22 Bullets - DVD

DVD Start: 19.05.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 112 min

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Inhalt

Charly Mattei hat mit seiner kriminellen Vergangenheit abgeschlossen: Mafia-Pate, schmutzige Geschäfte, Mord und Totschlag - das war einmal. Seit drei Jahren führt er ein beschauliches Leben und widmet sich liebevoll seiner Frau und seinen beiden Kindern. Daran wird sich so bald auch nichts ändern. Glaubt er. Doch eines Wintermorgens holt ihn sein früheres Leben auf brutale Weise ein: In einem Parkhaus am alten Hafen von Marseille wird Charly von einem achtköpfigen Mordkommando überfallen und mit 22 Kugeln niedergestreckts. Als die maskierten Angreifer vom Tatort verschwinden, gehen sie davon aus, dass Charly tot ist. Tatsächlich überlebt er schwer verletzt. Der Polizei gegenüber schweigt sich der Ex-Pate über die Täter und möglichen Hintergründe aus. Doch er hat einen Verdacht. Kaum genesen, beschließt Charly, die Verantwortlichen des hinterhältigen Anschlags auf sein Leben zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen. Observiert von einer zähen Kommissarin, die ein persönliches Interesse an dem Fall hat, belächelt von der Unterwelt, die dem einstigen Komplizen nicht mehr viel zutraut, beginnt Charly sich umzuhören. Doch mit Gewaltlosigkeit kommt er nicht weit. Und ist schon bald gezwungen, unter seinen Feinden aufzuräumen. Ein erbarmungsloser Rachefeldzug beginnt...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of
Trailer
Jean Reno in München

DVD und Blu-ray | 22 Bullets

DVD
22 Bullets 22 Bullets
DVD Start:
19.05.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 112 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
22 Bullets 22 Bullets
Blu-ray Start:
19.05.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 117 min.

DVD Kritik - 22 Bullets

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Zielscheiben
„22 Bullets“ fängt so konventionell an, dass man schon das schlimmste befürchtet. Jean Reno fährt mit seinem Sohn umher und besucht seine Mutter. In voller Eintracht, aber schön falsch, singen Vater und Sohn auf dem Rückweg Opern im Auto und die Sonne scheint. Innerhalb weniger Minuten soll so die Sympathie des Zuschauers für den Hauptcharakter geweckt werden. Und die sonnengetränkten Szenen zeigen natürlich die Harmonie an. Aber wer schon mindestens zwei Filme des Actiongenres gesehen hat, weiß was kommen wird. Und natürlich wird die Harmonie gründlich zerschossen und fortan nimmt Jean Reno Rache. Die wenigen Szenen reichen natürlich nicht ganz aus, um Sympathie zu wecken, da Reno einen Mafiaboss in Rente spielt. Alles sieht nach einem durchschnittlichen Racheactioner aus. Filmsprachlich passiert auch nicht sonderlich besonderes mehr. Immer wenn irgendwelche Familienszenen aufkommen, kann man mit Sicherheit ausgehen, dass danach jemand stirbt. Und die Szene mit dem Stacheldraht, Reno muss sich durch mehrere Lagen Stacheldraht kämpfen, um seinen Sohn zu retten, ist von der Symbolik zwar gelungen, eine Reise durch den Schmerz, um die Vergangenheit abzustreifen und so eine harmonische Zukunft zu gewinnen, aber doch recht platt. Dennoch ist die Szene sehr spannend. Und hart. Von der Story her gibt es aber dann doch mehrere unerwartete Wendungen und mehrere Schichten, welche den Film von dem Gros artverwandter abheben. Nicht nur muss herausgefunden werden, wer hinter dem Anschlag steckt, sondern auch die Polizei ist nicht untätig und jemand anderes mischt kräftig mit. Da werden zwar manchmal Charaktere im Laufe der Handlung vergessen (wie die todkranke Frau und der Killer am Anfang) und manche Handlungslöcher nicht gestopft. Auch die Identität dessen wer noch mitmischt kann man relativ einfach erraten. Trotz dieser kleinen Mängel ist der Film unterhaltsam. Nicht nur ist er spannend, sondern auch die Morde sind gut inszeniert. Manchmal geraten sie auch sehr brutal. Die Charaktere gerade der Schurken sind charismatisch. Besonders Kad Merad, den manche aus der gelungenen französischen Komödie „Willkommen bei den Schti`s“ kennen dürften, brilliert als neurotischer Schurke mit Migräneanfällen. Aber allen voran kann Reno mit seiner Ausstrahlung punkten und liefert eine sehr gute Leistung ab. Als Rächer hält er sich etwas zurück und legt auch Wert auf psychologischen Terror. Nicht nur muss er nebenbei seine Familie schützen, sondern durch den Anschlag auf ihn hat er auch ein körperliches Handicap, was ihn von anderen Rächern der Filmgeschichte abhebt.

Der Ton und das Bild sind gut. Als Extras gibt es den Trailer, eine Trailershow und ein sehr gutes Making-Of, welches mal keine reine Werbemaßnahme ist. „Jean Reno in München“ ist ein Interview, welches sehr schlecht geführt wird. Nicht nur werden Reno Fragen gestellt, die eher einem Polizisten gestellt werden sollten und nicht einem Schauspieler, sondern sie wiederholen sich auch viel. Reno wirkt dann auch zunehmend genervt und verwundert. Dadurch passieren sowohl ihm als auch der Interviewerin Fehler in Bezug auf den Film.

Spannend, brutal und gut mit mehreren eindrucksvollen Szenen. Kein Meilenstein, aber ein sehr unterhaltsamer Rachekrimi mit gelungenen Momenten.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment