The Gentlemen - Blu-ray

Blu-ray Start: 10.07.2020
Digital VoD: 26.06.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 113 min

The Gentlemen Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Smart, knallhart und mit genialem Gespür fürs Geschäft hat sich der Exil-Amerikaner Mickey Pearson (Matthew McConaughey) über die Jahre ein millionenschweres Marihuana-Imperium in London aufgebaut und exportiert feinsten Stoff nach ganz Europa. Doch Mickey will aussteigen, endlich mehr Zeit mit seiner Frau Rosalind (Michelle Dockery) verbringen und auf legalem Weg das Leben in Londons höchsten Kreisen genießen. Ein Käufer für die landesweit verteilten – und dank des chronisch geldknappen Landadels gut versteckten – Hanf-Plantagen muss her. Auftritt: Matthew Berger (Jeremy Strong). Der exzentrische Milliardär bietet eine hohe Summe, will jedoch Garantien sehen. Und das ausgerechnet in dem Moment, in dem sämtliche Groß- und Kleinkriminellen der Stadt Wind von Mickeys Plänen bekommen haben – von Triaden-Boss Lord George (Tom Wu) über den durchgeknallten Emporkömmling Dry Eye (Henry Golding) bis hin zum schmierigen Privatdetektiv Fletcher (Hugh Grant). Während Mickeys rechte Hand Ray (Charlie Hunnam) seinem Boss den gröbsten Ärger vom Hals hält, überbieten sich alle Beteiligten mit Tricks, Bestechung, Erpressung und anderen fiesen Täuschungen und lösen eine folgenschwere Lawine aus…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
4 Featurettes: Glossary of Cannabis, Best Gentlemen Quips, Behind the Scenes, What is a Guy Ritchie Film?

Video on demand - The Gentlemen

DVD und Blu-ray | The Gentlemen

Blu-ray
The Gentlemen The Gentlemen
Blu-ray Start:
10.07.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 113 min.

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Blu-ray Kritik - The Gentlemen

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Guy Ritchie ist zurück! Nachdem sich der britische Starregisseur zuletzt mit den viel kritisierten „King Arthur: Legend of the Sword“ und „Aladdin“ im Fantasy-Genre probierte, kehrt er nun mit „The Gentlemen“ zu seinen filmischen Wurzeln zurück, die bei britischen Gangster-Komödien liegen. Mit offensichtlich viel Freude inszeniert er in seinem neusten Werk den Aufstieg und Fall eines fiktiven internationalen Cannabis-Imperiums und dessen Anführer Mickey Pearson (Matthew McConaughey), dem kurz vor seinem Ruhestand eine reibungslose Machtübergabe einfach nicht gelingen will. Intrigen, Verrat und Machtkämpfe gipfeln in zwei Stunden Laufzeit voller Gewalt, cooler Sprüche, vielschichter Figuren und natürlich stets bestens gekleideten Berufsverbrechern.

Matthew McConaughey als Londons größter Drogenboss Mickey Pearson.
Matthew McConaughey als Londons größter Drogenboss Mickey Pearson. © LEONINE
„The Gentlemen“ glänzt zwar mit seinen interessant geschriebenen Charakteren und Dialogen, schwächelt dafür aber bei der Abgeschlossenheit. Es wirkt, als habe Ritchie so viel Spaß daran gefunden, seinen Figuren bei der Arbeit zuzusehen, dass er selbst gar nicht so genau wusste, wo und wie der Film enden sollte. Vergehen die ersten beiden Drittel des Films noch wie im Flug, ohne dabei an Spannung, Witz und Interesse zu verlieren, fühlt sich das finale Drittel doch sehr überhastet und gezwungen an. Zu konstruiert wirken die dort zu Hauf auftretenden Plot Twists, zu irrational handeln die Figuren. In jeder Szene des Showdowns wird eine neue Intrige bekannt, was der Glaubwürdigkeit der Story, die diese in den ersten knapp eineinhalb Stunden so gezielt anstrebte, unglaublich zusetzt.

Es ist Ritchie allerdings zu Gute zu halten, dass das etwas zu komplexe Ende das einzige große Manko des Films ist. Wenn man davon absieht, bekommt man hier eine unterhaltsame Crime-Story, die mit genauso viel Humor wie Charme, als auch mit gezielt eingesetzter und clever verwendeter Gewalt überzeugen kann. Es macht wahnsinnig viel Spaß, der Crew von und um Mickey Pearson bei der Aufrechterhaltung ihres Imperiums und ihrer Ehre zuzusehen. Dank des schnellen Schnitts kommt nicht für eine Sekunde Langweile beim Zuschauer auf, dessen Puls möglichst hochgehalten werden soll. So schwebt über so ziemlich jeder Szene eine gewisse Bedrohung, die nur darauf wartet, jeden Augenblick in tatsächliche (psychische oder physische) Gewalt auszubrechen.

