Scream 4

Scream 4 (2011), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Horror / Mysterie / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Wild Bunch

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Scream 4 Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

„Was ist dein Lieblingshorrorfilm?“ Mit einem Anruf und einer Stimme, die man nie mehr vergisst, begann die grausame Mordserie in Woodsboro. Seitdem hat Sidney (Neve Campbell) ihre Heimatstadt nicht mehr besucht. Doch auf der Lesereise zu ihrem aktuellen Buch stimmt die inzwischen erfolgreiche Autorin zu, in der Kleinstadt Halt zu machen. Ex-Sheriff Dewey (David Arquette) und die Journalistin Gale (Courteney Cox) – mit ihr die einzigen Überlebenden von damals – bereiten ihr ein herzliches Wiedersehen. Auch Sidneys Tante (Mary McDonnell), ihre fast erwachsene Cousine Jill (Emma Roberts) sowie deren beste Freunde Kirby (Hayden Panettiere) und Charlie (Rory Culkin) freuen sich über Sidneys Ankunft. Mit ihrem Besuch jähren sich allerdings auch die Woodsboro-Morde und rufen einen alten, totgeglaubten Bekannten auf den Plan: Ghostface ist zurück und mit ihm seine sadistische Jagd auf Sidney und ihre Freunde! Mittlerweile haben sich jedoch die Regeln für Horrorfilme geändert: Das Unerwartete ist längst Klischee und auch Jungfrauen werden nicht mehr verschont. Es wird Zeit, dass jemand Neues stirbt...

Neve Campbell, David Arquette und Courteney Cox | mehr Cast & Crew


Scream 4 - Trailer




DVD und Blu-ray | Scream 4

Blu-ray
Scream 4 - Steelbook (Limited Edition) Scream 4 - Steelbook (Limited Edition)
Blu-ray Start:
20.10.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 111 min.
DVD
Scream 4 Scream 4
DVD Start:
20.10.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 106 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Scream 4

Filmwertung: | 10/10


1996 führte Regisseur Wes Craven mit „Scream“ dem Slasher-Genre frisches Blut zu. Im Jahr 2000 wurde die Reihe mit Scream 3 erstmal beendet, doch 11 Jahre später kommt nun der vierte Teil in die Kinos und schreibt wieder einmal die Gesetze des Horrorfilmes neu.

Sidney (Neve Campbell) kehrt nach etlichen Jahren in ihre Heimatstadt Woodsboro zurück, um dort ihr Buch „Out of the Darkness“ vorzustellen, welches ein Versuch ist, ihr Trauma um den Mörder mit der Maske endlich zu verarbeiten und nicht mehr nur das Opfer zu sein. Sheriff Dewey (David Arquette) und seine Frau Gale (Courteney Cox), die mit Sidney einzigen Überlebenden der früheren Morde, sehen ihrer Ankunft mit Freude, aber auch Besorgnis entgegen. Bisher sind, sobald Sidney in der Nähe war, die Menschen immer recht schnell gestorben. Ihre Sorge ist nicht unbegründet, denn kaum ist Sidney in der Stadt, werden auch schon die ersten Mädchen aufgeschlitzt. Sidney, die bei ihrer Tante (Mary McDonnell) und ihrer Cousine Jill (Emma Roberts) untergekommen ist, ist fassungslos ob der erneuten Mordserie. Und schon bald klingelt wieder das Telefon und eine geisterhafte Stimme fragt: „Was ist dein Lieblingshorrorfilm?“

Drehbuchautor Kevin Williamson übertrifft sich im vierten Scream-Teil selbst. Was er bereits in „Scream“ von 1996 einführte, treffsichere Dialoge gepaart mit viel Blut, führt er mit „Scream 4„ fort. Das ausgeklügelte, spannende und schwarzhumorige Skript überrascht mit immer neuen Wendungen und sehr vielen Referenzen auf die Horrorfilm-Welt („Who are you? Michael Myers?“) Zudem wechseln sich auch diesmal wieder Lach- und Schockmomente in einem solchen Tempo ab, dass der Zuschauer kaum zu Atem kommt. Anders gesagt, das Drehbuch weißt so gut wie keinen Hänger auf, was für einen Film dieses Genres nicht selbstverständlich ist. Am Ende fragt sich sicher ein mancher, warum es eigentlich die „Scary Movie“-Reihe gibt, ist doch „Scream“ um einiges witziger und kluger.

"The first rule of remakes: don't fuck with the original!" ruft eine der Darstellerinnen im Laufe des Filmes. Daran hält sich Regisseur Wes Craven einerseits, spielt dann aber andererseits auch mit diesem Spruch, in dem er z. B. „Stab“ (der eine Verfilmung von Sidneys Leben im Film ist - „How meta can you get?“ wird auch im Filmclub (!) gefragt) plötzlich als Werk eines ganz anderen Regisseurs erscheinen lässt oder auch die Überlebensregeln aus „Scream“ einerseits unterstreicht, andererseits auch ad absurdum führt. Gekonnt geht es weiter, so verbindet Altmeister Wes Craven die oftmals sehr spitze Feder seines Autoren Williamson mit seinem besonderen Blick auf die Horrorfilmwelt und spielt ironisch und selbstreflexiv mit den Regeln des Genres. Dabei kommen natürlich auch die Huldigungen auf vergangene und aktuelle Horrorfilme nicht zu kurz, selbstverständlich bekommen die so genannten „Torture Porn“-Filme ebenfalls ihren Senf ab. Konsequent ist auch, dass die Scream-Reihe, die mittlerweile in einem neuen Jahrtausend angekommen ist, auch mit den neuen Technologien spielt. So wird ein „Facebook-Mörder“ verulkt oder die Ghostface-Stimme als App für das Smartphone angeboten.

Als Abschluss kann gesagt werden, dass „Scream 4“ eine sehr gelungene und würdige Fortsetzung der Horrorreihe ist, die sicher auch diejenige begeistern wird, die vom dritten Teil etwas enttäuscht zurückgelassen wurden.

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Bilder © Wild Bunch