Blood runs cold - DVD

DVD Start: 08.05.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 80 min

Blood runs cold DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Nach einem recht stressigen Jahr möchte sich die erfolgreiche Sängerin Winona eine Auszeit gönnen und mietet sich deshalb ein Haus, welches etwas versteckt in den Wäldern ihres früheren Heimatortes liegt. Schnell findet die Künstlerin wieder Anschluss an ihre alte Clique und lädt die Gruppe zu sich ein. Nach einer ausgelassenen Feier müssen die Freunde feststellen, dass sie nicht allein in der eingeschneiten Behausung sind: Seltsame Geräusche sind zu hören, die Autos wurden irreparabel geschädigt und ein Mitglied nach dem anderen verschwindet – allerdings nicht spurlos: Blutspritzer dekorieren schon bald die Gänge des Hauses. Doch anstatt sich zu verstecken oder zu fliehen, nimmt Winona den Kampf gegen den Killer auf. Nicht wissend, dass dieser wenig Menschliches an sich hat.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Bildergalerie, Trailer, Teaser

DVD und Blu-ray | Blood runs cold

DVD
Blood runs cold Blood runs cold
DVD Start:
08.05.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 80 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Blood runs cold Blood runs cold
Blu-ray Start:
08.05.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 80 min.

DVD Kritik - Blood runs cold

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 5/10


Schweden morden leise
„Blood runs cold“ ergibt eine etwas paradoxe Mischung. Einerseits ist der schwedische Film ein sehr typischer Slasher, der sowohl Stärken als auch Schwächen des Subgenres vereint, aber andererseits ist er auch recht ungewöhnlich und sticht aus der breiten Masse heraus. Die Handlung erfindet das Subgenre schon mal nicht neu, enthält sich aber glücklicherweise jedes Wertkonservatismus. Eine junge Frau, anscheinend Musikerin, braucht Urlaub und mietet ein Haus in der Nähe ihrer Heimatstadt. Als sie ihren Ex-Freund wieder trifft, lädt sie ihn und zwei seiner Freunde zu sich ein. Nur lauert hier der Mörder und dezimiert die Runde. Nichts Neues also. Aber was will man von einem Slasher schon anderes erwarten? Leider hat der Film auch einige Fehler, die nicht nur das Gesamtvergnügen schmälern, sondern schon verwunderlich sind. So sieht der Ex-Freund eine dubiose Silhouette an einem Fenster und ist darüber sehr erstaunt. Er verliert nur kein Wort darüber und fragt auch nicht nach, ob gerade jemand oben war. Das ist ja noch ein leichter, verzeihlicher Fehler. Aber warum hackt der Mörder eine nicht abgeschlossene Tür auf? Und der Knüller: sie ist noch nicht mal zu!! Wahrscheinlich einfach weil er es kann. Warum ruft die Heldin nicht ihren Manager auf dem Handy an, der gerade eine SMS schickte? Während sie vor dem Mörder weg läuft und das Handy durchaus funktioniert, wählt sie nie seine Nummer oder die der Polizei. Selbst schuld. Und hier noch ein Fehler, der so gut wie in jedem Slasher vorkommt: die Heldin greift nicht nach der Waffe, um den kurzfristig ausgeschalteten Gegner endgültig zu besiegen. Und zum Schluss liegt einfach so noch ein MG herum. Ist doch nett. Wer jetzt meint, dass sich der Film überhaupt nicht lohnt, der irrt sich aber. Gut, die Fehler kommen vor und sind bisweilen ärgerlich, aber der Film hat durchaus seinen Reiz. Zum einen ist er wirklich spannend und kann mit einem der beängstigendsten Slasher der letzten Jahre aufwarten. Zum anderen ist der Film für eine 16er Freigabe sehr blutig ausgefallen und kann sogar mit Gore aufwarten. Wie haben die das bloß an der FSK vorbei geschafft? Filmsprachlich gewinnt der Film auch noch einige Pluspunkte. So ist die Arbeit mit einem größtenteils natürlichen Licht sehr gelungen. Zwar gerät das Bild dadurch sehr blass, aber erlaubt ein gutes Spiel mit Reflexen vom Licht auf dem Schnee oder ein eingeschränktes Blickfeld. Manche Kameraperspektiven geraten nachgerade expressionistisch und zeigen schon die bedrohliche Stimmung von Anfang an. Auch das die Frau in das Revier des Slashers gerät ist glaubhaft gestaltet und auch ihre Reaktion auf das Verschwinden der Freunde kann psychologisch durchgehen. Das sind alles Pluspunkte, die dem Film eine gewisse Stärke geben. Generell wird hier auch eher angedeutet (nicht in punkto Gewalt) und wenig erklärt. Was dem Slasher nicht den unheimlichen Nimbus anhand einer konstruierten und ach so tragischen Vergangenheit raubt (wie in dem unsäglichen „Halloween 2“-Remake von Rob Zombie). Aufgrund der vielen Fehler und Pannen kommt der Film leider nicht über die Durchschnittswertung hinaus, aber der Rest ist ein sehr guter Genrevertreter und hat sein Publikum verdient.

Leider sind die Soundeffekte zu leise ausgefallen. So kann der Zuschauer nicht hören, dass im oberen Stockwerk Laute sind, welche die Heldin veranlassen, mal nachzusehen. Ansonsten ist der Ton gelungen. Aber das Bild ist auch nur ganz ordentlich. Es ist nämlich leider etwas blass ausgefallen. Die Extras sind auch nur durchschnittlich und reihen sich so in die ganze Geschichte gut ein. Es gibt Trailer, Teaser und eine Bildergalerie, was eigentlich Standard ist, aber dafür gewährt das Behind-the-Scenes-Featurette doch einige gute Einblicke.

Inhaltlich Standard, bildsprachlich außergewöhnlich, psychologisch glaubwürdig und ein wahrlich beängstigender Slasher, aber dann leider doch durch viele Fehler und Patzer wieder nur Durchschnitt. Aber auch im mittleren Segment gibt es wahrlich schlechtere Slasher.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment