Ex_Machina

Ex_Machina (2015), USA / Großbritannien
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Science-Fiction / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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Ex_Machina Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

In dem mitreißenden Thriller gewinnt der 24-jährige Web-Programmierer Caleb (Domhnall Gleeson) einen firmeninternen Wettbewerb – sein Preis: eine Woche Aufenthalt im privaten Bergdomizil des zurückgezogen lebenden Konzernchefs Nathan (Oscar Isaac). Vor Ort muss Caleb allerdings an einem ebenso seltsamen wie faszinierenden Experiment teilnehmen und mit der weltweit ersten, wahren künstlichen Intelligenz interagieren: einer bildschönen Roboterfrau (Alicia Vikander). Die packende Story verwickelt Caleb in ein kompliziertes Liebesdreieck, in dem es um die großen Fragen der menschlichen Natur geht: Worin unterscheiden sich Wahrheit und Lüge? Was ist das Wesen von Bewusstsein, Emotion und Sexualität?

Domhnall Gleeson, Oscar Isaac und Alicia Vikander | mehr Cast & Crew


Ex_Machina - Trailer


Ex Machina - Trailer


DVD und Blu-ray | Ex_Machina

Blu-ray
Ex_Machina Ex_Machina
Blu-ray Start:
03.09.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min.

zur Blu-ray Kritik
Ex_Machina (Steelbook) Ex_Machina (Steelbook)
Blu-ray Start:
03.09.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min.
DVD
Ex_Machina Ex_Machina
DVD Start:
03.09.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 103 min.

Filmkritik Ex_Machina

Filmwertung: | 7/10


Der britische Science Fiction-Film ist das erste Werk des langjährigen Drehbuchautoren Alex Garland (Alles, was wir geben mussten, 28 Days Later, Dredd) in hauptverantwortlicher Position als Regisseur. Das Budget für die Genrehoffnung betrug immerhin 11 Millionen Euro.

Caleb (Domhnall Gleeson) arbeitet als Programmierer bei Bluebook, einer großen Internetfirma, über die 94% aller Suchmaschineneinträge laufen. Er gewinnt eine konzerninterne Lotterie und darf den steinreichen Firmengründer Nathan (Oscar Isaac) kennenlernen. Ein Helikopter fliegt ihn in eine abgelegene Bergregion, wo Nathans durch modernste Technologie gesichertes Haus liegt. Nachdem Caleb eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet hat, eröffnet Nathan ihm, dass er an etwas ganz großem arbeitet: der Erschaffung einer künstlichen Intelligenz. Er ist dabei schon sehr weit gekommen und hat mit Ava (Alicia Vikander) einen Roboter mit menschlich aussehenden Zügen geschaffen. Caleb soll sie testen und feststellen, ob sie ein eigenes Bewusstsein hat. Doch weder Nathan, noch Ava sind, was sie zu sein scheinen…

Die Geschichte ist gut umgesetzt. Ein Klassiker ist „Ex_Machina“ leider nicht geworden. Dafür hat der Film zu viele Schwächen – wie beinahe jeder Film, zu dem Garland das Drehbuch geschrieben hat. Wobei sein erstes Regiewerk noch mit das Beste ist. Denn die unterschwellig bedrohliche Atmosphäre sorgt durchgehend für viel Spannung. Auch dank der stimmigen Musikuntermalung taucht der Zuschauer von Beginn an in diesen Film ab. Allerdings gibt es doch überraschend große Logikfehler, die speziell am Ende unübersehbar werden und die potenziell hochwertige Storyline einige Wertungspunkte kosten.
Dafür sind die herrlich ausgestatteten Locations, die kernige deutsche Synchronisation und die starken Spezialeffekte, denen man ihr begrenztes Budget nicht ansieht, hervorragend. Die Actionszenen werden hingegen sehr sparsam eingesetzt und dann auch nicht sonderlich überzeugend.
Dafür gibt es einige humoristisch wertvolle Szenen, was an den klugen Dialogen und einem in diesen Sequenzen starken Drehbuch liegt. Dieses zeigt dann in anderen Szenen wieder, dass es nicht ausgefeilt ist. Denn es werden viele zukünftige Probleme angesprochen, aber gleich wieder fallen gelassen. Diese bleiben damit oberflächlich. Dabei ist die Geschichte eigentlich hochinteressant, brisant und aktuell. Wie sehr wollen wir, dass es eine KI gibt, die ein eigenes Bewusstsein und eine eigene Vorstellung von Moral hat? „Ex_Machina“ wirft viele wichtige Fragen auf, schöpft sein Potenzial aber letztlich nicht aus, was den Zuschauer mit einem etwas enttäuschten Gefühl aus diesem Film gehen lässt.

Die Schauspieler agieren hingegen auf gutem Niveau. Domhnall Gleeson (Alles eine Frage der Zeit, Am Sonntag bist du tot, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes), der mit Nico Sablik erneut dieselbe deutsche Synchronstimme wie Daniel „Harry Potter“ Radcliffe hat, kann mit einer starken, vielschichtigen Leistung punkten. Der deutlich muskulösere Oscar Isaac (A Most Violent Year, Inside Llewyn Davis, Die zwei Gesichter des Januars) fügt sich als Gegenpart gut ein, auch wenn man als Zuschauer nur teilweise erkennt, warum er eine Figur spielt, die ein Wunderkind war und mit „Mozart“ verglichen wird. Dafür lässt er sich einige Male zu einfach überlisten. Das liegt aber nicht am für die Rolle kahlgeschorenen, mit Vollbart versehenen Isaac, sondern viel mehr an seinem Filmcharakter, der nicht perfekt geschrieben zu sein scheint. Denn der 35-Jährige zeigt zum wiederholten Male eine exzellente Leistung.
Die beiden Hauptdarsteller wird man übrigens bald wieder zusammen sehen. Und zwar in einem noch größeren Science Fiction-Projekt, als „Ex_Machina“. In „Star Wars 7: Das Erwachen der Macht“ dürfen die beiden ihr Können erneut unter Beweis stellen.

Besonders bemerkenswert ist aber die Performance von Alicia Vikander (Son of a Gun, Die Königin und ihr Leibarzt, Inside WikiLeaks). Die 26-Jährige hat mit ihrer Rollenauswahl (Seventh Son, Anna Karenina) schon einige Male danebengelegen. Mit ihrer sehr großartigen Leistung in „Ex_Machina“ zeigt sich die Schwedin hingegen von ihrer besten Seite und bleibt nachhaltig im Gedächtnis, da bei ihr die Grenzen zwischen Mensch und Roboter fließend verschwimmen.


Fazit:
Guter Science Fiction-Film, der die in ihn gesetzten Hoffnungen auf einen neuen Klassiker aber nicht ganz erfüllen kann.
by

Bilder © Universal Pictures Intl.