The Purge: Election Year - DVD

DVD Start: 19.01.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 104 min

The Purge: Election Year DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Zwölf Stunden absolute Gesetzlosigkeit. Alle Verbrechen, inklusive Mord, sind in der alljährlichen PURGE-Nacht erlaubt. Amerika ist erneut im Ausnahmezustand: In THE PURGE: ELECTION YEAR wird der knallharte Überlebenskampf zu einem Phänomen, das inzwischen auch mordlustige Touristen aus aller Welt anzieht. Gleichzeitig plädiert eine aufstrebende Senatorin für die Abschaffung der alljährlichen Säuberung, die sich vor allem gegen die Armen und Unschuldigen richtet, und gerät damit ins Visier der hochrangigen Eliten.

Zwei Jahre sind vergangen, seitdem Leo Barnes (Frank Grillo) sich während der PURGE-Nacht im letzten Moment dagegen entschied, an dem Mann Rache zu üben, der Schuld am Tod seiner Tochter hatte.
Es ist Wahljahr und mittlerweile arbeitet er als Sicherheitschef der Senatorin Charlie Roan (Elizabeth Mitchell). Mitten in ihrer Präsidentschaftskampagne steht die alljährliche PURGE-Nacht bevor, die ihre politischen Gegner natürlich nicht ungenutzt lassen wollen. Nach einem hinterhältigen Verrat ist die bedingungslose Jagd auf die Senatorin eröffnet und Leo hat alle Hände voll zu tun, die Senatorin aus der Schusslinie zu bringen und die Nacht zu überleben …

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Dolby Digital 5.1 (D, GB, F, I, E,)
Untertitel:
D, GB (SHD), E, F, TR, I, DA, NL, FIN, N, S, IS, HI, P, AR
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Unveröffentlichte Szenen
Ein Blick in THE PURGE
Im Spotlight: LEO


DVD und Blu-ray | The Purge: Election Year

DVD
The Purge: Election Year The Purge: Election Year
DVD Start:
19.01.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 104 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Purge: Election Year The Purge: Election Year
Blu-ray Start:
19.01.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 109 min.

DVD Kritik - The Purge: Election Year

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Schmutziger Wahlkampf
Die Grundidee, welcher den mittlerweile drei Filmen von „The Purge“ zu Grunde liegt, ist schlicht wie genial. Im Amerika der Zukunft gibt es eine Nacht in der alle Verbrechen erlaubt sind und die Rettungskräfte nicht ausrücken. Es ist konzipiert als ein heilender Effekt in der alle negativen Gefühle ohne Angst vor Bestrafung ausgelebt werden können. The Purge: Election Year SzenenbildFolglich ist jede Nacht des sogenannten Purging ein einziges Gemetzel. So das überzeugende Konzept. Nur gibt das kaum Storys her. Schon der erste Teil rutschte in seiner zweiten Hälfte in einen typischen Home Invasion Thriller ab und das Konzept rückte dann zunehmend in den Hintergrund. Im mittlerweile dritten Teil „The Purge: Election Year“ geht es aber nun mehr um das eigentliche Konzept. Vordergründig ist der Film ein reiner Actionfilm dessen Story relativ dürftig erscheint.

Eine Senatorin, welche die Purge-Nacht abschaffen möchte, hat gute Chancen die Wahl zur Präsidentschaft zu gewinnen. Das wollen ihre Gegner nicht zulassen und nutzen die Purge-Nacht dazu ihr ein Killerkommando auf den Hals zu hetzen. Fortan müssen die Senatorin und ihr Bodyguard irgendwie die Nacht überstehen und finden neue Verbündete und Gegner. Die Story verspricht an sich nicht viel an Substanz, sondern ein atemloses Verfolgen und Kämpfen. Was auch vorkommt und der Film ist durchaus spannend, actionreich und teilweise auch brutal. Doch zudem ist er eine deutliche Allegorie auf die US-Gesellschaft was äußerst erschreckend ist. Der Film ist voller düsterer Subtexte und man weiß nicht ob man das als Satire nehmen soll oder nur als Überspitzung von aktuell schon vorhandenen Zuständen in der US-amerikanischen Gesellschaft. So ist es bekannt, dass weltweit die Kluft zwischen der Unterschicht und der Oberschickt immer größer wird und der Mittelstand langsam am Verschwinden ist. Der Klassenkonflikt ist im Film mittlerweile zu einem Klassenkrieg ausgeweitet worden und die Reichen nutzen das Purging um etwa Obdachlose, Junkies und arme Leute zu töten. Zudem spielt hier die religiöse Rechte eine große Rolle und dürfte manche Protagonisten der aktuell starken Bewegung widerspiegeln. Sie sind völlig korrumpiert und nutzen den Glauben nur als Deckmantel für ihre politischen und hauptsächlich wirtschaftlichen Interessen. Aber natürlich spielt hier der Wahlkampf eine große Rolle. Alle schmutzigen Tricks sind erlaubt und die Unflätigkeit eines der Schurken erinnert sehr an den aktuell neuen Präsidenten. So kann man es durchaus als eine Satire auf Trump und das Wahlsystem sehen. All diese Aspekte und die Spannung sowie die gut inszenierte Old-School-Action machen den Film sowohl unterhaltend als auch intellektuell anregend. Zudem sind die meisten Figuren aus der Heldenecke recht sympathisch, so dass man wirklich um sie fürchtet. The Purge: Election Year SzenenbildAber leider agieren einige Darsteller, vor allem aus der Ecke der Schurken, derart überzogen was nicht nur nervt, sondern sie auch der Lächerlichkeit preisgibt. Beängstigender werden sie dadurch nicht. Aber insgesamt ist der Film eine sehr bissige und blutige Satire wenn behauptet wird, dass Gewalt zum Kern Amerikas gehört und es ein Grundrecht sei physische Gewalt auszuleben. Das ist herber Tobak und da hätte man gerne den hier nur kurz angesprochenen Gewalttourismus ausgebreitet gesehen, wenn extra Touristen zu der Purge-Nacht nach Amerika reisen, um Menschen zu töten. Amerika, das Land der ungeahnten Unmöglichkeiten.

Sowohl der Ton als auch das Bild sind sehr gut. Als Extras gibt es entfallene Szenen sowie ein Making Of welches zwar einen starken Werbecharakter hat aber auch interessante Aspekte enthält. Zudem gibt es einen Blick in den Charakter der auch schon im zweiten Teil aufgetreten ist und ebenso ein sehr lobhudelndes Portrait dessen Darstellers Frank Grillo ist.


Fazit:
Eine bissige und blutige Satire einerseits und eine Allegorie auf das heutige Amerika andererseits. Man kann sich sowohl unterhalten fühlen als auch intellektuell angeregt, was bei Actionfilmen durchaus eine Seltenheit ist.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures