The Wave - Deine Realität ist nur ein Traum - Blu-ray

Blu-ray Start: 27.08.2020
Digital VoD: 27.08.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min

The Wave - Deine Realität ist nur ein Traum Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Frank ist ein junger erfolgreicher Anwalt bei einer großen Versicherungsgesellschaft, dessen Privatleben und Ehe jedoch eher trostlos sind. Als er ein Schlupfloch entdeckt, das seinem Arbeitgeber die Auszahlung einer großen Versicherungssumme erspart, winkt eine Beförderung. Sein Freund und Kollege Jeff überredet ihn daraufhin, den Erfolg am Abend gebührend zu feiern. In einer Bar stoßen die beiden auf die Freundinnen Natalie und Theresa. Nach ein paar Drinks ziehen alle gemeinsam weiter zu einer privaten Party, auf der Frank und Theresa auf den mysteriösen Aeolus treffen, der die beiden zur Einnahme einer speziellen halluzinogenen Droge überredet. Frank findet sich unversehens auf einem Trip wieder, der nicht nur sein gesamtes Leben, sondern anscheinend auch das Raum- und Zeitgefüge auf den Kopf stellt...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Films / OFDB Filmworks
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Audiokommentar des Regisseurs (engl.)
- Animierter Storyboard-Vergleich
- Gag Reel
- VFX Breakdown
- Trailer

Video on demand - The Wave - Deine Realität ist nur ein Traum

DVD und Blu-ray | The Wave - Deine Realität ist nur ein Traum

Blu-ray
The Wave - Deine Realität ist nur ein Traum The Wave - Deine Realität ist nur ein Traum
Blu-ray Start:
27.08.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

zur Blu-ray Kritik
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Blu-ray Start:
24.09.2020
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DVD
The Wave - Deine Realität ist nur ein Traum The Wave - Deine Realität ist nur ein Traum
DVD Start:
27.08.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

Blu-ray Kritik - The Wave - Deine Realität ist nur ein Traum

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Gleich 5 Preise räumte Regisseur Gille Klabins Debütfilm "THE WAVE" beim letztjährigen Screamfest ab. Warum der Film trotz seines knappen Budgets und geringer erzählerischer Schwächen ein absoluter Geheimtipp ist, erfahrt ihr in unserer Kritik.

Rund 57 Prozent der amerikanischen Bevölkerung besaßen im Jahr 2019 eine Lebensversicherung in der Hoffnungen, ihren trauernden Hinterbliebenen nach dem Tod ein finanzielles Polster zu hinterlassen. Leider ist einem Großteil davon nicht bewusst, dass es zur Auszahlung einer solchen Summe strenge Richtlinien einzuhalten gilt und je nach Umstand des Todes die Versicherung die Möglichkeit besitzt, zum Ärgernis aller Hinterbliebenen die Auszahlung zu verweigern. Dies ist nicht selten der Fall. Die Einhaltung dieser Richtlinien wird streng geprüft, doch leider nicht in jedem Fall korrekt ausgelegt. Immer wieder suchen Versicherungen kleinste Schlupflöcher, um die Auszahlung einer Versicherungssumme zu verhindern. Einen solchen Fall miterleben musste auch Drehbuchautor Carl W. Lucas. In einem Interview gab der Autor bekannt, das es in seiner Familie zu genau solch einem Fall kam. Das dieses Ereignis für das Drehbuch von "The Wave" eine tragende Rolle spielte, erkennt man daran, das Carl W. Lucas sein Erlebnis für sein Drehbuch beinahe Eins zu eins übernahm. Somit wird schnell klar, dass der Film nicht nur für Regisseur Gill Klabin, der bis dato nur in einigen Musikvideos Regie führte, sondern auch für Autor Carl W. Lucas ein wahres Leidenschaftprojekt darstellte.

