Black Panther (4K Ultra HD) - Blu-ray

Blu-ray Start: 19.07.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 134 min

Black Panther (4K Ultra HD) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Im Anschluss an den dramatischen Konflikt zwischen den Mitgliedern der Avengers kehrt T’Challa alias Black Panther in seine Heimat Wakanda zurück. Nach dem Tod seines Vaters muss der Thronfolger seinen rechtmäßigen Platz als König des isolierten, doch technisch weit fortgeschrittenen afrikanischen Staates einnehmen. Doch als sich ein alter Feind des Landes aufs Neue erhebt, werden nicht nur die Kräfte des legendären Helden BLACK PANTHER auf die Probe gestellt, sondern auch die Fähigkeiten T’Challas sein Volk durch diese Krise hindurch zu führen. Sollte er dem Kampf nicht gewachsen sein, steht nicht nur das Schicksal Wakandas, sondern das der ganzen Welt auf dem Spiel.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch: Dolby Digital plus 7.1
Englisch: DTS-HD HR 7.1
Englisch: Dolby Atmos 7.1.4
Französisch: Dolby Digital plus 7.1
Untertitel:
Deutsch, Französisch, Niederländisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, und Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 2160p 4K HDR
16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Pannen vom Dreh
Zusätzliche Szenen
Audiokommentar
Featurettes

DVD und Blu-ray | Black Panther (4K Ultra HD)

Blu-ray
Black Panther Black Panther
Blu-ray Start:
19.07.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 134 min.
Black Panther (3D Steelbook) Black Panther (3D Steelbook)
Blu-ray Start:
19.07.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 134 min.
Black Panther (4K Ultra HD) Black Panther (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
19.07.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 134 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Black Panther Black Panther
DVD Start:
19.07.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 129 min.

Blu-ray Kritik - Black Panther (4K Ultra HD)

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 5/10


Nach WONDER WOMAN als insgeheimer Pilotfilm eines scheinbar neuen Trends der anders konzipierten Filme innerhalb des Superhelden-Genres sieht sich jetzt auch Marvel am Zuge und spricht nach der modernen und starken Frau aus dem DC-Universum nun wohlhabende und fortschrittliche Afrikaner an, was in beiden Fällen leider noch immer einen starken Kontrast zu den verbreiteten Stereotypen unserer Filmlandschaft bildet – und leider einen noch stärkeren zur wahren Welt. Das Dritte Welt-Afrika ist arm und verkommt von Tag zu Tag mehr – doch nicht in BLACK PANTHER.

BLACK PANTHER erschien am 15.02.2018 in den deutschen und einen Tag später in den amerikanischen Kinos. Der achtzehnte Film des MCU ist der kommerziell erfolgreichste Superhelden-Film aller Zeiten und der insgesamt ertragsreichste Streifen der letzten 365 Tage in den USA. BLACK PANTHER geht 135 Minuten und ist ab zwölf Jahren freigegeben.

