Alles Erlaubt - eine Woche ohne Regeln

Hall Pass (2011), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

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Alles Erlaubt - eine Woche ohne Regeln Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Rick und Fred (Owen Wilson und Jason Sudeikis) sind beste Freunde. Beide sind seit vielen Jahren verheiratet, doch schauen Sie öfter anderen Frauen hinterher als es ihren eigenen lieb ist. Maggie und Grace (Jenna Fischer und Christina Applegate) wagen deshalb einen mutigen Schritt, um ihren Beziehungen einen frischen Impuls zu geben: Sie gewähren ihren Männern eine Auszeit, mit unbegrenzter Freiheit dürfen sie eine Woche lang tun, was sie wollen: „Alles erlaubt – Eine Woche ohne Regeln“.
Zunächst denken Rick und Fred, ein Traum würde in Erfüllung gehen, doch schon sehr bald erleben die beiden, wie ihre Vorstellungen vom Single-Leben und ihrer Freundschaft eine irrwitzig komische Wendung nehmen – auf ihre eigenen Kosten …


Owen Wilson, Jason Sudeikis und Jenna Fischer | mehr Cast & Crew


Alles Erlaubt - eine Woche ohne Regeln - Trailer




DVD und Blu-ray | Alles Erlaubt - eine Woche ohne Regeln

Blu-ray
Alles erlaubt - Eine Woche ohne Regeln Alles erlaubt - Eine Woche ohne Regeln
Blu-ray Start:
15.07.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 111 min.
DVD
Alles erlaubt - Eine Woche ohne Regeln Alles erlaubt - Eine Woche ohne Regeln
DVD Start:
15.07.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 101 min.

Filmkritik Alles Erlaubt - eine Woche ohne Regeln

Filmwertung: | 4/10


Die neue Komödie der Farrelly Brüder beginnt eigentlich noch recht vielversprechend. Die Geschichte rund um die beiden Freunde Rick (Owen Wilson) und Fred (Jason Sudeikis), die trotz glücklicher Ehen weiterhin darüber fantasieren, wie es denn wäre noch einmal Single zu sein, bietet bestes Futter für eine spaßige Sozialsatire. Besonders Männer, so suggeriert der Film, haben mit der Monogamie in der Ehe so ihre Probleme. Und das Umdrehen nach hübschen Frauen gewöhnt man sich auch nach 20 Jahren in einer glücklichen Beziehung nur schwer ab. An diesen Beobachtungen, die die Farrellys hier thematisieren, ist wahrscheinlich durchaus etwas dran und das macht das Experiment des „Freibriefs“, den die Beiden von ihren Frauen Maggie und Grace (Jenna Fischer und Christina Applegate) für eine Woche bekommen, zu einem interessanten Ausgangspunkt einer modernen Komödie. Wie gehen die Männer mit ihrer plötzlich neu gewonnenen Freiheit um? Was bedeutet das kurzzeitige Ehe-Aus für die beiden Frauen? Kann sich eine solche Beziehungspause positiv auf ein etwas eingerostetes Liebesleben auswirken? Diese Fragen sind es, die die Regisseure und Drehbuchautoren Peter und Bobby Farrelly hier ansprechen wollen. Leider gelingt ihnen dies nicht mit sonderlich großem Erfolg.

Freut man sich Anfangs noch über den relativ ruhigen Einstieg des Films, der den Ehealltag der beiden Paare thematisiert und die Gags eben aus jenen kleinen, alltäglichen Situationen zieht, so gleitet der Film in der zweiten Hälfte immer mehr in die Bereiche des Fäkalhumors ab, für welchen die Farrellys bereits seit „Dumm und Dümmer“ und „Verrückt nach Mary“ bekannt sind. Da darf dann der obligatorische Drogentrip genauso wenig fehlen, wie der Ausstoß verschiedenster Körperflüssigkeiten. Man bekommt das Gefühl, dass es den Drehbuchautoren partout nicht gelingen wollte, passende Pointen zum eigentlichen Thema des Films zu finden, obwohl sie sich anfangs doch selbst die geeigneten Vorlagen dafür liefern. Wenn die Männergruppe rund um Rick und Fred beispielsweise merkt, dass es trotz der Erlaubnis zum Fremdgehen ansprechender erscheint, gemütlich mit seinen Freunden ein Steak zu essen und Rotwein zu trinken, funktioniert dies durchaus als lustiger Kommentar auf das Älterwerden und betont den Unterschied zwischen Fantasievorstellung und Realität. Leider werden diese Ansätze im Film meist nicht weiter verfolgt und schon in der nächsten Szene sieht man sich mit den vollgedröhnten Protagonisten konfrontiert, die über die Sanftheit ihrer Haut diskutieren.

Im Optimalfall hätte „Alles erlaubt“ eine Komödie im Stile eines Judd Apatow werden können, der mit Filmen wie „Jungfrau (40), männlich, sucht...“ und „Beim ersten Mal“ bewiesen hat, dass Komödien über menschliche Beziehungen auch auf einem Level funktionieren können, auf dem die Figuren letztendlich als echte Menschen erscheinen und nicht als Karikatur enden. Letzteres ist in „Alles erlaubt“ leider der Fall. Dass die Hauptdarsteller in einigen Szenen trotz allem ihr komödiantisches Talent unter Beweis stellen können, betont nur noch einmal das verschenkte Potenzial dieses Films. Bei wem aber bereits die Großaufnahme eines männlichen Geschlechtsteils zu Lachkrämpfen führt, der wird wohl auch mit dem Rest des Films seinen Spaß haben. „Alles erlaubt – Eine Woche ohne Regeln“ ist ein Film über 40 Jährige für 14 Jährige.
by Thomas Zimmer

Bilder © Warner Bros.


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