Dead Man Down

Dead Man Down (2013), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Action / Krimi
Kinostart Deutschland: - Verleih: Wild Bunch

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Dead Man Down Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Victor (COLIN FARRELL) ist der zuverlässigste Mann in der Organisation des New Yorker Unterweltchefs Alphonse (TERRENCE HOWARD), die sich einer unheimlichen Bedrohung ausgesetzt sieht: In regelmäßigen Abständen ermordet ein Unbekannter Mitglieder der Gang und lässt Alphonse rätselhafte Nachrichten zukommen. Für Victors besten Freund Darcy (DOMINIC COOPER) entwickelt sich die Jagd nach dem Killer zur Obsession.
Dann tritt unvermittelt die mysteriöse Französin Beatrice (NOOMI RAPACE) in Victors Leben, die mit ihrer Mutter (ISABELLE HUPPERT) gegenüber des Apartmenthauses von Victor wohnt. Er kann sich ihrer Anziehungskraft nicht lange widersetzen, realisiert aber, dass Beatrice ihn instrumentalisieren will - für ihre Rache an einem Mann, der ihre Existenz ruiniert hat. Was Beatrice nicht weiß: Auch Victor hat ein Geheimnis, auch er sucht Rache für ein unaussprechliches Verbrechen und ist bereit, dafür alles zu unternehmen...


Colin Farrell, Noomi Rapace und Isabelle Huppert | mehr Cast & Crew


Dead Man Down - Trailer




DVD und Blu-ray | Dead Man Down

Blu-ray
Dead Man Down Dead Man Down
Blu-ray Start:
27.09.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 117 min.
DVD
Dead Man Down Dead Man Down
DVD Start:
27.09.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 113 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Dead Man Down

Filmwertung: | 7/10


Der Däne Niels Arden Oplev, der durch die Verfilmung des Stieg Larsons Roman „Verblendung“(2009) zu internationalen Ruhm gelangt ist, gibt mit „Dead Man Down“ (Originaltitel: „Dead Man Down“, USA, 2013) sein Hollywood-Debüt.

Victor (Colin Farrell) arbeitet für den Unterweltboss Alphonse (Terrence Howard) und genießt dessen Vertrauen. Seit einiger Zeit wird Alphonse von einem Unbekannten durch mysteriöse Botschaften und Dezimierung seiner Untergegebenen bedroht. Er ahnt nicht, dass seine rechte Hand auf Rache an ihm sinnt. Nur Darcy (Dominic Cooper), der beste Freund von Victor, kommt ihm langsam auf die Schliche. Den Wunsch nach Rache verspürt auch die entstellte Beatrice (Noomi Rapace), die zusammen mit ihrer Mutter Valentine (Isabelle Huppert) im gegenüberliegenden Wohnhaus von Victor wohnt. Nach einem Rendezvous erpresst sie ihn, auch ihre Rache zu vollziehen.

Nachdem der Regisseur Niels Arden Oplev zu Weltruhm gelangt ist, wurden ihm viele Drehbücher zugesendet. Keines vermochte ihn so richtig zu fesseln, bis er auf das Drehbuch von J. H. Wyman stieß, an dem dieser sechs Jahre gearbeitet hatte. Es beinhaltet alle klassischen Elemente eines amerikanischen Rache-Thrillers, aber verleiht seinen Figuren noch zusätzlich eine außergewöhnliche Tiefe. Oplev mochte diese Mischung und die ungewöhnliche Liebesgeschichte, die dem Filmstoff innewohnt. Doch vor allem war ihm wichtig, dass die Figuren ein Schicksal besitzen und eine zweite Chance bekommen, um aus der Dunkelheit fliehen zu können. Man muss als Zuschauer dem Regisseur recht geben. „Dead Man Down“ besitzt alle Elemente, die einen Film dieses Genres interessant macht. Die Mischung aus Aktion und psychologischen Momenten ist ausgeglichen. Die Geschichte selbst besticht durch ihr perfides Spiel und überraschende Wendungen. Den Intentionen und den Gefühlen der Protagonisten wird genügend Platz eingeräumt, aber ohne ins Rührselige abzudriften. Auch die Liebesgeschichte ist in keiner Weise kitschig, sondern realistisch und unaufdringlich angelegt. Das Dunkle, was den Figuren innewohnt, ist allgegenwärtig spürbar. Die Drehorte und Kulissen, die von dem Setdesigner Niels Sejer arrangiert wurden, sind passend dazu ausgewählt. Sie zeigen uns New York von seiner dreckigen Seite mit teilweise ungewöhnlichen Orten. Zudem lebt der Film von seiner wirklich guten Besetzung. Colin Farrell (bekannt aus „Totall Recall“ (2012) und „Cassandras Traum“ (2007)) ist nicht nur ein gewöhnlicher Aktion-Held, sondern wird von seiner geschundenen Seele zu diesen teils grausamen Taten getrieben. Seine Darstellung changiert so zwischen Professionalität und offen erkennbarer Verletzlichkeit. Noomi Rapace, die vor allem durch die Rolle der Lisbeth Salander in der Millenium-Trilogie als hartes Mädchen etabliert wurde, darf hier ihre feminine und zerbrechliche Seite zeigen. Auch Terrence Howard (bekannt aus „Iron Man“ (2008)) als Bösewicht) ist eine Überraschung, weil er sonst durchweg „gute“ Figuren spielt, aber gelungen besetzt. Die Nebenrollen wurden ebenfalls gut besetzt. So überzeugt Isabelle Huppert als fürsorgliche Mutter und Dominic Cooper als Gangster, der für seinen Sohn alles tun würde.

Fazit: Dem Dänen Oplev ist der Wechsel in die amerikanische Filmindustrie gelungen. „Dead Man Down“ ist ein gut besetzter, spannender und lohnenswerter Film. Er schafft es, die richtige Balance zwischen den verschiedenen Elementen des Thrillers zu kombinieren und den Betrachter zu fesseln.

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Bilder © Wild Bunch