Deepwater Horizon - DVD

DVD Start: 06.04.2017
FSK: ab 12 - Laufzeit: 103 min

Deepwater Horizon DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

2010 steht die Ölbohranlage Deepwater Horizon kurz vor einem bahnbrechenden Rekord. Über 100 Millionen Barrel Öl sollen 70 Kilometer von der US-Küste entfernt aus dem Golf von Mexiko gefördert werden. Das Team um die beiden Chef-Techniker Mike Williams (Mark Wahlberg) und Jimmy Harrell (Kurt Russell) ist beauftragt, die Förderung vorzubereiten, doch ein Test zeigt, dass der Druck auf das Bohrloch viel zu hoch ist. Trotz energischer Warnungen seitens der Crew geschieht, was man im BP-Konzern bis dahin für unmöglich hielt. Es kommt zu einen „Blowout“: Gas und Öl schießen unter enormem Druck unkontrolliert an die Oberfläche, mehrere gewaltige Explosionen sind die Folge. Über 120 Menschen sind plötzlich auf der Plattform eingeschlossen. Millionen Tonnen Öl strömen unkontrolliert ins Meer. Williams und sein Team setzen ihr eigenes Leben aufs Spiel, um die Verletzten zu evakuieren und Überlebende zu retten. Ein brandgefährlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Featurettes, Trailer, Wendecover


DVD und Blu-ray | Deepwater Horizon

DVD
Deepwater Horizon Deepwater Horizon
DVD Start:
06.04.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 103 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
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DVD Kritik - Deepwater Horizon

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Brennende Insel
Wenn sich Filmemacher realen Geschehnissen annehmen, weiß der Zuschauer ja immer wie es ausgehen mag. Man weiß, dass die Titanic untergegangen ist und weiß, dass die Bohrinsel Deepwater Horizon in Flammen aufgegangen ist und eine der größten Ölkatastrophen der US-Geschichte ausgelöst hat. Es ist dann eher die Sensationslust des Zuschauers und die Faszination an den Bildern welchen einen motiviert den Film anzusehen. Deepwater Horizon SzenenbildUnd ist von Beginn an überrascht. Denn „Deepwater Horizon“ setzt direkt zu Beginn ein Klischee des Katastrophenfilmes außer Kraft. Meist haben die Helden in dem Genre ein Trauma oder eine zerrüttete Familie und die Bekämpfung der Natur führt meist zu der Überwindung des Traumas und zu einer Familienzusammenführung. Meist bedarf es eben eines Vulkanausbruchs oder eines Tsunamis bevor man miteinander redet. Wer sich also eine Paartherapie ersparen will, reise einfach in ein Katastrophengebiet. Hier ist das aber nicht der Fall.

Die Familie ist intakt und man lernt Mark Wahlberg mit seiner schönen Frau und deren aufgeweckter Tochter kennen und alles ist harmonisch. Zwar werden sie die nächsten drei Wochen getrennt sein, da Wahlbergs Schicht auf der Deepwater Horizon beginnt, aber das gehört eben zum Alltag. Man lernt schnell noch eine Kollegin kennen und dann kommt schon Kurt Russell in das Bild der sich direkt nach der Ankunft auf er Bohrinsel mit John Malkovich anlegt, der einen Manager spielt, der aus Zeit- und Kostengrüngen auf einen wichtigen Test verzichtet hat. Hier ist ein Klischee, gut. Die bösen Wirtschaftsmanager hören nicht auf die Arbeiterschaft. Profit geht vor Sicherheit. Natürlich müssen die ihre Lektion später lernen. Aber das ist in der Tat das einzige vorkommende Klischee, was sehr lobenswert ist. In einer zeitlich sehr dichten Erzählung lernt man im Schnelldurchgang ein paar Charaktere kennen. Das ist sehr geschickt gemacht, da dieses während der Ankunft, also quasi bei der Schichtübergabe, geschieht. Alles ist dynamisch, kaum jemand bleibt beim Reden mal stehen, alles ist im Tempo, im Fluss, was schon zu Beginn den Film sehr dynamisch macht. Das so die Charakterisierungen wegfallen ist verschmerzbar. Natürlich weiß der Zuschauer was passieren wird, aber es gelingt Regisseur Peter Berg das Kunststück, dass der Weg bis dahin enorm spannend ist. Man sieht auf die Uhr und ist erschreckt, dass schon eine Stunde vergangen ist und alles war spannend und temporeich obwohl noch gar nichts passiert ist. Es brodelt ab und an unheilvoll der Meeresboden aber als dann das Unglück geschieht, ist man dennoch erschreckt und fiebert mit den Figuren mit das sie noch das Schlimmste verhindern mögen und sich retten können. Die zweite Hälfte des Filmes bietet dann das, was der Fan und Genrekenner erwartet: ein bildgewaltiges Abenteuer. Auch hier werden Klischees vermieden. Keiner muss ein Trauma überwinden, sondern es geht einzig darum von der Bohrinsel herunterzukommen und seine Freunde zu bergen. Kein Kampf, einzig Flucht, da die Sinnlosigkeit der Brandbekämpfung angesichts des Infernos jedem klar ist. Die Szenen sind packend und spannend und man ergötzt sich an den verstörenden und doch faszinierenden Bildern des Brandes. Am Ende atmet man auf und bekommt erst da einige sehr bewegende Szenen geboten als den Charakteren Zeit und Luft bleibt und sie erst dann registrieren was eigentlich passiert ist. Hier gibt es kein Lied auf das Heldentum, denn die Gefahr gehört zum Job und vor dem Abspann werden die Namen und die Bilder derjenigen gezeigt die auf der Bohrinsel starben. Deepwater Horizon SzenenbildÄrgerlich ist der Nachklapp der sich allein auf kurze Sätze beschränkt und nur mal nebenher erwähnt, dass die Katastrophe die nächste nach sich zog: nämlich die Verschmutzung des Golfes von Mexiko. Aber was das eigentlich ausmachte, fällt unter den Tisch, hätte aber wohl dramaturgisch nur noch schwer eingearbeitet werden können. Trotz dieses Abstriches ist der Film spannend, dynamisch und bildgewaltig geworden und eines der seltenen Beispiele für einen Genrefilm der die meisten Klischees ausklammern kann.

Das „Hinter den Kulissen“ ist sehr interessant ausgefallen. Man sieht die Kameramänner bei der Arbeit. Gleichzeitig wurde aus verschiedenen Blickwinkeln gefilmt und das Timing musste stimmen. Vor allem das Making Of kann überzeugen und es wird in die Tiefe gegangen mit den Tricks und den aufwendigen Studiobauten. Während eine weiteres Special ein reiner Werbefilm für Berufe ist und sehr peinlich ausfällt. Eine Trailershow und den Trailer gibt es natürlich auch noch. Dafür kann die technische Ausstattung mit Ton und Bild vollends überzeugen.


Fazit:
Spannung und bildgewaltig kann der Katastrophenfilm viele Genreklischees vermeiden, beschränkt aber seine Story auf ein Minimum. Dennoch eine kurzweilige Unterhaltung.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Studiocanal Home Entertainment