I Sell the Dead - DVD

DVD Start: 27.11.2009
FSK: ab 16 - Laufzeit: 82 min

I Sell the Dead DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Arthur Blake (Dominic Monaghan) ist am Ende einer erfolgreichen Karriere im Irland des 18. Jahrhunderts angelangt. Augenblicklich sitzt er im Gefängnis und wird seinem Kompagnon Willie Grimes (Larry Fessenden) bald auf die Guillotine folgen. Vorher aber schildert er Pater Francis Duffy (Ron Perlman), wie alles kam. Wie er Leichenräuber wurde, über seinen finsteren Auftraggeber Dr. Vernon Quint (Angus Scrimm), den blutigen Konkurrenzkampf mit der rivalisierenden Murphy-Gang und wie sich manch ausgegrabene Leiche als gar nicht so tot erwies. Hier mischt sich das good ol feeling der GESCHICHTEN AUS DER GRUFT mit vernebeltem Hammer-Retrostyle und einer guten Prise irischen Humors. Immer gemäß dem Motto: Vertraue niemals einer Leiche!

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Visual FX

Making I SELL THE DEAD

(ca. 75 Min.)

DVD und Blu-ray | I Sell the Dead

DVD
I Sell the Dead I Sell the Dead
DVD Start:
27.11.2009
FSK: 16 - Laufzeit: 82 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
I Sell the Dead - Special Edition I Sell the Dead - Special Edition
Blu-ray Start:
27.11.2009
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

DVD Kritik - I Sell the Dead

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Spätestens seit die lebenden Toten mit SHAUN OF THE DEAD endgültig in der Postmoderne angekommen sind, sprießen Horror-Komödien und so genannte Verbeugungen vor dem Genre wie Unkraut aus dem Boden der Filmlandschaft. Woran ja nichts grundsätzlich falsches liegt – wären nur alle Genrevertreter so unverbraucht und eigenständig wie I SELL THE DEAD. Denn der erste Spielfilm von Glenn McQuaid (der zuvor bereits den Kurzfilm THE RESSURECTION APPRENTICE, eine Art frühere Version der vorliegenden Story, geschrieben und inszeniert hatte) kommt daher wie eine nostalgische Zeitreise in die Hochzeit der britischen Hammer-Studios, die jahrzehntelang Synonym für atmosphärischen Horror waren und Darsteller wie Christopher Lee und Peter Cushing zu Legenden machten. Ganz im Stil dieser leicht verschrobenen, in der Ausstattung oft detailverliebten und mit markigen Darstellern besetzten Filmen versteht sich I SELL THE DEAD, der zwar seine humoristischen Aspekte nicht an erste Stelle setzt, aber doch in jeder Szene ein deutliches Augenwinkern erkennen lässt.

So richtig bedrohlich wird es dann eigentlich nie, ganz besonders nicht für hartgesottene Gorehounds oder abgebrühte Genre-Veteranen. Allerdings sollte auch erwähnt werden, das der auf dem Cover gezogene Vergleich mit SHAUN OF THE DEAD irreführend und kaum sinnvoll ist. I SELL THE DEAD funktioniert nicht als Parodie sondern als anachronistische Hommage, durchsetzt mit einer Ironie, die leider nicht so souverän installiert wurde wie es Tim Burton im ähnlich gelagerten SLEEPY HOLLOW gelang. Die fehlende Subtilität des Drehbuchs wird wett gemacht durch die fantasievollen Masken, die fantastischen CGI-Effekte und das gelungene Produktionsdesign. Außerdem ist der Film glänzend besetzt mit Dominic Monaghan (LOST, HERR DER RINGE), der mit seiner übermütigen Darstellung allerdings etwas über die Stränge schlägt und nicht selten die Grenze zum Overacting übertaumelt. Geerdeter und routinierter tritt dagegen Haudegen Ron Pearlman auf, der allerdings auch nur eine Nebenrolle als Priester bekleidet. Larry Fessenden glänzt seinerseits mit einer rein physischen Leinwandpräsenz, die er seiner skurrilen Physiognomie verdankt.

Fazit: Für gepflegten Grusel und einen bisweilen skurril-makaberen Humor ist gesorgt, auch wenn dem Plot immer mal wieder die Puste auszugehen droht, was nicht zuletzt an der Rückblendenstruktur liegt. Ein wirklich großer Wurf ist I SELL THE DEAD nicht geworden aber eben genau das, was man von einem Sleeper-Hit, der sich seine Vorschusslorbeeren auf einschlägigen Festivals verdiente, erwarten darf: Gediegene und mit sicherer Hand umgesetzte Genre-Kost auf formal hohem Niveau,

Die deutsche DVD-Veröffentlichung lässt keine Wünsche offen, was schon bei der liebevollen Verpackung anfängt: Um das ungeliebte neue FSK-Logo zu vermeiden hat man sich etwas ganz besonderes einfallen lassen und die im Schuber gelieferte Doppel-DVD mit einem Einleger versehen, der problemlos raus genommen werden kann und das „unbefleckte“ Cover freilegt. In diesem Fall auch besonders wünschenswert, weil es sich um ein wirklich schönes Artwork handelt und der Schuber so unversehrt bleibt – und oben drauf enthällt die eigentliche DVD zusätzlich noch das oft verwendete Wendecover. Auf der Bonus-DVD befinden sich ein nahezu spielfilmlanges Making Of und ein im Vergleich dazu recht kurzes aber ebenso höchst informatives Special über die Visual Effects – letzteres zeigt die respektvolle Annäherung der Computer-Tricks an die klassische Wundästhetik des Horrorfilms. Ein sehenswerter Beitrag, der vom ausführlichen Making Of noch ausgiebig unterfüttert wird. Das sich die meisten Ausführungen und Erläuterungen auf technische bzw. visuelle Bereiche des Films bezieht, bestätigt den Eindruck, das I SELL THE DEAD in erster Linie auf Form und Stil Wert legt und sich erst in zweiter Instanz um erzählerische Originalität bemüht.

by Marco Siedelmann
Bilder © WVG Medien