Baywatch - DVD

DVD Start: 12.10.2017
FSK: ab 12 - Laufzeit: 112 min

Baywatch DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Er hat seinen Strand fest im Griff: Mitch Buchannon (Dwayne Johnson) ist der lässigste Rettungsschwimmer von Miami Beach mit dem heißesten Team an seiner Seite. Nur Neuzugang Matt Brody (Zac Efron) stellt die Autorität des charismatischen Anführers in Frage und stiftet Unruhe. Doch als das Team in einen mysteriösen Kriminalfall hineingezogen wird und die Zukunft der geliebten Bucht auf dem Spiel steht, müssen die beiden Lifeguards sich wohl oder übel zusammenraufen...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures / Paramount Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Türkisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 / 2,39:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Das Vermächtnis geht weiter
Erweiterete Szenen

DVD und Blu-ray | Baywatch

DVD
Baywatch Baywatch
DVD Start:
12.10.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 112 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Baywatch (Extended Edition) Baywatch (Extended Edition)
Blu-ray Start:
12.10.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 116 min.
Baywatch (Extended Edition) (4K Ultra HD) Baywatch (Extended Edition) (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
30.11.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 121 min.

DVD Kritik - Baywatch

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Schwimmer und Gendarm
„Baywatch – Die Rettungsschwimmer von Malibu“ gilt als eine der erfolgreichsten TV-Serien und war vor allem stilbildend. Von 1989 bis 2001 wurden elf Staffeln produziert, welche insgesamt 243 Episoden umfassten und in 144 Ländern ausgestrahlt wurden. War die erste Staffel noch ein Flop, welche zu einer vorzeitigen Absetzung führte, so war die zweite Staffel schon ein Neustart und wurde von Hauptdarsteller David Hasselhoff selber produziert, weil er an den Erfolg und den langen Atem glaubte. Womit er Recht bewies. Nicht nur „The Hoff“ zementierte damit seinen Status als TV-Star, sondern brachte auch Pamela Anderson und Carmen Electra nach oben. Vieles was in den 1990ern als Körperideal galt, egal wie zweifelhaft das sein mochte, wurde durch die Serie und deren Darsteller geprägt. Auch diejenigen welche die Serie nie gesehen haben, haben sofort die Bilder von schönen Menschen in knappen roten Badeanzügen vor Augen wenn sie den Namen „Baywatch“ hören. Da waren die Storys in den Episoden eigentlich egal, sofern die vollbusigen Damen in Zeitlupe über den Strand liefen.

Weibliche Rettungsschwimmer in heißen Badeanzügen dürfen in Baywatch nicht fehlen
Weibliche Rettungsschwimmer in heißen Badeanzügen dürfen in Baywatch nicht fehlen © Paramount Home Entertainment
Ein Aspekt der in der Kinoversion von „Baywatch“ übrigens schön selbstironisch aufgegriffen wird. Überhaupt: als angekündigt worden ist, das die Serie nun sechzehn Jahre nach dem Aus einen Spielfilm als Ableger bekommt, so konnte man schon etwas daran zweifeln, wie daraus ein Film gemacht werden soll. Zum Teil bewahrheitet sich die Befürchtung, denn man muss schließlich eine Geschichte erzählen welche die Lauflänge von annähernd zwei Stunden füllen muss. Da reicht es nicht, dass man sich auf das hauptsächliche Thema der Lebensrettung am Strand beschränkt, sondern muss auch noch eine Krimigeschichte einbauen. Letztere ist recht unwahrscheinlich. Es ist unlogisch, ja albern, wie eine Gruppe von Rettungsschwimmern gegen ein Drogenkartell ermittelt, ohne dass sie irgendwelche juristische Konsequenzen befürchten müssen. Sie überschreiten deutliche Grenzen und brechen etwa in eine Leichenhalle ein (was übrigens zu einer aberwitzigen Szene im Tiefkühlfach führt). Mal abgesehen davon, dass sie nicht dafür qualifiziert sind Ermittlungsarbeit zu leisten und die Polizei offensichtlich dümmer ist als sie selber erlaubt. Natürlich ist die Ermittlungsarbeit durch einiges an Action angereichert worden, welche einen deutlichen Schauwert liefern und auch sehr realistisch gehalten ist. Es wäre natürlich Verschwendung gewesen, Dwayne Johnson als reinen Badehosenträger zu verheizen und so gibt es eben die Actionszenen. Die Story an sich ist, wie gesagt, albern und so bekommt der Film seine Punktabzüge. Aber das bestechende an dem Streifen ist der Witz und vor allem die Selbstironie. Nicht nur gibt es reihenweise gute Sprüche und einige Szenen welche schon in den Bereich des Slapstick gehen, und auch mal unter die Gürtellinie zielen, sondern vor allem eine bestechende Selbstironie. Wenn Kelly Rohrbach in Zeitlupe über den Strand läuft, so sagt ein Protagonist: „Siehst Du das auch? Läuft sie wirklich in Zeitlupe?“ Später, bei dem Gastauftritt von Pamela Anderson, wird sogar gesagt, dass diese (ehemalige) Ikone in Superzeitlupe läuft.



Mitch Buchannon (diesmal Dwayne Johnson) und Matt Brody (Zac Efron)
Mitch Buchannon (diesmal Dwayne Johnson) und Matt Brody (Zac Efron) © Paramount Home Entertainment
Auch das die Protagonisten gar nicht dafür prädestiniert sind einen Kriminalfall zu lösen, wird mehr als einmal thematisiert. Doch die Figuren sind stur und vor allem exzentrisch, was einen großen Teil ihres Reizes ausmacht. Denn hier geht es auch, und vor allem, über die Überwindung von Egoismus und wie man sich als Team zusammenrauft und für andere einsteht. Das gibt dem Ganzen eine leicht dramatische Note, kann aber auch wieder für Witz und Dynamik sorgen. Ja, es gibt sogar einen unwahrscheinlichen Helden und indem ein Nerd Einsatz und Willen zeigt wird er als „Normalo“ in das Team aufgenommen, wo sonst nur so schöne Menschen drin sind, dass sie schon unwirklich wirken. Aber gerade hier macht Kelly Rohrbach eine gute Figur, indem sie ihre Attraktivität herunterspielt und manchmal nicht zu wissen scheint, welche Wirkung sie auf andere hat. Aber ein leicht angehauchtes Lächeln scheint anzudeuten, dass sie sehr wohl darum weiß und ihre Erotik als Mittel zum Zweck einsetzt. Als Spiel. Und das trifft den Tenor des ganzen Filmes sehr gut. Er ist ein Spiel, ein kurzweiliges Vergnügen, zwar ein Guilty Pleasure, aber er sorgt für gute Laune und nimmt sich selber nicht ernst.



Laufen die neuen Rettungsschwimmer etwa auch in Zeitlupe?
Laufen die neuen Rettungsschwimmer etwa auch in Zeitlupe? © Paramount Home Entertainment
Sowohl das Bild als auch der Ton sind hervorragend und lassen kaum Wünsche offen. Nur sind die Extras nicht unbedingt berauschend. Es gibt entfernte Szenen und ein Making Of welches sehr PR-lastig ist und in dem sich alle Beteiligten und vor allem die dem Film zugrunde liegende TV-Staffel sehr loben.


Fazit:
Auch wenn die Story recht albern ist, so bestechen der Witz, der Charme und vor allem die Selbstironie. Natürlich auch die Badeanzüge.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures / Paramount Home Entertainment