Nazi Invasion - DVD

DVD Start: 22.05.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 91 min

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Inhalt

In den letzten Momenten des World War II wird ein geheimes unterirdisches Nazi Tunnel Programm gestartet. Der teuflische Plan sieht vor, eine Invasion Englands durchzuführen, indem sich die Nazis unter dem Ärmelkanal durchbuddeln, um mit ihren Armeen direkt auf englisches Hoheitsgebiet vorzustoßen!

Die englische Regierung glaubt nicht an einen solchen Plan und so sind sie völlig unvorbereitet, als sich auf einmal das Straßenpflaster von Whitehall auftut und die Nazis durch einen riesigen Tunnel einmarschieren, um das Großdeutsche Reich zu erweitern.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailershow, Interviews und hinter den Kulissen Material, Explosionen, Hitler`s Rat Pack, Kinotrailer, Ein schlechter Tag um Nazi zu sein, Die Nazi Hotties, Die Hakenkreuze

DVD und Blu-ray | Nazi Invasion

DVD
Nazi Invasion Nazi Invasion
DVD Start:
22.05.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 91 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Nazi Invasion Nazi Invasion
Blu-ray Start:
22.05.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 91 min.
Nazi Invasion 3D Nazi Invasion 3D
Blu-ray Start:
22.05.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 91 min.

DVD Kritik - Nazi Invasion

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 9/10


Garstige Puppen
Manchmal gibt es noch Filmeschöpfer, die sich angesichts der modernen Effektgewitter auf alte Herstellungsweisen rückbesinnen. Abseits von CGI und 3-D-Aufnahmen gelingen so einige bemerkenswerte Produktionen, die rein mit Puppen hergestellt wurden. Seien es nun „Nightmare before Christmas“, „The Corpse Bride“, „Mary und Max“, die „Wallace und Gromit“-Filme oder aktuell “Die Piraten”. Die Puppen sind immer noch im Vormarsch. CGI hilft da manchmal nur etwas aus. So nutzt auch „Nazi Invasion“ zwar hauptsächlich Miniaturen und Puppen, erweitert diese aber mit CGI, welches allerdings nur für die Hintergründe genutzt wird. Dabei hat „Nazi Invasion“ mit den vorgenannten Filmen zwar die Vorgehensweise gemeinsam, ähnelt aber inhaltlich eher dem kleinen Geniestreich „Team America“. Die Puppen sind hier zwar keine Marionetten und wirken sehr steif und ähneln vielmehr an Barbie und Ken. Aber die genialen Synchronisationsstimmen geben den Puppen wirklich Leben. Immerhin konnten hier mehrere Stars gewonnen werden: so etwa Ewan McGregor, Rosamund Pike, Tom Wilkinson, Richard E. Grant und viele andere. Und das verwundert eigentlich nicht, denn der Film ist ein wahrer Parforce-Ritt, der einem stellenweise den Atem raubt und die Augen übergehen lässt. Diese schottische Produktion weist auch das auf, wofür die Briten, Entschuldigung gegenüber den Schotten, berühmt sind: den Humor. Der ist nicht nur ähnlich respektlos wie in „Team America“, sondern noch schwärzer und absurder. Und die Respektlosigkeit betrifft gleich mehrere heilige Kühe Großbritanniens. Somit dürfte der Film durchaus kontrovers aufgenommen worden sein. Aber auch in Deutschland dürften manche Szenen gerade in Bezug auf die Nazis etwas merkwürdig aufgenommen werden. Goebbels ist ein grenzdebiler Gnom, Hitler läuft in einem Kleid herum und Himmler wirkt sehr tuntig. Darf man sich so über einige der größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte lustig machen? Man darf. Vor allem, wenn die Macher keine Deutschen sind. Aber auch die Briten kommen nicht so gut weg (ebenso wie die Franzosen, Inder und Amerikaner). Gegen Ende merkt man deutlich die Herkunft der beiden Regisseure an (im Übrigen Brüder): es wird ein Loblied auf die Schotten gesungen. Hier werden jedenfalls in einer sehr respektlosen Art und Weise nicht nur Klischees des Kriegsfilms und des Historienfilmes parodiert, sondern auch das Faible für Nazioptik (auf welche ja auch Prinz Harry mal hereingefallen ist), das Heldentum und Nationalheiligtümer. Churchill, London, die wehrhafte Bevölkerung, der Stoizismus, der Imperialismus, alles kommt vor und wird als hohl entlarvt. Es gibt wohl kaum ein Volk, welches so sehr über sich selber lachen kann wie die Briten. Zudem strotzt jede Einstellung nur so vor Anspielungen, was noch bei dem dritten Ansehen Neues bieten wird. So trägt die Heldin etwa ab der Mitte des Filmes die Kluft einer Frau auf einem der berühmtesten britischen Propagandaplakate des Zweiten Weltkriegs. Da kommt der Hadrianwall ebenso vor, wie die verlorene Neunte Legion, Braveheart und Mel Gibson, Cromwell, Wellington und die architektonischen Sehenswürdigkeiten. Und nichts bleibt auf dem anderen. Auch die Lachmuskeln nicht. Dabei ist die Freigabe ab 18 Jahren durchaus gerechtfertigt.

Das Bild und der Ton sind hervorragend und lassen kaum Wünsche offen. Auch die Extras sind sehr gelungen und geben tiefe Einblicke in die Produktion. Leider sind diese gänzlich ohne deutsche Untertitel versehen. Aber dafür werden die unterschiedlichsten Hintergründe und Hinter-den-Kulissen-Eindrücke aufgezeigt, die bei einer Produktion dieser Art wirklich sehenswert sind. Es ist spannend, wie mit Puppen beeindruckende Szenen geschaffen wurden. Da werden die Explosionen erläutert, die scharfen Nazi-Bräute vorgestellt, wie Geräusche synchronisiert worden sind und wie die grausame Schlacht getrickst wurde. „Hitlers Rat Pack“ ist aber eine kleine Mogelpackung, da nur gezeigt wird, wie das Auto der Nazigrößen zum Buckingham Palast gesteuert wird (oder jedenfalls der Versuch unternommen wird). Neben diesen verschiedenen Aspekten gibt es auch noch Interviews und Trailer.

Ein wilder Parforce-Ritt, der in äußerst respektloser Art heilige Kühe schlachtet und sämtliche Klischees des Kriegs- und Historienfilmes auf Korn und Kimme nimmt. Typischer britischer Humor, der so schwarz ist wie die Nazi-Uniformen. Fans von Filmen wie „Team America“ und Monty Python sollten unbedingt zugreifen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment