Mamma Mia! Here we go again

Mamma Mia! Here we go again (2018), USA
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Musical
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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Inhalt

Nach dem musikalischen Kino-Superhit Mamma Mia von 2008 folgt jetzt endlich die Fortsetzung – ebenfalls im unsterblichen Rhythmus der ABBA-Songs. Die Stars, allen voran Meryl Streep, Lily James, Pierce Brosnan, Jeremy Irvine, Colin Firth, Hugh Skinner, Stellan Skarsgård, Josh Dylan und Amanda Seyfried, versammeln sich erneut auf der griechischen Insel Kalokairi, denn hier wird das neue Kapitel der Geschichte aufgeschlagen.

Amanda Seyfried, Meryl Streep und Pierce Brosnan | mehr Cast & Crew


Mamma Mia! Here we go again - Trailer




Filmkritik Mamma Mia! Here we go again

Filmwertung: | 7/10


10 Jahre ist es nun her, dass das bekannte Broadway Musical “Mamma Mia“ mit Meryl Streep, Colin Firth und Pierce Brosnan verfilmt wurde. Einst ging es um Sophie (Amanda Seyfried) die ohne einen Vater aufgewachsen ist und sich zu ihrer Hochzeit nichts sehnlicher gewünscht hat als dass ihr leiblicher Vater an dem Tag dabei ist. Da ihre Mutter jedoch in der Zeit mit drei Männern zusammen war, fiel ihr nichts anderes ein als alle drei zu ihrem großen Tag einzuladen. Als alle drei tatsächlich auf die Einladung reagierten und erschienen fingen die Probleme erst so richtig an. Ihre Mutter Donna hatte nämlich nicht vor einen der drei je wieder zu sehen und wurde dann mit allen drei auf einmal sehr überrascht. Nun setzt die Fortsetzung ein paar Jahre nach den Geschehnissen von Teil 1 ein. Sophie hat akzeptiert, dass sie drei Väter hat und lebt nun mit einem von ihnen, Sam (Pierce Brosnan), auf der griechischen Insel Kalokairi. Dort wo es einst ihre Mutter hin verschlagen hat. Sie ist nun schwanger und fühlt sich ihr so nah wie nie zuvor, wie sie selbst bereits in den Trailern verrät. Auch sie wurde nämlich einst auf dieser Insel geboren. Ihr ist bewusst, dass sie ihrer Mutter etwas schuldig ist und veranstaltet ein letztes Fest in ihrem Namen. Zum Fest lädt sie viele Bekannte ein und bald schon wird wieder unter der Sonne Griechenlands gesungen und getanzt. Bevor die Gäste allerdings beginnen zu feiern, erzählen sie der werdenden Mutter zunächst noch wie ihre Mutter in den späten 70ern auf die drei Lieben ihres Lebens Sam, Bill und Harry traf und weshalb es sie ausgerechnet auf diese Insel verschlagen hat.

Christine Baranski, Julie Walters und Amanda Seyfried in Mamma Mia! Here We Go Again
Christine Baranski, Julie Walters und Amanda Seyfried in Mamma Mia! Here We Go Again © Universal Pictures International Germany GmbH
Dieser Film ist das worauf die Fans seit 10 Jahren ungeduldig und sehnsüchtig gewartet haben und die Vorfreude ist bei vielen sehr hoch. Auch wenn ich persönlich den ersten Teil erst vor knapp zwei Jahren zum ersten Mal gesehen habe, war ich als ich von der Fortsetzung erfahren habe hellauf begeistert und habe jeden Tag bis zum Kinostart gezählt. Dieses Jahr habe ich mich auf keinen Film mehr gefreut als auf ihn. Zwar wurde ich mit meinen enorm hohen Erwartungen letztendlich etwas enttäuscht, dennoch finde ich ihn deutlich besser als Teil 1 und ich bin ein großer Freund dieses Films.

