Töte mich - DVD

DVD Start: 27.03.2013
FSK: ab 12 - Laufzeit: 91 min

Töte mich DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die fünfzehnjährige ADELE möchte sterben. Seit dem Tod ihres Bruders fühlt sich alles um sie herum fremd und weit entfernt an. Was bleibt, ist nur eine tiefe Traurigkeit in einem tristen, von harter Arbeit geprägten Leben. TIMO (43) ist auf der Flucht. Vor acht Jahren wegen eines Mordes verurteilt und inhaftiert, gelang endlich der Ausbruch aus dem Gefängnis. Verletzt und erschöpft sucht er Unterschlupf auf dem Bauernhof von Adeles Eltern. Als Adele den Flüchtigen entdeckt, bietet sie ihm einen Deal an: Sie wird ihm helfen, zu fliehen. Dafür aber soll Timo sie töten, sobald er in Sicherheit ist. Notgedrungen stimmt Timo dem morbiden Pakt zu. Argwohn und Misstrauen prägen die Reise, die beide bis nach Marseille führen wird. Die Grenzen zwischen Täter und Opfer verschwimmen. Der spröde Timo kann die Nähe des Mädchens kaum ertragen, Adele wiederum erinnert ihn unablässig an seine dunkle Verpflichtung. Je beschwerlicher allerdings die Umstände werden, desto mehr muss sich das merkwürdige Paar vertrauen, aufeinander verlassen, um die ungleichen Ziele zu erreichen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Töte mich

DVD
Töte mich Töte mich
DVD Start:
27.03.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 91 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Töte mich

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 7/10


Emily Atefs Film „Töte mich“ erzählt die Geschichte des ungleichen Paares Adele (Maria Dragus) und Timo (Roeland Wiesnekker), die zwar gemeinsam denselben Weg bestreiten, jedoch völlig unterschiedliche Ziele verfolgen.
Während die 15jährige Adele keinen Lebensmut mehr hat und jemanden braucht der ihrem trostlosen Dasein ein Ende bereitet, versucht der entflohene Sträfling Timo die Vergangenheit hinter sich und lassen und ein neues Leben zu beginnen. Allein die Zusammenführung dieser zwei ungleichen Individuen birgt viel Potential für ein vielschichtiges und tiefgründiges Drama in sich, das mit den menschlichen Emotionen jongliert und die kontroversen Lebenseinstellungen miteinander in Beziehung setzt.
Leider nutzt der Film dieses Potential nur zum Teil und verlässt den ambitionierten Weg nach einem eindrucksvollen Beginn mit interpretativen Bildern und unterkühlten Dialogen zugunsten eines halbwegs spannenden Roadmovies.
Während die Charaktere, insbesondere der von Adele, nur halbwegs beleuchtet werden, rückt im weiteren Verlauf die Flucht des ungleichen Duos vor der Polizei in den Vordergrund. Auf der einen Seite wird dadurch ein gewisses Maß an Spannung erzeugt und die Aufnahmen in den Wäldern sowie die der französischen Landschaften sorgen für ansehnliche Schauwerte. Auf der anderen Seite geht dadurch ein erheblicher Teil der emotionalen Atmosphäre verloren, da die Beweggründe des Mädchens in nur wenigen Szenen dezent angedeutet werden und für den weiteren Verlauf keine Rolle mehr spielen.
Dazu kommt, dass die Handlungen der Personen nicht immer realitätskompatibel sind und menschliche Engpässe kommentarlos ohne weitere Rückfragen hingenommen werden. Wenn auf die Frage „Warum willst du sterben?“ geantwortet wird „Ist bestimmt besser als hier“, wäre normalerweise eine Nachfrage angebracht, hier wird auf ein derartiges Sezieren der Intentionen verzichtet...tiefgründig ja, authentisch eher nicht.

Maria Dragus ist nicht Jennifer Lawrence und doch schafft sie es, ihre Rolle mit einer sehr eindrucksvollen Hingabe zu transportieren und den Zuschauer von ihrer Ernsthaftigkeit zu überzeugen. Roeland Wiesnekker ist ebenfalls sehr gut besetzt, da er den Spagat der inneren Zerrissenheit seiner Figur, die sich zwischen Hilflosigkeit und Entschlossenheit bewegt, in jeder Szene bemerkenswert meistert.

„Töte mich“ ist leider nicht durchgehend das facettenreicheDrama, das es so gerne sein würde und auch sein könnte, jedoch sind die Schwerpunkte in vielen Phasen erkennbar und erzeugen beim Zuschauer eine nachhaltige Wirkung. Der Film ist keine Empfehlung für einen lauen Filmabend, sondern anspruchsvolle Kost mit Nährwert, auch wenn sie ihren eigenen hohen Ansprüchen nicht immer gerecht werden kann.

Die DVD verfügt über eine gute Bild- und Tonqualität. Außer Trailern sind keine Extras vorhanden.

Fazit: Solides Drama mit eindrucksvollen Darstellern.

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by Till Huber
Bilder © Lighthouse Home Entertainment