Emma - Blu-ray

Blu-ray Start: 16.07.2020
Digital VoD: 24.03.2020
FSK: 0 - Laufzeit: 125 min

Emma Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

England, Anfang des 19. Jahrhunderts: Die junge Emma Woodhouse, schön, klug und reich, führt in ihrem verschlafenen Ort unangefochten die bessere Gesellschaft an – und niemand hat dabei eine höhere Meinung von ihrem Charme, Stil, Witz und Klavierspiel als sie selbst.
Weit und breit gibt es keine attraktivere Partie als Emma, aber merkwürdigerweise ist ihr der Richtige einfach noch nicht begegnet. So verbringt sie ihre Zeit damit, andere zu verkuppeln, allen voran ihre Freundin Harriet. Aber trotz Emmas unbegrenzten Vertrauens in ihre Menschenkenntnis laufen ihre wohlgemeinten Intrigen schief. Die ausgesuchten Liebhaber beißen nicht an, unstandesgemäße Nebenbuhler tauchen auf, und schließlich muss sich sogar Emma selbst ungewollter Avancen erwehren.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch, Türkisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Hindu, Isländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
• Ein spielerisches Necken
• Aus der Sicht der Regisseurin
• Das Basteln einer bunten Welt
• Filmkommentar mit Regisseurin Autumn de Wilde, Drehbuchautorin Eleanor Catton und Kameramann Christopher Blauvelt

Video on demand - Emma

DVD und Blu-ray | Emma

Blu-ray
Emma Emma
Blu-ray Start:
16.07.2020
FSK: 0 - Laufzeit: 125 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Emma Emma
DVD Start:
16.07.2020
FSK: 0 - Laufzeit: 120 min.

Blu-ray Kritik - Emma

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


„Emma“ ist die Verfilmung des legendären Romans von Jane Austen, welcher zur Weltliteratur gezählt wird. Außerdem ist es das Regiedebüt von Autumn de Wilde. Autumn de Wilde kennt man eigentlich durch ihre Fotografie, Musikvideos und Werbefilme. Jetzt hat sie sich aber an einen der wichtigsten Romane der britischen Literatur getraut und erschafft einen ruhigen Kostümfilm, der besonders für Liebhaber des Genres gedreht wurde. Aber auch die restliche Zuschauerschaft kann vor allem mit der grandiosen Verkörperung Emmas durch Anya Taylor-Joy teilweise Spaß haben.

„Emma“ schildert den Reifeprozess von Emma Woodhouse. Diese ist eine privilegierte und intelligente Frau am Anfang des 19. Jahrhunderts. Sie nimmt sich selbst als hübsch, charmant und clever wahr, wodurch sie annimmt, dass kein Mann gut genug für sie ist. Dafür verkuppelt sie aber gerne andere Frauen, in diesem Fall ihre Freundin Harriet Smith. Langsam aber sicher verliebt sich jedoch auch Emma in einen Herrn.

Anya Taylor-Joy und Johnny Flynn in Emma
Anya Taylor-Joy und Johnny Flynn in Emma © Universal Pictures International Germany GmbH
Der komplette Film „Emma“ zeigt das hervorragende Schauspiel Anya Taylor-Joys. Anya Taylor-Joy ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Mit „The Witch, „Split“ und der Erfolgsserie „Peaky Blinders“ hat sie schon häufig bewiesen, was sie für ein riesiges schauspielerisches Talent besitzt. In „Emma.“ ist es aber einfach ihre „One-(Wo)man-Show“. Sie zieht jede Szene an sich und schafft es, diese an sich eher fragwürdige Figur dem Zuschauer nahezubringen. Sie ist das Highlight des Filmes. Aber auch der restliche Cast um Johnny Flynn („Die Wolken von Sils Maria“), Bill Nighy („Harry Potter“) und Mia Goth („Suspiria“, „A Cure for Wellness) kann überzeugen. Vor allem Goth macht Lust auf mehr und beweist neben Anya Taylor-Joy eine tolle Figur. Abgesehen von dem phantastischem Schauspiel des Casts erzeugt der Bild auch wundervolle Bilder. Es wurde an Originalschauplätzen gedreht, welche das realistische Bild des 19. Jahrhunderts verstärken. Viele Einstellungen des Kameramannes Christopher Blauvelt erinnern an Gemälde der damaligen Zeit und könnte man sich glatt einrahmen. Wichtig für einen Kostümfilm sind natürlich auch die namensgebenden Kostüme. Diese sind in „Emma.“ mit ganz viel Detailverliebtheit gestaltet und passen sich der Lichtgestaltung der Szenen an. Vor allem die Kostüme der Protagonisten Emma stechen heraus, welche in nahezu jeder Szene ein anderes Kleid trägt. Auch daran kann man erkennen, dass sich bei diesem Film viele Menschen gefunden haben, die sich in dem Stoff verloren haben.

