Black Swarm - DVD

DVD Start: 16.10.2009
FSK: ab 16 - Laufzeit: 85 min

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Inhalt

Etwas Mysteriöses passiert in dem idyllischen Ort Black Stone: Eine Invasion von genetisch mutierten Wespen greift die Menschen an, und nach und nach verwandelt sich die gestoch- enen Opfer in gefährliche Killer-Drohnen. Die tödlichen Insekten haben nur ein einziges Ziel – sie wollen die Menschheit auslöschen...

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DVD Details

Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailershow

DVD und Blu-ray | Black Swarm

DVD
Black Swarm Black Swarm
DVD Start:
16.10.2009
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Black Swarm

Die Polizistin Jane Kozik (Sarah Allen) verlässt gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter Manhattan um in ihren Heimatort Blackstone zurück zu kehren. Hier will sie weniger arbeiten und ihrem Kind ein sicheres und ruhiges Umfeld bieten. Doch schon als sie in der Kleinstadt ankommen, begegnen ihnen auffällig viele Menschen, die sich merkwürdig verhalten. Als es zu einem mysteriösen Todesfall kommt, bei dem ein Mann offensichtlich von einem Wespenschwarm getötet wurde, ist die Bedrohung bereits außer Kontrolle. Der seltsame Imker Eli Giles (Robert Englund) scheint mehr über die gefährlichen Tiere zu wissen als alle anderen und plötzlich taucht auch die Insektologin Katherine Randell (Jayne Heitmeyer) in Blackstone auf...

Die kanadische Fernsehproduktion „Black Swarm“ unterhält mit sehr sanftem Grusel, der beinahe ganz ohne Gewaltdarstellungen auskommt und ködert den geneigten Genrefan mit der Verpflichtung der Horror-Ikone Robert Englund. Der als Kult-Killer Freddy Krueger berühmt gewordene Darsteller ist hier in einer seiner besten Rollen zu sehen und wertet die Produktion daher nicht durch bloße Anwesenheit auf. Englund spielt seine exzentrische Figur, die im übrigen keine Cameo-Funktion erfüllt sondern wichtig für die Handlung ist, zurückhaltend und doch exzentrisch. Sein routiniertes Understatement erinnert an andere kultige Darsteller wie Bruce Campbell oder Debbie Rochon.

Zwischen bizarrer Kleinstadt-Satire (der aber spätestens in der zweiten Filmhälfte jeglicher Biss abhanden kommt) und gewollt trivialer Trash-Unterhaltung nimmt sich „Black Swarm“ keineswegs ernst und beweist diesen Umstand nicht nur durch viele ironische Spitzen. Leider obsiegt zu guter Letzt das Bekenntnis zum bürgerlichen Familienleben, wogegen mit der Illusion von Sicherheit auf dem Lande zuvor wiederholt gebrochen wurde. Dies und der müde Schluss-Gag, dem jede Pointe und Überraschung fehlt, relativieren den vorher beinahe durchweg positiven Gesamteindruck empfindlich.

Dank einer soliden Inszenierung und durchweg guten Darstellern kommt immerhin keine Langeweile auf und auch wenn es kaum Höhepunkte zu verzeichnen gibt, hält Regisseur David Winning das Tempo aufrecht und verzettelt sich nie in banalen Nebenhandlungen. Zudem bemüht er sich, altbekannte Strickmuster neu zu variieren und bringt deshalb einige kühne Ideen, so dass die Wespen hier nicht bloße Killer sind sondern ihre Opfer weiterhin als Wirtskörper missbrauchen und so zur Bedrohung für die ganze Menschheit werden. Und die böse Regierung hat freilich auch ihre schmutzigen, gewinnorientierten und kriegstreiberischen Finger mit drin. Besser gut zusammengeklaut als schlecht ausgedacht, heißt hier die Devise – und sie geht erstaunlich gut auf wenn man sich für wild gewordene Insekten begeistern kann.

Da es sich um eine günstig produzierte TV-Produktion handelt, sollte man natürlich die Erwartungen an die Visual Effects klein halten. David Winning hat diese Einschränkung allerdings bedacht und gleicht sie mit dem Handlungselement der Wirtskörper aus. So vertreten die bereits betroffenen Menschen in vielen Sequenzen gewissermaßen die Wespen – wenn diese zu sehen sind, ist ihre Screentime stets knapp bemessen. Trotzdem ist in jeder Einstellung klar ersichtlich, das es sich um CGI-Tiere handelt, die niemals die gleiche Wirkung hervor rufen können, wie es der Einsatz echter Wespen könnte. Da es sich hier aber quasi um genmanipulierte kleine Monster handelt, geht der Computereinsatz schon in Ordnung und dürfte nur die nostalgischen Fans verschrecken.

Unterm Strich eine unterhaltsame und ordentliche Genreproduktion, die nicht zuletzt auch über begangene Schuld und deren unbedingte Sühne reflektiert. Dank eines stark aufspielenden Robert Englund gerät der Schuldkomplex seiner Figur zum inneren Zentrum des Films.

Die DVD von Sunfilm kommt zwar ohne Bonusmaterial aus (bis auf die obligatorischen Trailer, die das Labelprogramm bewerben), präsentiert den Film aber in hervorragender Qualität. Auch der sehr räumliche Klang unterstützt die teilweise raffinierten Sound-Effekte adäquat. Und ganz ehrlich, weitere Hintergrundinformationen sind an dieser Stelle nicht nötig, ein Blick hinter die Kulissen daher verzichtbar. Für alle Freunde des Tierhorrorfilms ein netter Zeitvertreib für zwischendurch, gerade in diesem trashigen Genre hat man schon bedeutend schlechteres gesehen. Und ein Wendecover ermöglicht es, die hässliche FSK-Kennzeichnung (ab 16 scheint übrigens hoch gegriffen, Zwölfjährige dürften den Film locker vertragen) zu verstecken.

by Marco Siedelmann
Bilder © Sunfilm