The Crew - DVD

DVD Start: 21.01.2010
FSK: ab 18 - Laufzeit: 102 min

The Crew DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Ged, ein Gangster der alten Schule, ist Bandenchef einer Liverpooler Gang, die sich auf Raubüberfälle spezialisiert hat. Sein kaltschnäuziger Bruder Ratter hingegen will auf das bei weitem lukrativere Drogengeschäft umsatteln und ist genervt von Geds no-drugs-Ethos. Als einer der mächtigsten Gangsterbosse Liverpools tot aufgefunden wird, entbrennt nicht nur zwischen den Brüdern, sondern auch zwischen den rivalisierenden Gangs Liverpools ein unbarmherziger Kampf um das Gebiet des toten Bosses.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (Stereo DD)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of

Hinter den Kulissen

Geschnittene und erweiterte Szenen

Audiokommentar

Fotogalerie

Wendecover

DVD und Blu-ray | The Crew

DVD
The Crew The Crew
DVD Start:
21.01.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 102 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Crew The Crew
Blu-ray Start:
21.01.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 102 min.

DVD Kritik - The Crew

Zum Film:
In seiner Kaltschnäuzigkeit und seinen skurrilen Charakterzeichnungen ähnelt THE CREW den ironischen Gangster-Krimis von Guy Ritchie, fährt allerdings eine realistischere und härtere Gangart. Im Grunde kreist die simple Geschichte um hinlänglich bekannte Werte und moralische Konflikte, wie man sie bereits aus unzähligen Genrefilmen kennt. Das der zweite Spielfilm von Adrian Vitoria trotz fehlender Innovationen dennoch als sehenswert bezeichnet werden darf, verdankt er vor allem seinen durchweg starken Darstellern. Allen voran der schreiend komische Rory McCann als spleeniger Schläger mit Hang zu abartigen Sex-Praktiken, lediglich Hauptdarsteller Scot Williams fällt im Vergleich dazu ein wenig ab. Vitoria klammert sich offensichtlich an den Mythos des guten Gangsters und stellt einen Generationskonflikt in den Mittelpunkt der Geschehnisse, die mit dem Mord an einem Liverpooler Gangsterboss ihren Anfang nimmt, der eine Gewaltspirale entfesselt. Dementsprechend schonungslos und brutal ist der in unterkühlten Farben fotografierte Film in einigen Szenen, verfällt aber glücklicherweise nicht der Lust an stumpfer Gewaltdarstellung. Leider fehlt es dem psychologischen Unterbau der Figuren merklich an Tiefe, was gerade die weiblichen Charaktere zu Stichwortgebern degradiert. Nebenbei wiederholt THE CREW die üblichen frauenfeindlichen Muster des Gangsterfilms und ist im Gegensatz dazu sehr homoerotisch aufgeladen.

Tempo- und actionreich versteht es Vitoria, der den Film zügig und straff inszeniert hat, den Zuschauer mit einer eher unspektakulären Story hundert Minuten bestens zu unterhalten. Zum Schluss verlässt er sich ein wenig zu sehr auf die Pointe, die definitiv nicht clever genug ist um den Film zu tragen, dramaturgisch aber alle Fäden zusammenführt. Das das Ganze unzweifelhaft eher unglaubwürdig und zu glatt konstruiert ist, lässt sich angesichts der sauberen Machart verkraften. Für alle, die mehr als einen harten britischen Gangsterfilm erwarten, bleibt der mit reichlich Vorschusslorbeeren bedachte THE CREW unterm Strich aber eine mittelschwere Enttäuschung. Ganz einfach deswegen, weil sich weder Plot noch Stil wesentlich vom Gros der artverwandten Filme abgrenzen und auch keine emotionale Einbindung des Zuschauers stattfindet. Letzteres hat nicht nur die sterile Ästhetik des Films zu verantworten – auch das eher schale Drehbuch zeigt sich nicht interessiert, Identifikationsmöglichkeiten anzubieten. Die moralisch ambivalente Unterwelt, welche ausschließlich von kargen Schauplätzen und schmucklosen Pubs repräsentiert wird, bleibt dem Publikum also fremd und auch herzlich egal.

Freunde knallharter und reißerischer Gangster-Streifen britischer Prägung werden aber ungeachtet aller Kritikpunkte auf ihre Kosten kommen. THE CREW ist formell grundsolide, in den Action-Szenen dynamisch und dennoch übersichtlich geschnitten und vor allem mit größtenteils charismatischen und ausdrucksstarken Darstellern besetzt.

Zur DVD:
Die Kinowelt-DVD kann getrost als rundum gelungen bezeichnet werden. Die kalte Optik des Films wird durch einen scharfen Transfer optimal wiedergegeben und auch der druckvolle Sound überzeugt ebenso in den Action-Sequenzen wie auch in der perfekten Abmischung in den dialogreichen Passagen. Herzstück des Bonusmaterials ist der ausgelassen vorgetragene aber dennoch informative Audiokommentar von Regisseur Vitoria und den beiden Hauptdarstellern Scott Williams und Kenny Doughty. Wer sich nicht für dieses beliebte Extra begeistern kann, dem bleibt immerhin noch ein halbstündiges Making Of, das einen detaillierten Blick auf den Dreh wirft und mit aufschlussreichen Interview-Schnipseln verfeiniert wird. Weiterhin finden sich zwei Musikvideos auf der DVD: Das überaus schöne „We are the People“ von Feeder orientiert sich mit scharz-weißem Look am sozialkritischen Stil des New British Cinema. Im Vergleich zu diesem Beitrag wirkt „Ecstasy“ von zZz eher langweilig und unspektakulär. Neben dem deutschen und englischen Trailer finden sich abschließend geschnittene bzw. erweiterte Szenen (19 Minuten), die sich allerdings nicht einzeln anwählen lassen.

by Marco Siedelmann
Bilder © Kinowelt Home Entertainment