Black Panther/T'Challa (Chadwick Boseman)
Black Panther/T'Challa (Chadwick Boseman) © Marvel Studios
Während eines anfänglichen Blackscreens erzählt Ryan Coogler (Creed – Rocky’s Legacy) die Vorgeschichte zur Organisation des fiktiven Staates Wakanda (Position bei Westäthiopien) und die innerliche Ordnung und Stammesverknüpfung. Zusammen mit der wenig später gezeigten westlichen und asiatischen Welt, die stetig miteinander verwoben sind, bildet es das Hauptsetting des Films. Schon anhand Wakandas ist schnell festzustellen, welches Bild BLACK PANTHER vermitteln möchte: Wakanda ist voll von hochfuturistischer Technologie und innovativer Architektur – und das inmitten von Bergen, Wäldern und Natur, deren Aufnahmen zwar zu wenig Platz finden, optisch in Einstellungen, in denen beide Seiten zu sehen oder nicht separiert miteinander kombiniert sind (vgl. Laborszenen), aber einen schwungvollen und bekömmlichen Kontrast bieten. Nach der Realwelt, in der König T’Chaka (John Kani; THE FIRST AVENGER: CIVIL WAR) im Gebäude der Vereinten Nationen getötet wird, folgt sodann der Sprung nach Wakanda, um dort die Krönung seines Sohnes T’Challa und damit des neuen Black Panther (Chadwick Boseman; 42 – DIE WAHRE GESCHICHTE EINER SPORTLEGENDE) zu zeigen, die relativ unspektakulär inszeniert wird. Dies spricht aber durchaus für den Film, denn BLACK PANTHER überrascht auf den ersten Blick durch eine Konzeption, die leicht von der marveltypisch heroisch-epischen Ideologie abweicht. Effekthascherische Szenen, eine Handlung nach dem Konzept der Heldenreise, überladene Bilder und flache, aber überemotionalisierte Dialoge kommen selbstverständlich trotzdem nie zu kurz, aber sind etwas ertragbarer geraten als in einigen anderen Werken des MCU. Der wie gewohnt überdimensionale Cast (Statisten ausgenommen, die gerade bei den Stammeszugehörigen für das äußere Erscheinungsbild und seine Wirkung in dieser Anzahl durchaus notwendig sind) wird natürlich vorwiegend durch schwarze Schauspieler gestellt. Der Cast weist außerdem eine ausgewogene Mischung zwischen bereits bekannten als auch hierzulande eher weniger prominenten Akteuren auf. Allen voran der Hauptdarsteller von T’Challa, dessen Art des Regierens der Tradition nach darauf basiert, Wakanda vor der restlichen Welt aufgrund seines Reichtums durch das wertvolle Metall Vibranium, aus dem Captain Americas Schild gefertigt wurde, zu verstecken und passiv zu agieren, dadurch aber auch der restlichen schwarzen Welt Wohlstand und eine komplette Änderung aktueller unmenschlicher Lebensbedingungen verwehrt. In strategischen Belangen erhält T’Challa Beratung von einer Art Generalin und Anführerin einer Kampftruppe, die den König schützt, namens Okoye (Danai Gurira; THE WALKING DEAD). T’Challas Schwester Shuri (Letitia Wright, THE COMMUTER) dient als technisches Genie und rüstet ihn mit kreativen Waffen und Gadgets aus. Außerdem sorgen sie als Geschwisterpaar für die wenigen gelungenen Humoransätze innerhalb des Films. N’Jadaka oder Erik „Killmonger“ Stevens nimmt eine interessante Rolle im Film ein. Er denkt sehr revolutionär und durch ihn ist es im Zusammenspiel mit T’Challa möglich, die Grundfrage der Handlung zu formulieren: „Welchen weltweiten Einfluss soll das Vibranium haben und wer regiert Wakanda?“ Angenehm unkonventionell gestaltet sich hier die Verteilung der Standpunkte in Verhältnis zur Positionierung der Charaktere. Es ist dem Zuschauer möglich, den passiven (T’Challa) wie auch den offensiven (N’Jadaka) Standpunkt nachzuvollziehen, obwohl letzterer einem unsympathisch und negativ gezeichnetem Charakter zugesprochen wird – unüblich für Marvel. Der antagonistische Aspekt N’Jadakas produziert sich also nicht durch den generellen Standpunkt (Waffenhandel ausgenommen), sondern durch Schauspiel und charaktereigenes Handeln. Eine weitere antagonistische Rolle, die gut eingebracht wird und N’Jadakas thematisch sehr gut weiterführt, spielt Andy Serkis (DER HOBBIT – EINE UNERWARTETE REISE) als Ulysses Klaue, der als andersfarbige Feindfigur die Wahrheit hinter Wakanda kennt und sich an dessen Vibranium bereichern möchte. Zusammen mit Wright beobachtet man bei ihnen schauspielerisch die beste Leistung, während man in der Gesamtheit ein Schauspiel vorfindet, mit dem der Streifen gut zurecht kommt, das den meisten Darstellern aber nie besonders hohe Künste abverlangt, und außerdem eine selbstbewusste, kraftvolle und teils auch schlagfertige Zeichnung, die zum Plot passend den schwarzen Cast bestimmt. Ein höheres Durchschnittsalter und einen noch weiter gesteigerten Anteil an schwarzen Schauspielern hätten ihn aber sicher weitergehend aufgewertet und den Plot unterstützt.

