96 Hours - Taken 2 - DVD

DVD Start: 15.03.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 88 min

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Inhalt

Eineinhalb Jahre ist es her, dass der pensionierte CIA-Agent Bryan Mills (Liam Neeson) seine Tochter Kim (Maggie Grace) aus den Fängen brutaler albanischer Mädchenhändler gerettet hat. Inzwischen lebt er zurückgezogen als Leibwächter eines Scheichs in Istanbul. Als ihn seine Frau Lenore (Famke Janssen) und Kim in der Weltmetropole besuchen, wird das Familienidyll erneut schlagartig zerstört: Mills und Lenore werden gekidnappt. Der Vater eines damals von Mills ermordeten Albaners sinnt auf Rache. Doch er hat sich mit dem falschen Gegner angelegt. Mit Hilfe seiner ganz besonderen Fähigkeiten setzt Mills alles daran, sich und seine Frau aus der Gewalt ihrer Peiniger zu befreien. Dabei ist er dieses Mal auch auf die Hilfe einer ganz bestimmten Person angewiesen – Kim, die nun in die Fußstapfen ihres Vaters treten muss...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Deleted Scenes, Featurette, Outtakes, Video Clip, Picture-in-Picture Mode

Video on demand - 96 Hours 2 - Taken 2

DVD und Blu-ray | 96 Hours - Taken 2

DVD
96 Hours - Taken 2 96 Hours - Taken 2
DVD Start:
15.03.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
96 Hours - Taken 2 96 Hours - Taken 2
Blu-ray Start:
15.03.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

DVD Kritik - 96 Hours - Taken 2

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Alternder Held - Man konnte als Zuschauer dem Film schon ganz zu Beginn etwas skeptisch gegenüberstehen. „96 Stunden“ war ein geradliniger Actionreißer, der zwar eine dünne Story hatte aber mit seiner Energie, der Action und dem hervorragenden Liam Neeson überzeugen konnte. Aber eine Fortsetzung? Na ja, wie soll die denn aussehen? Wird die Tochter etwa schon wieder entführt? Wird das alles zu einer bloßen Kopie des ersten Teils? Fragen, die sich auch Liam Neeson und der Regisseur Olivier Megaton selber stellten. Alle, also Zuschauer wie auch die Macher, hatten keine Lust auf eine reine Kopie und auch wenn der Film selber inhaltlich nicht gerade innovativ ist, so besitzt er doch auf der Handlungsebene eine logische Konsequenz zu dem ersten Teil, was nicht nur die Macher zu ihrer Teilnahme überzeugte, sondern auch den Zuschauer fesselt. Die Entführung und die Rettung der Tochter hat bei der Familie Spuren hinterlassen. Die geschiedene Frau vom Helden Mills macht gerade eine Trennung durch und ist extrem verunsichert, während ihr Ex-Mann immer stärker werdende Besitz- und Schutzansprüche an seine Tochter stellt. Die will im Gegensatz immer mehr Freiheit haben und ihr Leben genießen, da sie gemerkt hat, wie schnell es vorbei sein kann und den üblen Geschmack der Gefangenschaft verspürt hatte. Dass die psychischen Folgen nicht verschwiegen werden, gehört zu den Stärken von „96 Stunden 2“, wozu auch die Panikattacke der Tochter gehört, als es wieder gefährlich für sie wird. Nun werden die Eltern entführt, denn die Familien derjenigen, welche im ersten Teil getötet worden waren, wollen Rache. Nun wächst aber zum Glück nicht die Tochter über sich hinaus und wird zur Amazone, was nicht glaubhaft geworden wäre. Stattdessen muss sie ihrem Vater helfen, ihre Mutter zu retten. Dabei befolgt sie immer nur die Anweisungen (zunächst telefonisch) und der Film verlässt glücklicherweise nie den Bereich des Realistischen. Neben dem hohen Tempo, der erstaunlich dichten Psychologie und dem exotischen Setting, sind natürlich die Actionszenen hervorzuheben, die konsequent realistisch sind. Sehr realistisch. Eine Voraussetzung für die Zusage von Liam Neeson als Hauptdarsteller war nämlich, dass das Alter des Darstellers und damit des Helden in der Filmhandlung berücksichtigt wird. Und das verleiht dem ganzen das gewisse Etwas. Er muss mehrfach zuschlagen, um den Gegner auszuknocken und hält nur noch schwer durch. Gerade gegen Ende merkt man die Müdigkeit des Helden, indem er einen ewigen Kreislauf der Gewalt beenden will. In dieser Szene merkt man die ganze schauspielerische Kunst von Liam Neeson, indem er die ganze physische und psychische Erschöpfung ohne jede Übertreibung darbietet. Und die anschließende Enttäuschung. Allein schon das der Kreislauf der Gewalt, Gewalt erzeugt Rache, welche wieder Gegenrache, etc. erzeugt, hier thematisiert wird, hebt den Film etwas über das Gros hinaus. Trotz aller Stärken, welche ihn überdurchschnittlich macht, merkt man dem Film aber auch an, das er weniger Wut in sich trägt als der erste Film. Das geht mit einem gewissen Energieverlust einher, was ihn routiniert erscheinen lässt. Dennoch ist „96 Stunden 2“ ein sehr gelungener Actionthriller.

Das Bild und der Ton sind sehr gut und auch die Extras sind gelungen. Das Making Of ist mal nicht das ewig ständige Eigenlob, sondern bietet Einblicke in die Entstehung der Actionszenen. Dann gibt es noch entfernte Szenen, Pannen und ein überflüssiges kleines Extra über den Inhalt des Koffers des Helden. Aber die Interviews mit Liam Neeson und dem Regisseur sind wieder gelungen. Abgerundet wird das mit Trailern, einer Bildergalerie und Plakatmotiven.

Glücklicherweise ist der Film keine bloße Kopie des ersten Teils, sondern berücksichtigt auch die psychischen Konsequenzen der vorhergehenden Geschehnisse. Das macht ihn psychologisch äußerst dicht und die Actionszenen sind realistisch und spannend. Weniger energetisch als der Vorgänger, ist der Film dennoch sehr gelungen.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film