The Wave: Justin Long
The Wave: Justin Long © OFDB Filmworks
Interessant ist das sich Klabin und Lucas dafür entschieden haben, die Geschichte nicht aus der Sicht eines potenziellen Opfers dieser Masche zu erzählen, sondern aus der Perspektive eines mutmaßlich gemeinen und bösen Blutsaugers. Die Rede ist dabei von Frank Winters, verkörpert durch den sympathischen Justin Long. Frank ist ein angesehener Versicherungsanwalt, der genau diese im Voraus erwähnten Schlupflöcher in den Versicherungsunterlagen seiner Klienten ausfindig machen soll. Da Frank exakt das in einem für die Firma extrem wichtigen Fall gelingt, lässt er sich von seinem Freund und Arbeitskollegen Jeff, gespielt von Donald Faison, den die meisten als Turk aus der Kultserie Scrubs kennen dürften, dazu überreden, zur Feier des Tages am Abend einen drauf zu machen. Die beiden steigen in einer heruntergekommenen Bar ab, in der sie Theresa (Sheila Vand) und Cheryl (Sarah Minnich) kennenlernen. Nach einigen Shots und einer hitzigen Diskussion über Franks moralisch fragwürdigen Job entschließen sich Frank und Jeff, den beiden Frauen auf eine Hausparty zu folgen. Auf der Party angekommen, versucht Frank Theresa zu beeindrucken, in dem er sich auf einen psychedelischen Trip einlässt. Von einem unbekannten Dealer lassen sich die zwei eine mysteriöse Droge verabreichen. Kurz darauf wacht Frank mit einem Blackout im selben Haus auf, doch scheint die Party vorbei zu sein, denn es ist bereits morgen und die zahlreichen Gäste sind verschwunden, ebenso Theresa und Franks Portemonnaie. Der Trip allerdings scheint noch lange nicht vorbei.

"The Wave" begann 2018, als ein kleines Projekt der beiden Hauptverantwortlichen Gill Klabin und Carl W. Lucas. Lucas stieß durch eine gemeinsame Freundin der beiden, die jetzt seine Frau ist, auf Klabins Musikvideos. Er empfand Klabins visuellen Stil als äußerst interessant, und so bat er ihn, einen gemeinsamen Kurzfilm zu produzieren. Aus diesem Kurzfilm wurde schließlich ein größeres Projekt, zu dem Lucas das Drehbuch entwarf. Nachdem dieses durch einige Hände wanderte, stieg das Interesse an dem Film stetig und das Projekt expandierte. Da beiden von vornherein bewusst war, dass sie mit einem kleinen Budget zurechtkommen müssen, begannen sie frühzeitig mit der Suche nach günstigen Drehorten und der Planung der visuellen Effekte. Meiner Meinung nach ist das ein Grund dafür, das Letztere im Film trotz des knappen Budgets so gut funktionieren. Sieht man sich einmal Klabins Musikvideos an, stellt man schnell fest, dass er seinem Stil in jeglicher Hinsicht treu geblieben ist. Eine knallige Beleuchtung, viele Blendeffekte und eine dynamische Kameraführung gehören zu den markantesten handwerkliche Merkmalen von Klabin.

The Wave: Justin Long und Donald Faison
The Wave: Justin Long und Donald Faison © OFDB Filmworks
Eins steht fest, Klabins visueller Stil, umgesetzt von Patrick Lawler und Eric Thelander, passt in jeglicher Hinsicht zum Konzept des Films. Seine Vision war es, das Publikum durch seine Bilder in denselben psychedelischen Rausch zu versetzen wie ihre Hauptfigur, und das gelingt ihm meiner Meinung nach auch hervorragend. Nicht umsonst kassierten Lawler und Thelander, jeweils Auszeichnungen für die besten Visuellen und Spezialeffekte auf dem Screamfest. Auch das Sounddesign macht einiges her. Druckvolle Bässe mit bedacht platzierte Soundeffekte und ein stimmungsvoller Score tragen einen großen Teil zur abgedrehten Atmosphäre des Films bei.

Mit Justin Long in der Hauptrolle entschied man sich außerdem für einen nicht nur im Low-Budget Bereich, sondern auch im Genre erfahrenen Schauspieler, der dank seiner sympathischen Darbietung durch und durch überzeugt. Da scheint es beinahe kein Zufall zu sein, dass Long in einem Podcast mit Dax Shepard verriet, dass er während der Dreharbeiten zu “Youth In Revolt”, selber zum Opfer von Entführung und Missbrauch von psychedelischen Drogen wurde. Auch der Restliche Cast wirkt mit unter anderem Tommy Flanagan, Bill Sage und Ronnie Gene Blevins gut besetzt. Letzterer stiehlt mit seiner hervorragend abgewrackten Darstellung des Drogendealers Ritchie den anderen sogar ein wenig die Show. Donald Faison in der Rolle von Franks Buddy Jeff glänzt durch seine wie gewohnt leicht aufgedrehte, aber dennoch erstaunlich authentische Art.

