First Light - Die Auserwählte - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.09.2020
Digital VoD: 03.09.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 91 min

First Light - Die Auserwählte Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Nachdem Schülerin Alex eine Begegnung mit mysteriösen Himmelskörpern hatte, verändert sich ihr Leben schlagartig. Plötzlich steht sie mit ihrem Freund Sean im Zentrum eines völlig neuen Phänomens: die erste extraterrestrische Kontaktaufnahme. Die Ereignisse überschlagen sich und beide müssen vor der Polizei, einer geheimen Staatsmacht und sogar ihren eigenen Familien fliehen ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD

Video on demand - First Light - Die Auserwählte

DVD und Blu-ray | First Light - Die Auserwählte

Blu-ray
First Light - Die Auserwählte First Light - Die Auserwählte
Blu-ray Start:
25.09.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 91 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
First Light - Die Auserwählte First Light - Die Auserwählte
DVD Start:
25.09.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 87 min.

Blu-ray Kritik - First Light - Die Auserwählte

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 4/10


Mysteriöse Lichter am Sternenhimmel, ein junges Mädchen, das dem Tod entgeht und mit übernatürlichen Kräften ausgestattet wird, eine geheime Behörde der Regierung, die alles verschleiert und ein schlaksiger junger Kerl der sich für die Liebe bereitwillig dem sicheren Tod aussetzt. Es hat fast den Anschein als hätte sich Autor und Regisseur Jason Stones für seine dritte Regiearbeit heimlich in die Büros des “Federal Bureau of Investigation” eingeschlichen um sich schamlos an den mittlerweile eingestaubten X Akten der beiden Agenten Mulder und Scully zu vergreifen. Ob die Kombination aus Verschwörungstheorie, grünen Männchen und geheimnisvollen Behörden auch noch im Jahr 2020 funktioniert erfahrt ihr in unserer Kritik.

Szene aus First Light - Die Auserwählte
Szene aus First Light - Die Auserwählte © Lighthouse Home Entertainment
Der junge und schmächtige Sean (Théodore Pellerin) geht am Abend mit seinem Kumpel Nathan (Jahmil French) auf eine Party unter freiem Himmel. Dort trifft er auf seine alte Liebe und Freundin Alex (Stefanie Scott). Da sich die beiden aber scheinbar seit langer Zeit nicht unterhalten haben, entschließt sich Sean ihr seine Nummer auf den Arm zu schreiben, um irgendwann über die Gründe für den abgebrochenen Kontakt zu sprechen. Kurz darauf schleichen sich Alex und ihr Freund Tom (James Wotherspoon) von der Party weg, um sich gemeinsam an einem in der Nähe liegendem See eine berauschende Substanz einzuschmeißen. Hinterher gehen die beiden in dem See baden, doch schnell stellt Tom fest das Alex nicht mehr zu sehen ist. Nach ein paar Tauchversuchen um Alex zu finden, verlässt er den See und geht. Alex treibt jedoch weiter leblos unter der Oberfläche des Sees umher, bis sie scheinbar von mehreren grellen Lichtern gerettet wird. Völlig aufgelöst und ohne Ahnung was passiert ist, schlendert Alex in Unterwäsche durch die Nacht, bis sie ein Fremder Mann namens Cal (Saïd Taghmaoui), von der Straße aufliest und sie bei einer Tankstelle absetzt. Da Alex keine Erinnerungen mehr hat, wer oder wo sie ist, entschließt sie sich die Nummer auf ihrem Arm anzurufen. Der über den Anruf sehr überraschte Sean, macht sich sofort auf den Weg, um die völlig aufgelöste Alex abzuholen doch schon am nächsten Morgen, spielen sich mit und rund um Alex merkwürdige Dinge ab. Alex scheint nicht nur vor dem Tod gerettet worden zu sein, es scheint als wären ihr gleichzeitig übernatürliche Kräfte zuteil geworden. Gemeinsam machen sich die beiden auf die Suche nach Antworten, während sie von einer geheimen Behörde gejagt werden. Doch für Sean scheint noch mehr auf dem Spiel zu stehen, denn der Kontakt zu Alex scheint eine schädliche Wirkung auf seine Gesundheit zu haben.

Für das Drehbuch von “First Light” sollte Regisseur Jason Stone keine lange Zeit benötigt haben. Alle Ereignisse, die für die Story von belangen sind, lassen sich an einer Hand abzählen. Der Großteil des Films besteht aus zum Teil sehr ruhigen Szenen zwischen den beiden Hauptprotagonisten Sean und Sara. Leider enthalten diese nur selten Dialoge, die uns mit irgendwelchen hilfreichen Informationen füttern. Obwohl Stone seinen beiden Charakteren bewusst eine gemeinsame Vergangenheit zuordnet, wird diese, bis auf Seans offensichtlich Versessenheit in Sara, nie fundamental beleuchtet. Es bleibt beim oberflächlichen angeschmachte von seitens Sean und einer Beziehung, bei der man das Gefühl hat, dass diese nur besteht, weil es halt Sean war der ihr seine Nummer auf den Arm schrieb. Irgendwas findet Sara dann jedenfalls doch in Sean oder es liegt nur daran das ihr Freund Tom, sich verhalten hat wie ein Arschloch, wer weiß. Jedenfalls kommt es auch zu einigen romantischen Momenten zwischen den beiden, die aber auch irgendwie nicht wirklich funktionieren.