Mia Goth und Anya Taylor-Joy in Emma
Mia Goth und Anya Taylor-Joy in Emma © Universal Pictures International Germany GmbH
Jane Austen, die Autoren des „Emma“ Romans, soll einmal gesagt haben, dass sie eine Heldin schaffen wollte, die niemand außer ihr besonders mögen wird. An diesem Satz orientierte sich auch die Drehbuchautoren des Filmes Eleanor Catton. Insgesamt hat sie den Text Austens nah adaptiert und auch die Dialoge wurden weitgehend übernommen. Dadurch wirken diese natürlich authentisch und unterstützen die Atmosphäre. Das Problem durch den sehr starken Fokus auf den Roman merkt man aber an der Protagonisten. Emma soll nicht sympathisch sein, jedoch findet man als Zuschauer dadurch keinen richtigen Zugang zum Film. Eine emotionale Ebene bekommt man so nicht, sondern es gibt immer eine starke Distanz zum Gezeigten. Es gibt insgesamt nur eine wirklich sympathische Figur und das ist Flynns Verkörperung des George Knightley. Nur an seiner Figur ist man wirklich emotional interessiert, bei den anderen Figuren, leider auch bei Emma, ist dies nicht der Fall. Außerdem wirken einige auch sehr klischeevoll, wodurch der Film keine wirkliche frische in das Genre bringt. Auch das Ende ist leider sehr vorhersehbar und kann den Zuschauer nicht überraschen. Durch diese insgesamt sehr vorhersehbare Handlung schleicht sich auch, vor allem zur Mitte des Filmes, eine Eintönigkeit in „Emma.“, welche der Film nicht schafft zu durchbrechen.

Bill Nighy in Emma
Bill Nighy in Emma © Universal Pictures International Germany GmbH
Bild:
Das Bild des Filmes ist phantastisch. Die Kamera fängt die bunten Farben der Kleider, die wunderschönen Landschaften und die fulminanten Schlösser grandios ein, wodurch viele Szenen an ein Gemälde erinnern. Die Blu-ray kann bildtechnisch mehr als überzeugen.

Ton:
Bei einem britischem Kostümfilm ist es wohl schon Pflicht, ihn auf Englisch zu gucken. Der Dialekt macht einen großen Teil des Filmes aus, an den die deutsche Synchro natürlich nicht einmal ansatzweise herankommen kann. Deswegen sollte man den Film unbedingt in der OV gucken.

Extras:
Die Blu-ray enthält einige Extras für Liebhaber des Filmes. Insgesamt kommt man auf gut 38 Minuten, bei denen man die Produktion, die Gedanken Autumn de Wildes und unveröffentlichte Szenen betrachten kann. Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass man den Film auch im Kommentar mit der Regisseurin, der Drehbuchautorin und dem Kameramann abspielen lassen kann.


Fazit:
„Emma“. ist bei weitem nicht der zugänglichste Kostümfilm. Das Schauspiel ist hervorragend, insbesondere von Anya Taylor-Joy und auch sonst haben sich viele Menschen zusammengetan, die Lust auf diesen Film hatten. Das Endergebnis wird Liebhaber des Genres und des Romans auch sicherlich glücklich machen. Dennoch wirkt der Film nicht so frisch und innovativ, wie er hätte sein können.


by Lukas Weinandy
Bilder © Universal Pictures




Emma - Trailer