Meiner Meinung nach weist das Skript von Lucas leider einige Schwächen in der Erzählstruktur auf. Lucas versucht, durch seine unchronologische Erzählweise seiner Handlung Komplexität hinzuzufügen, leider sorgte das in meinem Fall nicht selten für Verwirrung. Gerade gegen Ende des zweiten Aktes fiel es mir schwer, der Handlung weiter konzentriert und motiviert zu folgen. Das liegt besonders an der darunter leidenden Dramaturgie. Zeitsprünge werden nicht groß erklärt, sie geschehen einfach. Letztlich landet Frank immer dort, wo er gerade landen muss, ohne Erklärung, ohne wirklich etwas dafür getan zu haben. Alles was nötig ist, um die Geschichte voranzutreiben, geschieht durch die Kraft des Universums. Leider machte es sich Lucas und Klabin damit etwas zu leicht. Natürlich macht die Unwissenheit zum Teil den Reiz des Filmes aus, weil er dadurch stets unvorhersehbar ist, das ein oder anderen Ereignis hätte jedoch eine etwas intelligenter Auflösung verdient gehabt. Auf das Gesamtwerk betrachtet, fällt diese Schwäche aber nicht weiter groß ins Gewicht, denn zum Glück kriegt der Film im dritten Akt noch die Kurve und gerade das Ende sorgt für die ein oder andere Überraschung. Auch die Charaktere hätten für meinen Geschmack etwas mehr tiefe Vertragen können. Zwar liefert Klabin in zwei kurzen Szenen einen Einblick in Franks Privatleben. Großartige Emotionen wurden jedoch weder in Longs Schauspiel, noch in mir sichtbar. Leider verschenkt der Film damit vorhandenes Potenzial.

The Wave: Sheila Vand
The Wave: Sheila Vand © OFDB Filmworks
BILD:
Im Punkto Bildqualität gibt es absolut nichts auszusetzen. Knackig scharfes und kontrastreiches Bild mit satten Farben. Wie schon erwähnt, bewegt sich der Film visuell auf einem sehr hohen Niveau.

TON:
Der Film kommt im Deutschen wie im Englischen im DTS-HD 5.1 Audio Format. Die deutsche Synchronisation ist bis auf einige Ausnahmen, sprich Nebenrollen, gut vertont. Dialoge sind klar verständlich und die Soundeffekte klingen druckvoll und sorgten bei mir das ein oder andere Mal für Gänsehaut. Die entsprechende Heimkinoanlage vorausgesetzt.

EXTRAS:
Im Bereich Extras hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Es gibt einen Audiokommentar vom Regisseur und Autor, jedoch ohne deutschen Untertitel. Einige Pannen beim Dreh und ein VFX Breakthrough. Jedoch auch in diesem Fall die Ernüchterung, es handelt sich dabei lediglich um eine Szene. Des Weiteren wird eine Szene im Splitscreen mit den dazugehörigen Storyboards präsentiert und kommentiert. Ebenfalls ohne Untertitel. Dann befinden sich noch lediglich zwei Trailer zum Film auf der Disc.


Fazit:
“The Wave” liefert durch und durch solide Unterhaltung. Klabin und Carl W. Lucas erfinden das Rad sicherlich nicht neu, setzen jedoch interessante und eigenständige Akzente im Genre. Die Story entpuppt sich trotz kleiner Schwächen als komplexer als zunächst erwartet und die visuellen Effekte suchen im Low-Budget Bereich ihresgleichen. In Verbindung mit einem tollen Cast und dem atmosphärischen Sound ist “The Wave” in jedem Fall ein Geheimtipp.


by Marcel Feldermann
Bilder © Koch Films / OFDB Filmworks