Pacific Rim

Pacific Rim (2013), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Science-Fiction / Action
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

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Pacific Rim Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Als Legionen von Monstern aus dem Meer auftauchen, beginnt ein Krieg, der Millionen Menschen das Leben kostet und auf Jahre den Einsatz aller zur Verfügung stehenden Rohstoffe erfordert. Zur Abwehr der gigantischen Ungeheuer, die Kaiju genannt werden, konstruiert man gewaltige, als Jaegers bezeichnete Roboter – sie werden gleichzeitig von zwei Piloten gelenkt, deren Gehirne über eine Neuronenbrücke gekoppelt sind. Doch selbst die Jaegers können gegen die unerbittlichen Kaiju kaum etwas ausrichten. Angesichts der drohenden Niederlage müssen sich die Verteidigungstruppen wohl oder übel auf zwei Soldaten verlassen, denen man zu allerletzt Heldentaten zutrauen würde: auf einen heruntergekommenen Ex-Piloten (Charlie Hunnam) und eine Rekrutin ohne jede Erfahrung (Rinko Kikuchi). Sie sollen gemeinsam einen legendären, bisher als völlig veraltet eingestuften Jaeger steuern. Weil das apokalyptische Inferno unausweichlich scheint, bilden die beiden das letzte Bollwerk der Menschheit.

Charlie Hunnam, Idris Elba und Rinko Kikuchi | mehr Cast & Crew


Pacific Rim - Trailer


PACIFIC RIM - offizieller Trailer #1


DVD und Blu-ray | Pacific Rim

Blu-ray
Pacific Rim Pacific Rim
Blu-ray Start:
22.11.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 131 min.
Pacific Rim (3D Blu-ray) Pacific Rim (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
22.11.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 131 min.
DVD
Pacific Rim Pacific Rim
DVD Start:
22.11.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 126 min.

Filmkritik Pacific Rim

Filmwertung: | 9/10


Gigantische Roboter prügeln sich mit gigantischen Monstern. Klingt blöd? Ist es auch, soll es sogar sein. Doch genau diese Filme a lá Godzilla (nicht den Emmerich) eroberten in den vergangenen Jahrzehnten Kinoleinwände und Kleinjungenträume rund um den Globus. Das vorherrschende Franchisekino hat solch lustvollen Unfug jedoch in die peinlichen Ecken der Videotheken verbannt. Bis jetzt. Mit Guillermo Del Toro nimmt sich ein allseits beliebter als auch hochdekorierter Regisseur dem Subgenre an und verneigt sich in purem Bombast vor dem (japanischen) Monsterkino.

So einfach kann Handlung sein: Aus einer Art Dimensionsleck im Pazifischen Ozean entsteigen drachenähnliche Monster. Eines nach dem Anderen, in immer kürzer werdenden Abständen. Seit Jahren versucht sich die Menschheit der Gefahr zu erwehren und entwickelte im Zuge des Krieges das „Jaeger“-Programm. Die Jaeger sind Kampfroboter, die den Monstern in Größe und Schrecken ebenwürdig sind. Die bewaffneten Maschinen werden von jeweils zwei Piloten gesteuert, welche ihren Geist vor dem Start miteinander verbinden müssen. Die entscheidende Schlacht zwischen Mensch und Ungetüm steht bevor.

Viele Blockbuster der jüngsten Vergangenheit leiden an dem selbstauferlegten Zwang, zu viele Zielgruppen gleichzeitig bedienen zu wollen. So kam Transformers 3 nicht ohne abgedroschenen Humor, World War Z nicht ohne familienfreundlichen Schnitt und Man of Steel nicht ohne unnötige Küchenpsychologie in die Kinos. Die Ergebnisse an den Kassen gaben den Produktionen zumeist Recht, Actionpuristen schüttelten jedoch phasenweise mit dem Kopf. Pacific Rim ist anders. Der Reißer filtert die Essenz überlebensgroßer Kämpfe und optischer Illusionen zu reiner Freude an technischer Brillanz und choreografierter Zerstörungswut. Die Charaktere sind einseitig, trumpfen maximal mit netten One-linern oder heroischen Posen auf. Del Toro lässt sie bewusst zu Beiwerk verkommen, damit das Augenmerk seiner Zuschauer nicht von den individuell gezeichneten Jaegern und Kajiu abkommt. Eingebettet in eine pessimistische Zukunftsvision stellen die monströsen Geschöpfe (damit sind nicht nur die Feinde gemeint) alles auf der Leinwand dagewesene in den Schatten.

Design, ILM-Effekte und Action erreichen ihren Höhepunkt während eines 25 minütigen Kampfes in Hongkong. Vier Jäger nehmen es gleichzeitig mit zwei Kajiu auf. Das Ergebnis ist die irrsinnigste Schlacht des Kinojahres und führt den stauenden Zuschauer vom Meer durch die Innenstadt und am Ende sogar in den Weltraum. Allein diese Sequenz und der perfekte 3D-Effekt währen das Eintrittsgeld für Pacific Rim wert – doch es gibt noch viel mehr zu sehen. Zum Beispiel ein überlebensgroßes Finale, ein Schwarzmarkt für Monstergedärm und Ron Perlman. Der ist leider nur so halbgar im Film, darf wenigstens goldene Schuhe tragen.

Ganz nebenbei versucht Pacific Rim dann doch noch etwas fürs Herz zu zeigen: Das „Jaeger“-Programm huldigt der Völkerverständigung und die Liebesgeschichte bedarf weder Kuss noch Aussprache; ein perfekter gemeinsamer Kampf sagt schließlich mehr aus als dies. Eine schöne Idee und nur einer von vielen Beweisen für die Leidenschaft, die Del Tor in die düstere Welt von Pacific Rim gesteckt hat. Die wahre Botschaft des Films ist jedoch eine andere: riesige Monster werden niemals aus der Mode kommen und können einen Film auch im Jahr 2013 zum Instant-Klassiker werden lassen.

by

Bilder © Warner Bros.