Szene aus First Light - Die Auserwählte
Szene aus First Light - Die Auserwählte © Lighthouse Home Entertainment
Ebenfalls baut Stone bewusst, rund um seinen Charakter Sean eine ein offensichtlich zerrüttetes Familienumfeld auf, welches er aber ebenfalls nicht in die Story einbindet. Wieso lebt Sean mit seinem kleinen Bruder bei seiner Oma und wieso müssen diese sie alleine pflegen? Meine Vermutung ist, dass Stone diese nur eingebaut hat, um Saras heilende Kräfte zu demonstrieren. Wobei diese nur bei ihr zu wirken scheinen, da Sean in Saras Nähe unter einer starken Strahlungsbelastung leidet, welche ich ihm fast das Leben kostet. Auch Seans kleiner Bruder spielt für den Film kaum eine Rolle, obwohl diese offensichtlich eine enge Verbindung haben und in der bereits ersten Szene gemeinsam durch die Sonne laufen. Stone konzentriert sich so sehr auf die romantische Beziehung zwischen Sara und Sean, dass er das ganze Potential was um Sean herum besteht, links liegen lässt. Über Sarah erfahren wir genauso wenig, sie bleibt das stumme, geheimnisvolle Mädchen mit Superkräften. Warum sie nicht zu ihrer Familie möchte, ja nicht einmal mit diesen spricht, obwohl sie definitiv dazu in der Lage wäre, wird ebenfalls nicht erklärt. So flach wie die Charaktere geschrieben sind, so werden sie auch verkörpert. Sean beschränkt sich auf das weinerliche halbe Hemd welches dem beliebten und hübschen und jetzt auch noch mysteriösen und starken Mädchen hinterherläuft. Saras Mimik bleibt in dessen permanent im “Was ist passiert” Blick erstarrt.

Da ich eben schon kurz als Referenz Akte X ins Spiel gebracht habe, hier noch ein lustiges Detail. Im Laufe der Geschichte treffen Sean und Sara tatsächlich einen ehemaligen Agenten der für die Regierung übernatürliche Phänomene geprüft hat, jedoch untergetaucht ist, weil er diese nicht mehr geheim halten wollte. Kommt euch das auch bekannt vor? Dann hier noch mehr, es stellt sich später heraus das deren Gegenspielerin auch eine Agentin ist und noch dazu früher seine Kollegin war. Zufall? Naja, das bleibt wohl ein Fall für die X-Akten. Eines muss man jedoch loben, Stone ist es gelungen trotz eines sehr geringen Budgets den Film stimmungsvoll zu gestalten. Die wenigen Spezialeffekte sehen durchaus passabel aus und man sieht deutlich das Stone versucht hat, einige Szenen komplett ohne sie in den Kasten zu kriegen. Auch die Drehorte hat Stone klug ausgewählt. Ein Teil des Films spielt an einem gigantischen Solarpark mitten in der Wüste. Die unzähligen Spiegel reflektieren das Licht und bilden teils spektakuläre Formationen und Bilder, die einem unterhaltsamen Sci-Fi Abenteuer durchaus gerecht werden. Außerhalb dieser Momente hält sich die Inszenierung jedoch in Grenzen. Wir haben Low-Budget like viele Drohnen-Shots, ein er tristes und lebloses Grading und die altbekannte 0815 Sci-Fi Soundkulisse, inklusive Score. Das ist sicherlich nicht verkehrt, sticht allerdings auch nicht besonders heraus und genauso verhält es sich mit dem gesamten Film.

Szene aus First Light - Die Auserwählte
Szene aus First Light - Die Auserwählte © Lighthouse Home Entertainment
Bild:
Das Bild wirkt entsättigt und leicht verwaschen, es erhält dadurch einen eher trüben und trostlosen Eindruck der zum stillen Ton des Films passt, außerdem entsteht dadurch ein starker Kontrast zu den grellen Lichtern, die im Film oft verwendet werden. Leider leidet der Kontrast und auch stellenweise die Schärfe unter der matten Inszenierung.

Ton:
Die deutsche Vertonung macht nicht alles richtig, ist aber durchaus passabel. Das Sounddesigns bedient sich aus der Palette altbekannter und etablierter Sci-Fi Sounds und auch der Soundtrack klingt als hätte man ihn schon mindestens in 5 anderen Filmen gehört.

Extras:
Extras existieren so nicht, es sind lediglich eine handvoll Trailer mit auf der Disc.


Fazit:
Regisseur Stone orientiert sich am klassischen Science-Fiction Genre-Kino, konzentriert sich aber zu wenig auf sein Skript. Die Geschichte ist mau und kaum der Rede wert und die Figuren geben viel Potential her, werden aber nicht richtig genutzt. Zum Glück schafft es der Film in der Inszenierung zu punkten und ein gewisses Maß an Sci-Fi Feeling zu versprühen.


by Marcel Feldermann
Bilder © Lighthouse Home Entertainment