Stanley Kubrick's - Fear and Desire - DVD

DVD Start: 13.03.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 60 min

Stanley Kubrick's - Fear and Desire DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD zum Film

Inhalt

Die Geschichte des Films beginnt in einem Wald, wo kurz zuvor vier Soldaten mit einem Flugzeug abstürzten. Diese merken schnell, dass sie sich im feindlichen Territorium befinden. Weder die Zeit noch der Ort des fiktiven Krieges wird dabei näher erläutert. Schnell können sie auch feindliche Truppen entdecken.
Die vier Soldaten wollen versuchen mithilfe eines selbstgebauten Floßes das Gebiet des Feindes zu verlassen. Doch ein Floß zu bauen dauert auch ein wenig Zeit und das viel größere Problem ist, dass sie Hunger bekommen und im Wald ist nichts essbares vorhanden. Doch es gibt ja auch noch die feindlichen Lager der anderen Soldaten.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Schröder Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
- Trailer

Video on demand - Fear and Desire

DVD und Blu-ray | Stanley Kubrick's - Fear and Desire

DVD
Stanley Kubrick's - Fear and Desire Stanley Kubrick's - Fear and Desire
DVD Start:
13.03.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 60 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Stanley Kubrick's - Fear and Desire

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 8/10
Ton: | 5/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 4/10


„Shining“, „A Clockwork Orange“, „2001: Odysse im Weltraum”, „Full Metal Jacket”, „Lolita” oder „Eyes Wide Shut” – die Liste von Stanley Kubricks Meisterwerken lässt sich noch ein Stück fortsetzen. Bis in die späten 1990er-Jahre begeisterte der gebürtige New Yorker immer wieder durch neue, in erster Linie vom Wahnsinn geprägte Kultfilme.
Mit „Fear and Desire“ erscheint nun sein Erstwerk auf DVD, ein Film, den Kubrick selbst gehasst hat und ihn als Amateurwerk abstempelte. Nun, 14 Jahre nach seinem Ableben erscheint der Schwarz-Weiß-Streifen von 1953 erstmals auf einem digitalen Medium:

In einem fiktiven Krieg stürzen vier Soldaten mit ihrem Flugzeug hinter feindlichen Linien ab. Von Lt. Corby angeführt, hat die Gruppe eigentlich einen simplen Plan: Gemeinsam wollen sie nachts mit einem selbstgebauten Floß durch einen Fluss zurück zu ihrem Territorium schwimmen. Doch dann entdeckt sie eine junge Frau im Wald und ein ranghoher feindlicher Offizier in Schussnähe weckt die Angriffslust der vier Soldaten. Sie entscheiden sich für einen Angriff!

Mit knapp 33.000 Dollar schuf Stanley Kubrick 1953 seinen ersten richtigen Film, nachdem er bereits zuvor zwei Kurzdokumentationen gedreht hatte. Von ihm selbst verhöhnt und als „Zeichnung eines Kindes am Kühlschrank“ denunziert, verbrannte er seine eigene Kopie des Filmes. Allerdings überlebte eine weitere Kopie des Films in den Kodak-Studios, sodass dieses Regiedebüt nun zugänglich gemacht werden kann.
Mit rund 60 Minuten Laufzeit besitzt der Film für seine Story die ideale Länge, denn jede Minute länger hätte nur geschadet.
Mit seiner Aussage, der Film sei amateurhaft gefilmt, spricht Kubrick leider den Kern des Problems an. Zwar erkennt man in Grundzügen schon seinen späteren speziellen Stil – besonders seine langen, ruhigen Einstellungen – doch setzt er dies frühestens in „Spartacus“ erst richtig ein. Insgesamt nimmt der Film erst zur Mitte an Fahrt auf, wenn zwei Storywendungen zu ein wenig Action und einfallsreicheren Dialogen führen. Bemerkenswert: Schon hier gibt es einen Charakter, der dem Wahnsinn verfällt; ein Bild, das fast alle Kubrick-Filme später prägen soll.

Erstaunlich gut ist das Bild, wenn man Alter und Machart des Films in Betracht zieht. Das Schwarz-Weiß wirkt kontraststark und klar. Der Ton ist recht blechern, sowohl in Englisch als auch in Deutsch. Dies liegt vermutlich daran, dass auch der Originalton erst im Studio hinzugefügt wurde, denn ursprünglich war der Film als Stummfilm geplant worden.

Extras besitzt die DVD leider gar keine, lediglich einige Trailer ebenfalls antiquierter Filme.

Fazit: Ein eher unterdurchschnittliches Kriegsportrait, das jedoch eindrucksvoll Stanley Kubricks Wandlung zum Filmgenie verdeutlicht – wenn auch nur in seinen ganz einfachen Grundzügen. Dafür gibt es eine lobenswerte Bildqualität!


by Yannik Riedl
Bilder © Schröder Media