CAMP - Tödliche Ferien - DVD

DVD Start: 02.03.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 84 min

CAMP - Tödliche Ferien DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die jungen Amerikaner Christy, Michelle und Will freuen sich auf einen entspannten Sommer unter der spanischen Sonne: In einem Ferienlager wollen sie als Betreuer einheimischen Kindern Englischunterricht geben. Doch schon bei ihrer Ankunft und der Einarbeitung durch den Campleiter Antonio kommen ihnen erste Zweifel. Das Camp entpuppt sich als heruntergekommenes Landhaus mitten im Nirgendwo und noch nicht einmal die Wasserversorgung funktioniert. Die merkwürdigen und aggressiven Bewohner eines Wohnwagens in unmittelbarer Nachbarschaft tragen auch nicht gerade zu mehr Wohlbefinden bei.
Und sie haben sich nicht getäuscht: Noch bevor die ersten Kinder das Camp beziehen beginnt für die vier ein blutiger Horrortrip, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint. Niemand ist sicher – nicht vor Fremden, nicht vor Freunden und nicht mal vor sich selbst

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailershow

DVD und Blu-ray | CAMP - Tödliche Ferien

DVD
CAMP - Tödliche Ferien CAMP - Tödliche Ferien
DVD Start:
02.03.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 84 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
CAMP - Tödliche Ferien CAMP - Tödliche Ferien
Blu-ray Start:
02.03.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 84 min.

DVD Kritik - CAMP - Tödliche Ferien

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 7/10


Zombieslasher
Der Horrorthriller mit dem einfallslosen, aber passenden, Titel „CAMP – Tödliche Ferien“ ist wieder ein Beleg dafür, dass in den letzten Jahren aus Spanien einige hervorragende Horrorfilme kommen. Manchmal sind sie zwar total überdreht und zu sehr darauf bedacht, zu provozieren wie etwa „The Night of the Virgin“, aber die Genreperlen überwiegen doch deutlich. Man denke nur an die „Rec“-Reihe, deren Regisseur hier als ausführender Produzent tätig gewesen ist, oder an Gruselschocker wie „The Abandoned“ oder „Das Waisenhaus“. Oftmals können die Spanier nicht nur filmsprachlich überzeugen, was auch bei den französischen Genreproduktionen der letzten Jahre auffällig ist, sondern den Grusel mit sozialkritischen Untertönen versehen. In „Camp“ ist das leider nicht der Fall.

Die vier Betreuer auf dem Weg zum Feriencamp
Die vier Betreuer auf dem Weg zum Feriencamp © Studio Hamburg Enterprises
Die Handlung ist etwas arg übersichtlich und Untertöne sind kaum zu finden. Stattdessen wirkt er zu Beginn wie ein typischer Slasher: vier Betreuer sind in einem Feriencamp eingetroffen und bereiten nun die Ankunft der Kinder vor. Man ahnt schon, dass irgendwo ein Slasher lauert. Doch stattdessen verwandeln sich einige Bewohner der Gegend und auch einer der Betreuer in rasende Bestien. Hier wird also die Atmosphäre eines Slashers mit dem Subgenre des Zombiefilmes verbunden, was stimmig und gruselig ist. Denn das Setting mit dem alten verschachtelten Haus hätte auch einem Geisterfilm entnommen werden können und schafft es so, nicht nur die Klaustrophobie des Zombiefilms, das Rennen und Hasten des Slashers zu verbinden, sondern sogar die schwül schwelende Atmosphäre des Geisterfilmes zu verbinden. Zudem ist es toll fotografiert. Aber die Story zieht sich etwas, da im Grunde keine Geschichte erzählt wird. Aber dem Zombie wird noch ein Kniff hinzugefügt. Denn die Betroffenen werden nach einer gewissen Zeit wieder zum Menschen. Was leider nur vorübergehend sein kann, aber bei den Betroffenen Gewissensbisse auslöst und bei den anderen Skrupel, sich mit möglicherweise tödlich verlaufenden Konsequenzen zu wehren, da sie wissen, dass die Gegner wieder menschlich werden können. Das ist äußerst geschickt und zeigt, dass jeder unter bestimmten Umständen zur reißenden Bestie werden kann. Und verleiht dem Ganzen eine neue Dynamik und auch Dramatik. Dabei wird in Kauf genommen, dass der Film nicht allzu stringent wirkt. Da verwandelt sich einer, dann der andere, dann wieder eine, bis sie wieder normal sind und durch eine andere Figur abgelöst werden. Man rennt, hastet, versteckt sich und kämpft. Das ist im Grunde alles was passiert. Aber man kann aus einem offensichtlich schmalen Budget das optimale herausholen. Was man an dem Cast eingespart hat, es treten nur wenige Figuren auf, und bei dem Setting, kaum wird einmal das Haus verlassen und wenn dann nur um in die angrenzenden Wälder zu rennen, wird in die Optik gesteckt.

Jocelin Donahue in CAMP - Tödliche Ferien
Jocelin Donahue in CAMP - Tödliche Ferien © Studio Hamburg Enterprises
Vor allem aber filmsprachlich ist der Film sehr gelungen und sehr gut und geschickt gemacht. Der Spannungsaufbau wird oft dadurch erzeugt, dass man mit den Genrekenntnissen der Zuschauer spielt. Ein Beispiel: man sieht links vorne im Bild einen Protagonisten, dessen rechte Hand in Nahaufnahme zu sehen ist und wie sie langsam zu bluten beginnt. Im Bildhintergrund ist ein weiterer Charakter zu sehen, der seinem Gefährten und den Zuschauern den Rücken zudreht. Langsam geht der mit der blutenden Hand auf den anderen zu. Der Zuschauer kennt sich im Zombiegenre aus, weiß, dass die blutende Hand durch einen Biss verursacht worden ist und denkt sich: „Mensch, dreh dich um, da kommt Gefahr auf dich zu“. Doch es wird gänzlich anders aufgelöst und sorgt für einen erheblichen Schock. Den ganzen Film über wird mit solchen Elementen gespielt und der Zuschauer in die Irre geführt. Ebenso betrifft das einen Running Gag, bei dem man weiß, das er einmal blutig aufgelöst werden muss, aber es dann doch auf eine unerwartete Art und Weise geschieht. Diese Spielereien weisen eine gute Genrekenntnis auf, setzen diese bei dem Zuschauer voraus und wissen sehr gut mit der Klaviatur der Spannung zu spielen. Da nimmt man die schwache Geschichte gerne in Kauf, da man einfach beeindruckt ist von der Machart, ohne dass sich diese in den Vordergrund drängt. Sehr gut.

Szene aus CAMP - Tödliche Ferien
Szene aus CAMP - Tödliche Ferien © Studio Hamburg Enterprises
Sowohl das Bild als auch der Ton sind sehr gut. Allerdings ist der Dialog manchmal etwas leise ausgefallen. Aber zumindest das Bild lässt keine Wünsche offen. Bedauerlicherweise gibt es abgesehen von einer Trailershow keinerlei Extras. Und bei der sind die einzelnen Titel noch nicht einmal einzeln abzurufen.


Fazit:
Das schwache Drehbuch wird durch die hervorragende filmsprachliche Umsetzung wettgemacht. Ein spannender und sehr gut fotografierter Film der geschickt mit dem Spannungsaufbau spielt. Auf sozialkritische Untertöne muss aber weitgehend verzichtet werden.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Studio Hamburg Enterprises