Alle Jahre Wieder - Weihnachten mit den Coopers

Love, The Coopers (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: StudioCanal

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Alle Jahre Wieder - Weihnachten mit den Coopers Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Auf eines kann man sich verlassen: Weihnachten wird jedes Jahr gefeiert – auch bei den Coopers. Und wie immer geben sie auch diesmal ihr Bestes, um sämtliche Probleme und persönliche Schwächen zugunsten eines harmonischen Weihnachtsfestes vor den anderen zu verbergen: Charlotte (Diane Keaton) und Sam (John Goodman) bereiten sich auf ihre Rolle als perfekte Gastgeber vor, im Bestreben die Idylle einer Weihnachtspostkarte zu übertreffen – allerdings befindet sich ihre Ehe nach 40 Jahren gerade in einer saftigen Krise. Ihr bereits geschiedener Sohn Hank (Ed Helms), Vater zweier Jungs und einer virtuos fluchenden Vierjährigen, hat bisher niemandem erzählt, dass er kürzlich gekündigt wurde. Seine Schwester Eleanor (Olivia Wilde) wiederum möchte den ständigen Fragen, ihr Singledasein betreffend, mithilfe eines charmanten Soldaten aus dem Weg gehen, den sie kurzfristig in einer Bar am Flughafen aufgegabelt hat. Und das älteste Familienoberhaupt Bucky (Alan Arkin) würde Heiligabend am liebsten ganz ausfallen lassen, um auch diesen Tag in seinem Stammlokal mit der hübschen Kellnerin Ruby (Amanda Seyfried) zu verbringen. Zu allem Überfluss wird Charlottes Schwester Emma (Marisa Tomei) dann auch noch wegen Ladendiebstahls festgenommen. Aber gerade, wenn man denkt schlimmer geht es nicht, öffnet ein unerwarteter Zwischenfall der ganzen Familie die Augen…Am Ende bleibt nur ein einziger Trost: es sind wieder volle 364 Tage bis zum nächsten Weihnachtsfest!

Olivia Wilde, Amanda Seyfried und Diane Keaton | mehr Cast & Crew


Alle Jahre Wieder - Weihnachten mit den Coopers - Trailer


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DVD und Blu-ray | Alle Jahre Wieder - Weihnachten mit den Coopers

Blu-ray
Alle Jahre Wieder - Weihnachten mit den Coopers Alle Jahre Wieder - Weihnachten mit den Coopers
Blu-ray Start:
20.10.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 107 min.
DVD
Alle Jahre Wieder - Weihnachten mit den Coopers Alle Jahre Wieder - Weihnachten mit den Coopers
DVD Start:
20.10.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 102 min.

Filmkritik Alle Jahre Wieder - Weihnachten mit den Coopers

Filmwertung: | 6/10


Überall in den Straßen werden die Fenster von Lichterketten, Bögen und leuchtenden Sternen erhellt. Auf dem Weihnachtsmarkt erfüllt der Geruch von gebrannten Mandeln und Glühwein die Luft, während Passanten auf der Suche nach Geschenken eilig in die Läden entschwinden. Weihnachten steht vor der Tür und die Menschen kommen zur Besinnung. Während für einige von uns die schönste Zeit des Jahres beginnt, blicken andere mit einem unguten Gefühl dem kommenden Stress des Festes entgegen. Dass die besinnliche Zeit mit kleineren Tragödien einhergeht, ist fast jedem bekannt. Auch in der liebenswerten Weihnachtskomödie „Alle Jahre wieder – Weihnachten mit den Coopers“ läuft nicht alles rund.

