Dying God - DVD

DVD Start: 16.10.2009
FSK: ab 18 - Laufzeit: 85 min

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Inhalt

In einer dunklen und dekadenten Stadt, muss der korrupte Cop Fallon eine Serie von bizarren Vergewaltigungen und Morden aufklären. Mit Hilfe des Zuhälterbosses Chance macht er sich auf die Jagd nach einem Serienkiller der vielleicht nicht einmal menschlich ist!

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DVD Details

Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer

DVD und Blu-ray | Dying God

DVD
Dying God Dying God
DVD Start:
16.10.2009
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Dying God

Nach zwei Kurzfilmen ist „Dying God“ das günstig realisierte Spielfilm-Debüt des Regisseurs Fabrice Lambot, das wie schon seine Shorts als argentinisch-französische Co-Produktion entstand. Seine wenigen Reize bezieht der Film aus den Originalschauplätzen in Buenos Aires – eine bezaubernde Weltstadt, die viel zu selten als Filmkulisse Verwendung findet. Neben der unvertrauten Umgebung, von der viel zu wenig zu sehen ist, bietet die unausgegorene Mixtur aus Monster-Horror, Psycho-Thriller und düsterem Polizei-Krimi nichts als gepflegte Langeweile.

Jeder Anflug von Spannung wird vom desaströsen Drehbuch zunichte gemacht, welches den Zuschauer mit selten dämlichen Dialogen nervt, die kein noch so abgeschmacktes Klischee auslassen, wenn es darum geht, die Großstadt als Moloch voller Gewalt, Korruption und Perversion zu zeichnen. Beinahe hilflos baut Lambot unmotiviert gefilmte Erotik in den schwülstigen Plot und streut krude Gore-Szenen ein, um den hart gesottenen Genrefan bei Laune zu halten.

Als psychologische Gewaltstudie fehlt es „Dying God“ auch an darstellerischer Klasse, wie sich ein Veteran wie Lance Henriksen in solch ein Machwerk verirren konnte, ist mit bloßer Geldnot kaum zu erklären. Wie erwartet hält sich dessen Screentime in Grenzen, mehr als eine leidenschaftslose Gastrolle war hier nicht drin – und dennoch reicht es, um den Namen des Amerikaners als Zugpferd zu verwenden und eine internationale Auswertung zu erleichtern. Anders hätte es der laienhaft inszenierte, nur knapp über Amateur-Niveau anzusiedelnde, Film wohl kaum auf den deutschen DVD-Markt geschafft.

Obendrein nimmt Fabrice Lambot seinen bizarren Genre-Cocktail, der auch Giallo-Elemente und ökologische Kritik enthält, erschreckend ernst. Während der Plot immer uninteressanter und absurder wird, scheint Lambot stets anzunehmen, er würde hier den nächsten „Hellraiser“ abliefern. Bis die phantastischen Elemente der Handlung zum Tragen kommen, muss sich durch lausig inszenierte Ermittlungsarbeit gekämpft werden. Nebenbei zerstört sich die unsympathische Figur fleißig selbst, erweist sich als Frauenschläger, Säufer und evoziert als wandelndes Klischee nur Desinteresse. Wie eigentlich der gesamte Film. „Dying God“ ist wirklich nur für beinharte Allesgucker erträglich oder aber für Zuschauer, die ein Herz für unbedarftes Laien-Kino besitzen. Jeder andere wird schon von der billigen DV-Optik abgeschreckt und spätestens von fürchterlicher Kameraführung und Schnittsetzung verjagt. Ein Film zum Weglaufen denn hier stimmt wirklich rein gar nichts, woran wohl die überambitionierte Story Schuld trägt, deren vielfältigen Einflüssen weder die Macher noch das Budget gerecht werden.

Die DVD von Savoy Film und Sunfilm besticht nicht gerade durch Qualität, mit Ausnahme des netten Cover-Motivs. Die verwaschene und manchmal unscharfe Bildqualität ist mit Sicherheit auf das Filmmaterial zurück zu führen, ebenso wie der recht leise Ton. Zu allem Überfluss ist die deutsche Fassung synchronisiert wie ein billiger Porno und nimmt dem Film den letzten Elan. Wenigstens der englische Originalton ist enthalten, ebenso wie Trailer zu weiteren DVDs aus dem Labelprogramm.

by Marco Siedelmann
Bilder © Sunfilm