Outback Revenge - Blu-ray

Blu-ray Start: 28.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min

Outback Revenge Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Australien. In der flirrenden Hitze von Moonlight Bay. Der stille Resnik, dessen Liebe zu einer Frau unerhört blieb und der durch einen Verrat zum Mörder gemacht wurde, hat in den Jahren der brutalen Einzelhaft gelernt, sich die Dunkelheit zum Freund zu machen. Unter den Mithäftlingen wird er nur als das Monster der Nacht bezeichnet und bei seiner Flucht wird die Finsternis erneut zu seinem Verbündeten. Detektive Raynor und Molloy haben weniger als 12 Stunden Zeit, bevor die Sonne untergeht und Resnik blutige Rache an seinen Verrätern nehmen wird.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Marctropolis
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Vorfilm: MR. BEAR (Engl.: DD 5.1), Making-of, Original-Trailer, Deutscher Trailer, MR. BEAR Trailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Outback Revenge

Blu-ray
Outback Revenge Outback Revenge
Blu-ray Start:
28.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Outback Revenge Outback Revenge
DVD Start:
28.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 82 min.

Blu-ray Kritik - Outback Revenge

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 6/10
Ton: | 5/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 5/10


Reden ist nicht sein Ding – schließlich hat er sich vor Zeiten die Zunge abgebissen. Statt Worten lässt er Taten sprechen. Und die bringen stets Unheil. Seinen Schwitzkasten überlebt keiner, seine mächtigen Oberarme knacken Genicke wie Streichhölzer. Und gibt es doch einmal Verständigungsprobleme, untermauert der Vorschlaghammer sein Anliegen. Scott „Raven“ Levy, unter anderem 27-facher WWF-Hardcore-Champion a. D., versucht sich nach seinem (wohl zu recht) unbeachteten Auftritt in „Death Race 3000“ (2008) erneut als Mime – oder besser gesagt als stumme Killermaschine namens Resnik. Dieser stoische Kampfkoloss mordet sich in „Outback Revenge“ (Originaltitel „Sleeper“) von Regisseur Dru Brown durch eine mehr als dürftige Slasher-Story im australischen Hinterland, die das übliche jugendliche Opfer-Panoptikum auffährt, von dem brav einer nach dem anderen dran glauben muss und das diesmal fast durch die Bank lausig (sprich billig) besetzt ist – vermutlich ein Grund dafür, dass das Budget des Films, wie dem Making-of der Blu-ray zu entnehmen ist, bei 50.000 Dollar gehalten werden konnte.

So hat die Studenten-Clique um die von Resnik einst still verehrte Kelly (Kim Jackson) auch nicht viel anderes zu tun, als den nächsten Partyabend zu planen und die mehr oder weniger offenen Avancen des jeweils anderen Geschlechts zu deuten. Viel Zeit fürs Liebesgeplänkel bleibt aber nicht, denn Resnik, dem bei einer Gefangenen-Überführung die Flucht nach jahrelanger Einzelhaft gelang, ist auf dem Weg ins idyllische Moonlight Bay. Und mit Resnik ist immer noch nicht zu spaßen. Er ist brutal, hammerhart, unberechenbar, wie das Blu-ray-Cover anpreist. Offensichtlich hat er es erneut auf Kelly abgesehen. Und so heften sich die beiden Cops Raynor (Bruce Hopkins) und Molloy (Ty Hungerford) an seine Fersen. Hilfe bekommen sie vom örtlichen Polizisten Dwayne Miller (Ray Sinclair), der Resnik damals festnahm. Doch haben sie wirklich eine Chance gegen das Monster der Nacht? Es ist nicht mehr lange hell…

Nein, wirklich viel Gutes lässt sich über „Outback Revenge“ nicht sagen. Dafür fehlt es der Geschichte vor allem an eigenen Ideen. Zu offensichtlich wird hier unerreichten Genre-Vorbildern wie „Halloween“ nachgeeifert. Aber selbst ohne Maske erreicht Scott „Raven“ Levy nicht annährend das Charisma eines Michael Myers. Vielmehr wirkt er wie ein ferngesteuerter Berserker im Tötungsmodus, bar jeder Mimik oder Empathie, mit einem lethargischen Bewegungsapparat, der an Aikido-Pummelchen Steven Seagal erinnert. Da sorgte sein glatzköpfiger Wrestler-Kollege Kane alias Glen Jacobs mit seiner Psychopathen-Performance in „See No Evil“ (2006) weiland für weitaus mehr Adrenalinausstoß. Auch wenn die Substanz dieser Schlachtplatte ebenfalls dürftig war.

Zudem krankt „Outback Revenge“ daran, dass die Genese des Irren im Dunkeln bleibt. Fragen nach dem Wie und Warum Resnik zu dem wurde, was er ist, was es mit seiner krankhaften Fixierung auf Kelly auf sich hat etc. bleiben unbeantwortet. Vielleicht dachten sich die Macher, ihr Twist samt Flashbacks im letzten Drittel würde für alles entschädigen. Aber, sorry Leute, der ist wirklich Murks und ziemlich unglaubwürdig. Bleibt die FSK ab 18, die wenigstens Nervenkitzel und saftige Schockeffekte verspricht. Aber auch auf diesem Gebiet enttäuscht „Outback Revenge“. Bei allzu drastischen Szenen wird vorher ausgeblendet und das, was zu sehen ist, rechtfertigt die Anschaffung für Freunde der harten Gangart kaum. Zudem liegt der Streifen nur in einer schwach synchronisierten deutschen Audiofassung vor und kommt mit seiner blassen Optik wie aus der Mottenkiste der 1990er Jahre daher.

Die Extras zum Werk weichen nicht vom Gesamtniveau der Produktion ab. Neben Trailern gibt es lediglich ein kurzes Making-of (OmU). Darin darf auch „Raven“ zu Wort kommen und sagen, wie er es liebt, Kehlen durchzuschneiden. Regisseur Dru Brown und seine begeisterten Mitstreiter lassen durchblicken, wie sie es schafften, fast ohne Geld 103 Drehbuch-Seiten Wrestling-Terror zu verfilmen. Als besonderes Bonbon und heimliches Highlight der ganzen Blu-ray entpuppt sich der knapp 15minütige Vorfilm „Mr. Bear“. Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte von Andrés Rosende mit viel schwarz-rotem Humor.

Wenn Wrestler „schauspielern“: Scott „Raven“ Levy stapft als tumber Serienkiller wortlos von A nach B, ohne dem ausgelutschten Plot von „Outback Revenge“ den dringend nötigen Drive zu verpassen. Michael Myers, bitte übernehmen!

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by Florian Ferber
Bilder © Alive / Marctropolis