Regisseurin Jessie Nelson („Ich bin Sam“) beginnt ihren Film mit besinnlichen Bildern, die harmonische Weihnachtsstimmung aufkommen lassen. Die Harmonie erstreckt sich über das Intro bis in die ersten Minuten im Heim der Familie Cooper, wo sich die Feiertage in jedem geschmückten Winkel des Hauses ankündigen. Liebevoll bemüht sich Charlotte (Diane Keaton) darum, alles für ihre Familie herzurichten. Dass ihre Ehe mit Sam (John Goodman) gerade auf der Kippe steht, ignoriert sie zum Wohle des Festes. Die Idylle soll durch nichts überschattet werden. Doch das Vorhaben bröckelt bereits nach kurzer Zeit, als der geschiedene Sohn Hank (Ed Helms) samt seiner drei Kinder eintrifft und den Weihnachtstag erstmals aufwühlt. Dass Weihnachten nicht jedes Familienmitglied in Hochstimmung versetzt, zeigt auch ein Sprung zu Tochter Eleanor (Olivia Wilde). Sie würde am liebsten der heimischen Feier fortbleiben, lässt sich jedoch von ihrer Zufallsbekanntschaft, dem Soldaten Joe (Jake Lacy), zu einem Sinneswandel verleiten. Und auch Großvater Bucky (Alan Arkin) und Charlottes Schwester Emma (Marisa Tomei) tun sich sichtlich schwer damit, in Feierlaune zu kommen. Jeder in der Familie hat sein Päckchen zu tragen und so kommt es erwartungsgemäß beim Festessen zu einer handfesten Auseinandersetzung. Schnell erhitzen sich die Gemüter und die lang aufgesparten Worte des Ärgers eskalieren in einem lautstarken Streit. Doch da Blut bekanntlich dicker als Wasser ist, rottet sich die Familie zusammen. Nicht zuletzt, als es zu einem tragischen Zwischenfall kommt, nähern sich die Familienmitglieder wieder einander an, um sich als Stütze zu dienen.

Trotz Reiberein und zänkischen Gesprächen an der Festtafel gelingt es Nelson, die Tragödien der Familie in befriedigenden Bahnen verlaufen zu lassen. Der Film kommt ohne peinliche Situationen und derben Witzen aus und konzentriert sich auf die ruhigen Momente. Ähnlich wie bei dem Klassiker „Tatsächlich…Liebe“ wechselt der Episodenfilm zwischen den einzelnen Familiengliedern hin und her. Die Figuren und ihre Sicht auf Weihnachten rutschen in den Fokus, wodurch auch die Beziehungen untereinander mit dem einen oder anderen markanten Detail gewürzt werden. Trotz der großen Anzahl an Hauptfiguren verläuft der Handlungsfaden ohne große Höhepunkte. Die Weihnachtsdekoration liefert einen stimmungsvollen Rahmen für die erahnbare Geschichte von Drehbuchautor Steven Rogers („P.S. Ich liebe dich“).

Diane Keaton („Was das Herz begehrt“) und John Goodman („Monuments Men – Ungewöhnliche Helden“) sorgen als alterndes Ehepaar für den notwendigen Charme der Geschichte. Zwischen ihren kleinen Streitereien schleichen sich kleine Gesten der Vertrautheit ein, die für warme Gefühle sorgen. Auch die Szenen zwischen Olivia Wilde („In Time – Deine Zeit läuft ab“) und ihrer Zufallsbekanntschaft Jake Lacy („Carol“) vermitteln ein warmes Gefühl der Nächstenliebe. Ebenso harmonisch gestaltet sich auch die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Alan Arkin („Little Miss Sunshine“) und der Kellnerin seines Stammlokals, gespielt von Amanda Seyfried („Gone“).

Die Stimmung driftet zwischenzeitlich in melancholische Tiefen ab, wenn Marisa Tomei („Wie schreibt man Liebe“) an ihre nicht allzu glückliche Kindheit denkt. Doch diese pessimistischen Momente scheinen notwendig, um das Happy End einzuläuten. Im großen und ganzen orientiert sich „Alle Jahre wieder – Weihnachten mit den Coopers“ an den Weihnachtsfilmen der vergangenen Jahre. Wenn die Familie zum Fest aufeinandertrifft, kommt es unmittelbar zu Auseinandersetzungen, die im Laufe der Feiertage beigelegt werden. Demnach liefert der Film keine neuen Einsichten oder hebt sich mit großartigem Esprit von anderen Werken ab. Doch Nelson gelingt es dennoch, einen besinnlichen Film auf die Leinwand zu zaubern, der die Zuschauer in Festtagsstimmung versetzt.


Fazit:
„Alle Jahre wieder – Weihnachten mit den Cooper“ ist ein stimmungsvoller Festtagsfilm, der ohne große Höhepunkte, aber auch ohne übertriebene Katastrophen auskommt. Familie Cooper unterhält auf gleichbleibendem Niveau und zeigt, worauf es zu Weihnachten wirklich ankommt: Den Zusammenhalt der Familie.
by

Bilder © StudioCanal