Charlie Hunnam in THE GENTLEMEN
Charlie Hunnam in THE GENTLEMEN © LEONINE
Verantwortlich für diese stetige Intensität sind die wirklich hervorragenden Schauspieler, die alle wie die Faust aufs Auge perfekt zu ihren Rollen passen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Ritchie beim Verfassen des Drehbuchs bereits die zugehörigen Schauspieler zu seinen Figuren im Kopf hatte. Allen voran glänzt Matthew McConaughey als Hauptfigur und Drogenbaron Pearson. Der Amerikaner bekommt zwar weniger Screentime als vielleicht erwartet, schafft es in diesen Szenen aber, vollends zu überzeugen, sodass wir ihm die Rolle des machthungrigen, aber auch mitfühlenden Untergrund-Gangsters sofort abkaufen. Als seine loyale rechte Hand überzeugt Charlie Hunnam, der hier möglicherweise seine bisher beste Kino-Performance bietet. Trotz seiner augenscheinlichen Ruhe und Gelassenheit versprüht er durchgehend eine Bedrohlichkeit wie kein anderes Cast-Mitglied. Zu erwähnen gelten ebenfalls Hugh Grant und Colin Farrell, die ihre Rollen mit einer herrlichen Übertreibung spielen, dass sie ihren Schauspiel-Kollegen in so ziemlich jeder Szene die Show stielen. Von Charakterdarsteller Farrell ist man solche Performances ja mittlerweile schon gewohnt, doch für Grant dürfte es die erste Rolle in dieser Richtung sein. Umso besser, dass er gleich bei seiner Premiere so überzeugen konnte.

 Rosalind Pearson (Michelle Dockery) ist Besitzerin einer Oldtimer-Werkstatt.
Rosalind Pearson (Michelle Dockery) ist Besitzerin einer Oldtimer-Werkstatt. © LEONINE
Bild:
Newcomer Alan Stewart fängt detailverliebt die Stimmung des Films gut ein, ohne die Aufmerksamkeit auf die Kameraarbeit zu ziehen und legt damit den Grundstein für eine potentiell große Karriere. Es fällt ihm allerdings schwer, an einigen Stellen des Films die Emotionen der Figuren zu verdeutlichen.

Ton:
Sowohl der Tonschnitt als auch der Tonmix bleibt auf einem soliden, guten Level, ohne aber mit großen Herausforderungen kämpfen zu müssen. Bei diesem dialoglastigen Film besteht einfach nicht die Notwendigkeit, dem Zuschauer eine außergewöhnliche Geräuschkulisse zu bieten. Dazu bleibt die Musik von Christopher Benstead durchgehend angenehm unauffällig, ohne mit einem unnötig dramatischen Theme den Bogen zu überspannen. Das heißt aber nicht, dass es in aufregenden Momenten nicht doch durchaus laut werden kann. Zusammengefasst passt der Ton zu der filmischen Tonalität, die „The Gentlemen“ bietet.

Extras:
Ohne Must-See-Clips verbleibt das Bonusmaterial solide mit einigen Behind the Scenes- Ausschnitten und Interviews von Cast und Crew zu der bisherigen Filmographie Ritchie´s. Höchstens für eingefleischte Fans wirklich sehenswert.


Fazit:
The Gentlemen“ bietet neben tollen Figuren und deren Darstellern, einzigartige Dialoge im „Ritchie-Style“, die zwar cool, aber trotzdem nie einfach komödiantisch daherkommen. Guy Ritchie war bewusst, dass das Thema des Films nicht lustig oder komisch, sondern eher traurig und auch brutal ist. Leider verliert sich der Film jedoch gegen Ende in seiner eigenen Komplexität. Zu viele Täuschungen, Tricks und Plot Twists werden dem Zuschauer im letzten Akt zugemutet, sodass der Film ab einem gewissen Zeitpunkt etwas zu konstruiert wirkt. Nichtsdestotrotz ist „The Gentlemen“ allemal sehenswert und gerade für Fans von stilechten Gangster-oder Guy Ritchie-Filmen eine große Empfehlung. Das hohe Unterhaltungslevel des Films garantiert einen spaßigen, lohnenswerten Filmabend.


by Tavius Audersch
Bilder © Concorde Home Entertainment




The Gentlemen - Trailer