher inspirieren lassen, ohne jedoch eine wirklich eigene funktionierende Bildsprache zu finden. Im Gegenteil: die plötzlichen Zooms und hektischen Bewegungen der Kamera wirken meist eher störend, als das sie das Geschehen atmosphärisch unterstützen würden.

Insgesamt kann man Produzent Mark Wahlberg zu Gute halten, dass er es immerhin versucht hat, die interessante Idee des isländischen Thrillers Reykjavík Rotterdam, auf dem Contraband basiert, für ein größeres Publikum zugänglich zu machen. Die Idee allein reicht an dieser Stelle leider nicht aus. Zu unausgereift und voller Lücken ist das Drehbuch, zu einfallslos die filmische Inszenierung und zu langweilig sind die darstellerischen Leistungen. Selbst für Genrefans dürfte es genügen sich bei Gelegenheit die DVD auszuleihen. Denn die dünne Scheibe ist das eigentliche Medium für einen Film wie Contraband, der allenfalls ein mittelmäßiger Direct-to-DVD Titel ist.

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Bilder © Universal Pictures Intl.