Meryl Streep in Mamma Mia! Here We Go Again
Meryl Streep in Mamma Mia! Here We Go Again © Universal Pictures International Germany GmbH
Wenn man sich die oben genannten Schauspieler durchliest und zurück an den ersten Teil denkt fällt einem direkt auf, was für ein starker Cast diese Filme haben. Alle Schauspieler vom ersten Teil sind hier wieder versammelt und werden perfekt von einem jungen Cast ergänzt. Zudem sieht man jedem einzelnen von ihnen an, dass er Spaß an der Fortsetzung hatte und es würde mich sehr wundern, wenn nicht noch ein dritter Teil kommen würde und auch dort alle Schauspieler mitspielen und den selben guten Job vorweisen würden. Doch besonders die Jungdarsteller Lily James als Donna (Die Rolle von Meryl Streep) und Hugh Skinner (Colin Firth) möchte ich vom Cast herausheben. Hugh ist unfassbar sympathisch und Lily einfach nur schön anzusehen und eine tolle Schauspielerin. Beide passen zudem wirklich gut in diesen liebevollen und zeitgleich sehr kitschigen und überdrehten Film und ergänzen sich zusammen wirklich gut. Zwar passen Hugh Skinner und Colin Firth irgendwie nicht so wirklich zusammen und man kann sich nur sehr schwer vorstellen, dass aus einem so freudigen und energiegeladenen jungen Mann irgendwann so ein zurückhaltender und fast schon ein wenig ängstlicher Mann wird, doch da kann man mal ein Auge zudrücken. Die Kamerafahrten im Film sind sehr angenehm und fangen ein unfassbar schönes Griechenland ein. Viele dieser Szenen bleiben einem im Kopf und man bekommt einfach große Lust, wenn man den Film sieht, seine Koffer zu packen und auf einer griechischen Insel Urlaub zu machen. Darüber hinaus besitzt der Film auch vielen Szenen die einem als Fan ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und hat das Herz am rechten Fleck. Doch neben dem guten Cast ist wohl das Wichtigste in diesem Film die Musik von Abba. Es macht einfach Spaß diese Lieder auf der großen Leinwand und performt von diesen talentierten Schauspielern erleben zu dürfen. Es ist immer wieder erstaunlich mit anzusehen wie viele Fans die Band auch heute noch hat. Ihr letztes Album “The Visitors“ aus dem Jahr 1981 liegt bereits stolze 27 Jahre zurück und Abba ist heute immer noch genauso Kult wie vor 40 Jahren.

Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgård in Mamma Mia! Here We Go Again
Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgård in Mamma Mia! Here We Go Again © Universal Pictures International Germany GmbH
Doch auch er hat Punkte die ich leider bemängeln muss. Das größte Problem am Film ist dabei tatsächlich die Musik. Sie macht zwar Spaß sich anzuhören, erzeugt wirklich gute Laune und die Schauspieler bringen sie auch sehr gut rüber, doch es sind halt keine Hits. Die besten Abbahits wurden bereits alle im ersten Teil verbraucht und für diesen Film blieben nur noch die unbekannteren Lieder übrig, die neben den Hits noch mit auf den Alben waren. Mir ist durchaus bewusst, dass vor 10 Jahren keiner erwartet hat, dass es eine Fortsetzung geben würde und sie daher nicht drüber nachgedacht haben die Hits besser aufzuteilen, dennoch hätte man eine bessere Auswahl treffen können. Die Hits aus dem ersten Teil kommen zwar auch genügend im Film vor, wirken aber oftmals nicht so wie im ersten Teil. Ebenso ist die Musik nicht mehr so ganz an der Geschichte angepasst. Sie wurde zweifellos erst komplett fertig geschrieben und dann wurde geschaut welche Lieder eigentlich dazu passen könnten. Auch die aus dem ersten Teil bekannten Schauspieler machen für meinen Geschmack im Film viel zu wenig und bekommen zu wenig Screentime. Sollte es also tatsächlich zu einem dritten Teil kommen, wäre es wohl ratsam einen besseren Ausgleich zwischen bekannten und unbekannteren Liedern zu schaffen und dafür zu sorgen, dass jede Figur ausreichend zu sehen ist.


Fazit:
Dieser Film ist für jeden geeignet der den ersten Teil liebt, ihn schon dutzende Male gesehen hat oder sogar mit ihm ein Stück weit aufgewachsen ist. Ebenfalls für jeglichen Musical- und Abbafan, der einfach nochmal Lust auf einen guten Genrevertreter hat. Wem jedoch schon der Trailer zu viel ist und wer eigentlich mit Musicals als auch mit der Band ABBA nichts am Hut hat, der sollte von diesem Film ganz klar die Finger lassen. Er ist zwar (Auch wenn die Lieder im ersten Teil besser waren hat mich dieser Film deutlich mehr berührt und ist mir länger im Kopf geblieben) besser als Teil 1, doch trotzdem sollte man wissen auf was man sich dabei einlässt und Lust draufhaben. Ansonsten kann der Film einen sehr schnell abstoßen. Es ist wichtig darauf zu achten, mit wem man diesen Film sieht. Am besten funktioniert er, wenn man ihn in einem Kinosaal oder im Heimkino mit einer Gruppe schaut die ebenfalls Lust auf den Film hat.
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Bilder © Universal Pictures Intl.