T'Challa/Black Panther (Chadwick Boseman)
T'Challa/Black Panther (Chadwick Boseman) © Marvel Studios
Ein hervorragend gelungener Aspekt, der möglicherweise nach einer Oscarnominierung schreit, ist die künstlerisch-thematische Aufbereitung des Films. BLACK PANTHER bietet regelmäßig vortreffliche und aufwendig hergerichtete Elemente der Popkultur. So lauscht man einem Score, der sich bequem über die gesamte Laufzeit zwischen heroischen Stücken, amerikanischem RˈnˈB und afrikanischen Klängen, die mit originalen afrikanischen Trommeln wie der Sprechtrommel oder dem Tamburin erzeugt wurden, auszeichnet. Des Weiteren zeigt Coogler immer wieder Tanzeinlagen, die sich durch typisch ruckartige Bewegungen und ergänzende Ausschreie kennzeichnen. Die ansehnliche Choreographie dieser Einlagen wird leider bei jener der Kämpfe nicht fortgeführt. Diese wirken verbraucht und uninspiriert, was schade ist, da man sich hierbei an einer wahren afrikanischen Martial Arts-Form orientierte und in der filmischen Verarbeitung Potenzial liegen ließ. Kostüm und Make-Up scheuen in keiner Sekunde vor extrem aufwendiger und abwechslungsreicher Gestaltung zurück. Es scheint, als hätten die zuständigen Kostüm- und Maskenbildner für nahezu jeden Charakter ein eigenes Designkonzept entwickelt. Der Zuschauer reist durch eine kulturelle Vielfalt des visuellen Ausdrucks, auf der er bunte Farben, großen Holzschmuck und weite Gewänder genauso antrifft wie Lippenteller, aufwendige Bemalungen und breite Ringe. Das narbige Körperdesign von N’Jadaka entspringt außerdem einer alten und aussterbenden afrikanischen Körpermodifizierungstradition. Gegenüber des Gesamteindrucks wirkt das Kostüm Black Panthers leider etwas uninspiriert und ein Fokus mehr auf die natürliche Seite des Panthers gerichtet hätte dem Kostüm nicht geschadet. Schwierig ist es nach genannten Punkten allerdings, im Sinne der Botschaft des Films das Gleichgewicht zwischen realistischer Abbildung wie plotgerechter Gestaltung und klischeebehafteter Stereotypisierung zu halten. Hier sind leider keinerlei Bemühungen festzustellen, dieses Ungleichgewicht im Sinne der auf ihre Grundzüge reduzierte sehr oberflächliche und scheinvoll menschheitszelebrierende Botschaft auf minimale Ausschläge zu verringern. Faktisch sieht man stattdessen schwarze Menschen, die sich gegenseitig das Leben nehmen und tierische Laute von sich geben. Die bedingungslose Echtheit dieser von Marvel gefahrenen Schiene nimmt man Coogler demnach kaum ab. Gar nicht so verwunderlich ist, dass das schwarze Publikum den Film trotzdem gutheißt, da Marvel wie bewährt trotzdem seine gelddruckende cineastisch-verwerfliche Grundkonzeption anbringt - alternativlos – und zwangsläufig gegen alle Kritikpunkte trotzdem eine große und reservierte Plattform für Schwarze bietet.

Black Panther (Chadwick Boseman) im Kampfmodus
Black Panther (Chadwick Boseman) im Kampfmodus © Marvel Studios
Auch generell hätte BLACK PANTHER wie schon erwähnt mehr Naturbezug vertragen können, durch den auch die teils unschöne Einbringung der lila-blauen leuchtenden digitalen Futurismus-Effekte hätte verhindert oder verschönert werden können. Hier vergisst man oft den titelgebenden animalischen Einfluss und verliert sich im Epischen. Die Effekte sind handwerklich wie üblich auf einem grundsicheren Niveau, auch wenn sie sich optisch durch wenig Innovation und einen gewohnten Look auch in einem Film der Anfang-2010er einfinden könnten.

