Night of the Virgin (uncut) - DVD

DVD Start: 17.11.2017
FSK: ab 18 - Laufzeit: 113 min

Night of the Virgin (uncut) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Heute Nacht will er sie endlich loswerden. Nico, Übergebiss, unbeholfen und schon längst über 20, hat sich vorgenommen seine Unschuld verlieren. Nur mit wem? Keine Frau lässt sich anbaggern, bis er zur späten Stunde Medea begegnet. Sie ist zwar deutlich älter als er – aber was soll‘s? Reifere Frauen verfügen bekanntlich über mehr Erfahrung. Medeas geheime Vorlieben entpuppen sich jedoch als von der extrem schmerzhaften Art und so beginnt für Nico eine Nacht, die er nie vergessen wird – falls er sie überhaupt überlebt…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Neue Pierrot Le Fou
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer
- Wendecover

DVD und Blu-ray | Night of the Virgin (uncut)

DVD
Night of the Virgin (uncut) Night of the Virgin (uncut)
DVD Start:
17.11.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 113 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Night of the Virgin (uncut) Night of the Virgin (uncut)
Blu-ray Start:
17.11.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 118 min.
Night of the Virgin (uncut) (Limited Edition Mediabook) Night of the Virgin (uncut) (Limited Edition Mediabook)
Blu-ray Start:
17.11.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 118 min.

DVD Kritik - Night of the Virgin (uncut)

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 5/10


Ausgepresst
Mit Kultfilmen ist das so eine Sache. Zunächst ist einmal ist es sehr schwer zu definieren, was eigentlich ein Kultfilm ist. Meistens bezieht man sich da auf die Tatsache, dass der Film oft nicht zu Beginn sonderlich erfolgreich war, sondern eher auf die lande Dauer hin seinen Gewinn erzielte, einen gewisse Subkultur prägte und später unweigerlich zum Mainstream gehörte nachdem er durch Mundpropaganda letztlich doch einen Erfolg hatte. Aber nicht alle Filme die man als Kultfilme bezeichnet, weisen diese Kriterien auf. Vielleicht ist ein weiteres Kriterium ja die Tatsache, dass einige Zuschauerinnen und Zuschauer den Film abgrundtief hassen werden, wohingegen andere aus denselben Gründen ihn lieben werden. Nimmt man das als Grundlage, wird „Night of the Virgin“ definitiv ein Kultfilm.

Noch ist Nico (Javier Bódalo) voller Vorfreude
Noch ist Nico (Javier Bódalo) voller Vorfreude © Neue Pierrot Le Fou...
Zunächst ist es ja auch vielversprechend, denn es handelt sich um eine spanische Produktion. Gerade unsere südlichen Nachbarn haben in den letzten Jahren außergewöhnliche Horrorfilme geschaffen welche nicht nur hervorragend inszeniert sind, sondern auch eine gesellschaftskritische Botschaft einbauen können ohne dass diese zum Selbstzweck wird. Man gibt also spanischen Horrorfilmen schon mal vorab einen Bonus und wird selbst bei ausgetretenen Pfaden in der Story in der Umsetzung belohnt wie letztens erst bei „Veronica“. Die Story von „Night of the Virgin“ ist ebenso bekannt und recht dürftig. Ein unbeholfener junger Mann will in der aktuellen Silvesternacht endlich seine Unschuld verlieren, blitzt aber in der Disco permanent bei den jungen Frauen ab. Nur eine ältere Frau zeigt Interesse und so geht er schließlich mit ihr mit. Da werden sofort Assoziationen an Dämonen wach welche für ihre Rituale Jungfrauenblut haben wollen. Egal ob nun männlich oder weiblich. Aber hier ist lange unklar, was es mit der Frau auf sich hat. Jedenfalls sorgt ihr merkwürdiges Benehmen für einiges an Spannung und es wird gegen Ende auch recht blutig. Was etwas überrascht, da der Film phasenweise auch extrem lustig ist und den Irrsinn auf die Spitze treibt. Das erinnert mehr an spanische Produktionen eines Iglesias mit „El Dia de la Bestia“ denn an neuere Filme.

Medea (Miriam Martín)
...seine Unschuld bei Medea (Miriam Martín) zu verlieren... (© Neue Pierrot Le Fou
Ebenso ist dieser Film manchmal etwas zu schrill, leidet aber vor allem an dem Tempo und dem Rhythmus. „Night of the Virgin“ ist der erste Langfilm des Regisseurs und man merkt ihm die Probleme an, da die einzelnen Szenen und Kapitel nicht harmonisch ineinander fließen. So wirkt es als ob mehrere Kurzfilme zusammengeführt worden sind. Da nutzt auch die Einheit von Raum und Zeit nichts. Letztlich ist es ein unausgegorener Mix zwischen Witz, Horror, Erotik und Ekel. Ja, Ekel, denn hier werden eindeutig Grenzen überschritten. Das ist der Aspekt den manche für kultig empfinden werden, andere aber mit Abscheu wegsehen lassen werden. Hier wird nicht nur geblutet, sondern auch Sperma verspritzt, gekotzt, geschissen und die Charaktere werden wahrlich ausgequetscht. Zwar treibt das die ganze Entwicklung auf die Spitzte aber man muss es nicht in langen Szenen ausführlich sehen. Wer es mag.

Nico (Javier Bódalo)
... doch aus Vorfreude wird Schmerz und Leid.© Neue Pierrot Le Fou
Das Bild und der Ton sind gut. Neben einem Trailer gibt es noch sogenannten absurden Stoff was ein Potpourri aus Making Of, Gags und Interviews darstellt und sowohl lustig als auch interessant ist.


Fazit:
An dem Film werden sich die Geister scheiden. Der Mix zwischen Humor und Horror funktioniert zwar, rettet aber nicht über manche Längen hinweg und der explizite Auswurf von Körperflüssigkeiten ist einfach ekelhaft.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Neue Pierrot Le Fou