Baymax - Riesiges Robowabohu

Big Hero 6 (2014), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Animation / Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Walt Disney

Baymax - Riesiges Robowabohu Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Hiro Hamada liebt Roboter über alles. Der technikbegeisterte Junge ist so verrückt nach ihnen, dass er als Experte in diesem Bereich in ganz San Fransokyo bekannt ist. Auch sein bester Freund ist ein Roboter – und wer glaubt, die hätten kein Herz, der kennt Baymax noch nicht! Der sieht nicht nur aus wie ein Marshmallow, sondern ist auch mindestens genauso süß. Und auch wenn er zugegebenermaßen ziemlich tollpatschig sein kann, steht er Hiro immer mit Rat und Tat zur Seite – ob der will oder nicht. Als sich in der Stadt etwas Mysteriöses anbahnt, werden die beiden vor große Herausforderungen gestellt. Zusammen mit ihren durchgeknallten Freunden, der Adrenalin-verrückten Gogo Tamago, Chemie-Ass Honey Lemon, Fanboy Fred und dem ordnungsliebenden Wasabi No-Ginger werden sie zu einer Gruppe von Hightech-Spezialisten, in deren Genie und Geschick das Schicksal San Fransokyos liegt...



DVD und Blu-ray | Baymax - Riesiges Robowabohu

Blu-ray
Baymax - Riesiges Robowabohu Baymax - Riesiges Robowabohu
Blu-ray Start:
11.06.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 102 min.

zur Blu-ray Kritik
Baymax - Riesiges Robowabohu (3D Blu-ray) Baymax - Riesiges Robowabohu (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
11.06.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 102 min.
DVD
Baymax - Riesiges Robowabohu Baymax - Riesiges Robowabohu
DVD Start:
11.06.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 98 min.

Filmkritik Baymax - Riesiges Robowabohu

Filmwertung: | 8/10


Disney gehört neben Pixar zu dem unangefochtenen Animationsstudios, das mit seinen farbenfrohen und humorvollen Produktionen für Unterhaltung sorgt. Im neusten Animationsstreich „BAYMAX – Riesiges Robowabohu“ wagt Disney einen Blick in eine futuristische Zukunft, in der Roboter den Alltag der Menschen erleichtern und dank künstlicher Intelligenz sogar zu wahren Freunden werden.

Die Geschichte ist angelehnt an die Marvel-Comic-Reihe „Big Hero 6“, die 1990 von Steven T. Segal und Duncan Ruleau entwickelt wurde. Die Drehbuchautoren Jordan Roberts, Robert L. Baird und Daniel Gerson („Die Monster AG“) vereinen die Helden der Serie in einem komplett neu konstruierten Abenteuer auf der Kinoleinwand. Unter der Regie von Don Hall („Winnie Puuh“) und Chris Williams („Bolt – Ein Hund für alle Fälle“) beginnt „Baymax“ mit einem dramatischen Auftakt: Der vierzehnjährige Hiro Hamada hat gerade erst eine Möglichkeit gefunden, um seine Intelligenz für den guten Zweck einzusetzen, da nimmt ihm das Schicksal seinen besten Freund und Bruder. In Lethargie verfallen, droht der Teenager in seiner Trauer zu versinken. Doch da eilt Baymax, der erfundene Pflege-Roboter seines Bruders, zur Rettung. Die emotionale Ausgangslage wird für das Publikum nachvollziehbar in Szene gesetzt. Der Verlust des Bruders und die damit verbundene Aufgabe der Lebensziele wird in deutlichen Bildern wiedergegeben. Die Hauptfigur des Films besitzt keine Superkräfte, sondern ist ein ganz gewöhnlicher Mensch mit Ängsten und Schwächen, was ihn sehr liebenswert macht. Hiro nutzt seine Fähigkeiten und Kenntnisse, um einzigartige Erfindungen zum Wohle der Allgemeinheit zu schaffen. Durch Baymax wird er wachgerüttelt und für die Gefahren des Lebens sensibilisiert. Der Roboter befreit Hiro aus seiner Trauer und entfacht in ihm neuen Ehrgeiz. Als er von der Clique der Hightech-Spezialisten aufgenommen wird, werden die neuen Freunde zu einer Familie, die ihm zur Seite steht und ihn in seinen Plänen unterstützt. Ähnlich wie Disneys „Guardians of the Galaxy“ findet auch in dem Animationsfilm durch Zufall eine Gruppe von Sonderlingen zusammen. Als selbsternanntes Superheldenteam Big Hero 6 halten sie zusammen und widmen sich der Bekämpfung des Bösen. In den Handlungen und Taten der Nerds lassen sich eingeflochtene ethische Werte über Freundschaft und das Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten erkennen.
Neben dem emotionalen Kern der Geschichte, punktet der Animationsfilm mit seinem individuellen Look. Die Filmemacher entschieden sich dazu, die fiktive Stadt San Fransokyo zu kreieren. In dieser einzigartigen Stadt lassen sich die prägnantesten Gebäude, Straßenzügen, Werbeflächen und Besonderheiten der Weltstädte San Francisco und Tokio entdecken. Die beeindruckenden Architekturen der Gebäude wirken nahezu fotorealistisch und werden durch den 3D-Effekt gelungen in die nächste Dimension erhoben. In dieser faszinierenden Kulissen finden mehr als 700 animierte Figuren ihren Platz, die mit der Disney-Software Denizen zum Leben erweckt wurden. Für die naturgetreue Umsetzung der Soft-Robotik unterstützten Wissenschaftlern der Universität Carnegie Mellon in Pittsburgh die Animatoren, wodurch der Film eine realistische Note bekommt. So basieren Hiros Mikrobots auf realen Erfindungen der University of California. Für Baymax´s Design hingegen dienten japanische Werbesendungen als Inspiration, in denen das Aussehen eines technischen Geräts höher beworben wird als die Funktionen.
Durch den dynamischen Score von „The Return of The First Avenger“-Komponist Henry Jackman werden die Actionszenen auch akustisch wirkungsvoll wiedergegeben. Der Mix aus Orchesterscore, Synthesizer-Klängen und der Originalmusik der US-Rockband „Fall Out Boy“ verleiht dem Film in jeder Minute eine konstant stimmige Atmosphäre, die sich in den Bildern widerspiegelt. Die Dialoge sind auf ein breites Kinopublikum zugeschnitten. Kinder und Erwachsene fühlen sich angesprochen und werden gleichermaßen unterhalten. Da Baymax lediglich über seine Stimme (Bastian Pastewka) und seine Augen kommunizieren kann, bekommt der Zuschauer die Möglichkeit, die gezeigten Emotionen des Roboters frei zu interpretieren.

Fazit: „Baymax – Riesiges Robowabohu“ ist eine kunterbunte Mischung aus Action, Humor und Gefühl. Der Animationsfilm bietet gigantische Unterhaltung für die ganze Familie. Wenn die einzigartigen Figuren über sich hinauswachsen und gemeinsam für den guten Zweck kämpfen, bleibt kein Auge trocken.

by

Bilder © Walt Disney