Suicide Tourist - DVD

DVD Start: 11.12.2020
FSK: ab 12 - Laufzeit: 87 min

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Inhalt

Versicherungsmakler Max (Nikolaj Coster-Waldau) erhält einen überraschenden Anruf seiner früheren Kundin Alice (Sonja Richter), die den Tod ihres Mannes Arthur aufdecken möchte, um endlich seine Lebensversicherung in Anspruch nehmen zu können. Bei seiner Recherche stößt Max auf das mysteriöse „Aurora“ Hotel, mit dem Arthur anscheinend Kontakt hatte. Ein Hotel, das sich auf geplante und betreute Suizide spezialisiert hat. Max, der mitten in einer Existenzkrise steckt, beginnt seine eigene Wahrnehmung der Wirklichkeit in Frage zu stellen. Ist der Tod der einzige Weg raus aus dem Hotel?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: LEONINE / DCM
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Dänisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer

Video on demand - Suicide Tourist

DVD und Blu-ray | Suicide Tourist

DVD
Suicide Tourist Suicide Tourist
DVD Start:
11.12.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 87 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Suicide Tourist Suicide Tourist
Blu-ray Start:
11.12.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 89 min.

DVD Kritik - Suicide Tourist

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 8/10


Max (Nikolaj Coster-Waldau) hat einen Gehirntumor und wird sterben. Seiner Frau Lærke (Tuva Novotny) möchte er davon nichts erzählen. Er plant sich selbst umzubringen, doch scheitert daran zweimal. Er bekommt aber den Tipp, dass das Berghotel Aurora aktive Sterbehilfe anbietet und begibt sich dahin.

Max (Nikolaj Coster-Waldau)
Max (Nikolaj Coster-Waldau) © DCM
„Suicide Tourist – Es gibt kein Entkommen“ ist ein wahrhaftig irreführender Titel für dieses tragische Drama. Es geht um kein Entkommen, sondern um die bewusste Entscheidung des Selbstmords in einem Berghotel namens Aurora. Natürlich gibt es im übertragenen Sinne kein Entkommen, nichtsdestotrotz wird eine völlig falsche Richtung suggeriert. Das Drama erzählt in einer nicht-chronologischen Reihenfolge den Leidensweg von Max, welcher einen wachsenden Gehirntumor hat. Direkt zu Beginn des Films sieht man seine aufgenommene Abschiedsbotschaft. Er hat nicht den Mut seine Frau von der Diagnose zu berichten. Eigen geplante Suizidversuche sind bisher nicht geglückt und durch Zufall erfährt er von dem Berghotel, welches die aktive Sterbehilfe anbietet, auch wenn sich die Klienten noch in einem vollkommen uneingeschränkten Zustand befinden.

Das Drama schafft es nicht nur durch seine Erzählweise und Thematik eine sonderbare Atmosphäre aufzubauen, sondern auch durch allgemeine Stimmung. Der Film ist unfassbar kalt. Über den Tod wird mit einer denkbar unpassenden Apathie gesprochen, sodass sich die Thematik fast schon normal anfühlt. Zum einen kommt das dadurch, dass der Protagonist durch seinen Job bei einer Lebensversicherung mit der Thematik tagtäglich konfrontiert wird und da der Film zum anderen niemals von Max Seite weicht. Es gibt keine Szene ohne hin, sodass die Zuschauer nur eine Identifikationsfigur haben.

ax (Nikolaj Coster-Waldau) & Laerke (Tuva Novotny) im Restaurant
ax (Nikolaj Coster-Waldau) & Laerke (Tuva Novotny) im Restaurant © DCM
Generell weiß der Film, mit was für einem schwierigen Thema er hantiert, gibt aber keine moralische Antwort. Das inhaltliche Ende ist zwar konsequent, doch die moralische Frage wird nicht beantwortet. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Jeder Zuschauer kann sich seinen eigenen Leitfaden bilden, wird aber durch den Film nicht bestätigt oder verunsichert.

Der Film hat zwar nur eine Laufzeit von 90 Minuten, doch fordert jeden Zuschauer heraus. Es lässt sich zwar recht schnell herausfinden, in welche Richtung sich der Film entwickelt, doch die Erzählweise ist trotz seiner nicht vorhandenen Chronologie sehr kalt. Man könnte fast schon meinen, dass der Regisseur Jonas Alexander Arnby („When Animals Dream“) die kalte Stimmung des Films auch durch einige Längen verstärken möchte.

Nikolaj Coster-Waldau in Suicide Tourist
Nikolaj Coster-Waldau in Suicide Tourist © DCM
Bild:
Die Qualität einer DVD ist natürlich sehr streitbar, vor allem bei großen Endgeräten. Der Film hat ein konsequentes Rauschen und die Schwarzwerte sind miserabel. Nichtsdestotrotz gibt es keine massiven Bildstörungen.

Ton:
Die DVD wurde auf Dolby Digital 5.1 abgemischt und ist komplett fehlerfrei. Es gibt keine nennenswerten Höhepunkte, das passt aber generell zu der Stimmung des Films.

Extras:
Auf der DVD befinden sich nur Trailer


Fazit:
„Suicide Tourist – Es gibt kein Entkommen“ beinhaltet eine tieftragische Thematik, die sich schon relativ schnell zeigt. Die komplette Atmosphäre des Films ist bedrückend kalt, was durch die nicht-lineare Erzählweise unterstützt wird. Jeder Zuschauer sollte sich aber darauf einstellen, dass der Film sehr langsam erzählt ist und die Thematik nicht für jeden geeignet ist.


by René Fischell
Bilder © LEONINE / DCM




Suicide Tourist - Trailer