The Impossible

The Impossible (2012), Spanien
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Drama / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

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The Impossible Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Thailand, Dezember 2004. Henry (Ewan McGregor) und Maria Bennett (Naomi Watts) freuen sich auf den gemeinsamen Urlaub mit ihren drei Söhnen in einem malerischen Ferienressort direkt am Meer. Begeistert von den ersten Eindrücken und dem Weihnachtsabend am Strand, verbringt die Familie einen entspannten Tag am Pool, als die Erde jäh zu beben beginnt und ein Tsunami unmittelbar zuschlägt. Durch die gewaltigen Flutwellen wird die Familie getrennt, Maria und ihr ältester Sohn Lucas (Tom Holland) werden von der Flut ins Landesinnere geschleudert, Henry und seine beiden jüngsten Söhne finden sich im zerstörten Hotel wieder. Eine erschütternde Odyssee beginnt und ein Kampf ums Überleben...

Ewan McGregor, Naomi Watts und Geraldine Chaplin | mehr Cast & Crew


The Impossible - Trailer




DVD und Blu-ray | The Impossible

Blu-ray
The Impossible The Impossible
Blu-ray Start:
18.06.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min.
DVD
The Impossible The Impossible
DVD Start:
18.06.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik The Impossible

Filmwertung: | 7/10


Die Verfilmung von historischen Ereignissen - vor allem jene, die noch nicht allzu weit in der Vergangenheit liegen – stellt sich oftmals als schwierig dar. Die Verschmelzung von Fiktion und historischen Tatsachen muss ausgewogen und stimmig sein und zudem muss der Film respektvoll mit den Betroffenen umgehen. Der Film „The Impossible – Nichts ist stärker als der Wille, zu überleben“ (Originaltitel: „Lo imposible“, Spanien, 2012) von Juan Antonia Bayona berichtet von dem Tsunami, der die westliche Küste Thailands im Dezember 2004 überrollte, aus der Sicht einer Familie.

Maria (Naomi Watts) und Henry Bennett (Ewan McGregor) machen gemeinsam mit ihren Söhnen Lucas (Tom Holland), Thomas (Samuel Joslin) und Simon (Oaklee Pendergast) Weihnachtsurlaub in einem Ferienressort in Thailand. Während sie sich gerade am Pool vergnügen, bricht der Tsunami über sie herein. Maria und Lucas werden von den Wellen mitgerissen und kämpfen sich anschließend zu einem Krankenhaus durch. Henry, Thomas und Simon begeben sich von den Resten des ehemaligen Ressort aus auf die Suche nach den anderen beiden Familienmitgliedern.

Der Film „The Impossible“ beruht auf den wahren Erlebnissen der spanischen Familie Alvarez Belon. Der Produzent Belén Atienza wurde durch einen Radiobeitrag auf die Geschichte aufmerksam. Niedergeschrieben wurde diese von der Mutter Maria Belon. Ihre Story war nicht nur die Grundlage für den Film, sondern sie und die anderen Familienmitglieder standen auch als Berater zur Verfügung. So konnten sich die Crew und die Darsteller intensiv mit der Geschichte und ihren Figuren beschäftigen. Der spanische Regisseur Juan Antonia Bayona (bekannt für „Das Waisenhaus“ (2007)) schafft es, mit seinem Film ein eindrückliches Bild der Katastrophe zu vermitteln. Dies gelingt vor allem durch seine in allen Bereichen umgesetzte Authentizität. Der Film wurde in den letzten zwei Jahren an 60 verschiedenen Sets in Spanien und Thailand gedreht. Vielerorts filmten sie exakt an denselben Schauplätzen und verwendeten oft reale Locations als Drehorte. Félix Bergés und Pau Costa waren für die Spezialeffekte zuständig und schafften in über einem Jahr Arbeit einen realistischen Look. Zusammen mit dem Produktionsdesign von Eugenio Caballero und dem Kameramann Oscar Fauro gaben sie dem Film einen authentischen und intensiv Eindruck hinterlassenden Rahmen. Die Authentizität war zudem wichtig für den respektvollen Umgang mit den Betroffenen. Den Filmmachern war es wichtig, dass die Katastrophe nicht nur als dramatische Hintergrundgeschichte eingesetzt wurde. Auch wenn nur aus dem Blickwinkel einer Familie erzählt wird, schafft es der Film einen Gesamteindruck der Lage zu vermitteln. So wird der Film den annährend 300.000 Opfern gerecht, die der Tsunami gefordert hat. Die Geschichte schafft es, obwohl das Ende recht offensichtlich ist, die Spannung aufrecht zu erhalten und spielt mit der Ungewissheit, ob es der jeweils anderen Seite der Familie gut geht. Der Überlebenskampf der Beteiligten wird eindringlich dargestellt und es wird die Frage aufgeworfen, aus welchen Gründen Menschen kämpfen um zu überleben. Die Filmemacher wollten einerseits die erschreckenden Aspekte der Katastrophe zeigen, aber anderseits auch die opferungsbereite und hilfeleistende Natur der Menschen einfangen. Trotz der realistischen Darstellung legte der Film aber auch Wert auf dramatische Momente und pathetische Szenen. Die Musik von Fernando Velázquez unterstützt diese Wirkung im klassischen Sinne.
Ewan McGregor und Naomi Watts, beide auch im wirklichen Leben Eltern, wollten ihre Figuren äußerst realistisch wiedergegeben, was ihnen auch gelingt. Sie schaffen es die unterschiedlichsten Gefühle der Eltern überzeugend und mit viel Kraft darzustellen. Vor allem Watts überzeugt durch ihre großartige und physische Darstellung der Maria. Neben ihr ist Tom Holland als Lucas in seinem Debütfilm herausragend besetzt.

Fazit: „The Impossible“ ist ein gelungener Film, der es schafft die Katastrophe aus der Sicht der Opfer zu zeigen. Seine größte Stärke liegt in seiner Authentizität, die einem die extreme Situation, die Gefühle und die Verluste der Menschen greifbar macht.

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Bilder © Concorde Filmverleih GmbH