Die deutsche Synchronisation ist besonders zu Beginn überraschend unterdurchschnittlich, indem sie unpassende Sprachbilder anwendet, bevor sich der Streifen im weiteren Verlauf diesbezüglich fängt. Auf einer menschlich-sozialen übergeordneten Ausdrucksebene wäre BLACK PANTHER ohne bereits genannte Schwächen einer der interesseweckendsten Filme aus dem Marvel Cinematic Universe und bietet viel Gesprächs-, Diskussions- und Interpretationsstoff: Black Panther ist der erste schwarze Superheld und zeigt in seinem Film ein reiches und wohlsituiertes Afrika, das sich gänzlich von der Realwelt unterscheidet und fast ein Spiegelbild realer Rollen und Verteilungen abbildet. Der Film bietet Plattform, versucht im Plot den Unterschied zu machen und bei einem Teil seines Publikums eine neue Art der Identifikation und der visuellen Emotionsübertragung zu erreichen, was sicherlich auch dafür sorgt, dass der Film aufgrund dieser oberflächlichen, aber neuen Gefühlswelt erhöhte Wertungen eines breiten Publikums einfährt und oben genannte wirtschaftliche Erfolge verzeichnen durfte, denn von allen Filmen des MCU reiht sich BLACK PANTHER zudem sicherlich noch bei jenen ein, die am geeignetsten für Filmeliebhaber sind, die sich nicht besonders intensiv in der Marvel-Comic-Welt aufhalten. Metaphorisch wird außerdem versucht, ein Zusammenhang zur echten Welt zu schaffen, der dramaturgisch unterstützen soll. Beispielsweise ist das Metall Vibranium mit Coltan vergleichbar, aus dem Tantal gewonnen werden kann, das heutzutage in nahezu jedem elektronischen Gerät verwendet wird. Dahinter stecken also ebenfalls wirtschaftliche und finanzielle Interessen, die wie so oft zu Missständen führen, die die vermeintlich Schwächeren zu spüren bekommen. Die gesellschaftskritischen Ansätze bleiben jedoch zu spärlich und leise, hätte man sich doch gerade bei einem Werk aus gegebener Quelle noch mehr über eine tiefere Auseinandersetzung gefreut, die im Status quo gelungen ist, der aber zu wenig weitere Aufmerksamkeit gegönnt wird. Dies hätte möglicherweise bei optimaler Umsetzung über einige Logikfehler (vgl. Wahrung der Anonymität Wakandas; chemisch-physikalische Funktionsweise der Bildung Vibraniums) hinwegsehen lassen.

Ayo (Florence Kasumba) and Okoye (Danai Gurira)
Ayo (Florence Kasumba) and Okoye (Danai Gurira) © Marvel Studios
Inhaltlich findet man nach einigen weiteren spoilernden Handlungspunkten ein Ende wieder, das marveltypisch ausfällt und dazu leider auf überdrüssige Weise das zuvor kaum präsente Thema der zwischenmenschlichen Liebe einwirft, jedoch während des ansehnlichen Abspanns noch ein kleines abschließendes Detail präsentiert, das zusagt und für sich gesehen geeignet abschließt.

Bild
Das Bild unterscheidet sich wenig von anderen jüngeren Werken Marvels und übermittelt seine 2.160p auch in schnellen Einstellungen, Nahaufnahmen oder Totalen gut. Der erweiterte Farbraum ist ebenso gut sichtbar, wird aber durch die Bildgestaltung zuweilen etwas gedämpft. Das HDR sorgt bis auf wenige Ausnahmen für eine gute Bildhelligkeit. Die Detailzeichnung zeigt sich beim Schmuck der Protagonisten gut und bleibt auch in größeren Aufnahmen noch akkurat. Das Kontrastverhältnis ist an manchen Stellen leider leicht misslungen und der erweiterte Farbraum bricht ein.

Ton
Der technische Ton ist auf gewohnter Höhe. Soundeffekte werden klangvoll transportiert, allerdings an manchen Stellen nicht punktgenau getimet eingespielt. Das Balancing zwischen Score und Wort ist äußerst angenehm und differenziert. Ein Ausleiern des Lauter-Leiser-Knopfes ist hier also unwahrscheinlich. Leider liegt die deutsche Tonspur nur in einem Dolby Digital Plus 7.1 und nicht wie die englische in einem Dolby Atmos 7.1.4 vor.

Extras
Auf der Blu-Ray befinden sich Bloopers, zusätzliche Szenen, Featurettes und ein Audiokommentar, die sich allesamt in üblicher Marvel-Manier präsentieren, allerdings honorig zeigen, dass in BLACK PANTHER weniger CGI verwendet wurde als nach Erstsichtung angenommen. Insgesamt etwas kurz geraten, aber für Fans wie immer schön, dass sie Bestandteil sind, auch wenn sie nichts äußerst Besonderes oder Interessantes zeigen.


Fazit:
BLACK PANTHER ist der untypischste typische MCU-Film, der verheißungsvoll neue Themen anspricht, aber sich nicht gegen kritikerunfreundliche erzählerische Beerbungen wehren kann und auch nachdem seine konstruierte Maske schnell fällt durch den Einfluss fundamentaler Werte und Marvels zwielichtiger Kniffe Publikum findet.

by Denis Klemm
Bilder © Walt Disney Studios Home Entertainment