Erdbeben (3-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook)   - Blu-ray

Blu-ray Start: 20.03.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 152 min

Erdbeben (3-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook)    Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Los Angeles bebt! Das schwerste Erdbeben aller Zeiten versetzt die Millionenstadt in den Ausnahmezustand. Inmitten einstürzender Wolkenkratzer und allgegenwärtiger Panik erzählt der starbesetzte Katastrophenfilm-Klassiker ERDBEBEN von unterschiedlichsten Menschen und ihrem Kampf ums Überleben: Bauingenieur Stewart Graff (Charlton Heston) versucht mit allen Mitteln seine Frau Remy (Ava Gardner) und seinen Boss Sam Royce (Lorne Greene) in Sicherheit zu bringen. Polizist Lew Slade (George Kennedy) bemüht sich anderenorts das Chaos einzudämmen, in dem auch die junge Schauspielerin Denise (Genevieve Bujold), der Motorradfahrer Miles (Richard Roundtree) und der Supermarktbesitzer Jody (Marjoe Gortner) um ihre Existenz fürchten. Bald wird klar, dass in dieser Extremsituation nur überleben kann, wer zusammenhält.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 3
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / capelight pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Scoring Disaster: Die Musik von Erdbeben, Painting Disaster: Die Matte Paintings von Albert Whitlock, The Sound of Disaster: Ben Burtt über Sensurround, Alle Szenen der TV-Fassung, Zusätzliche / Entfallene TV-Szenen, Original Kinotrailer, Original TV-Spot, 24-seitigen Booklet

Video on demand - Erdbeben

DVD und Blu-ray | Erdbeben (3-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook)  

Blu-ray
Erdbeben (3-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook)   Erdbeben (3-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook)  
Blu-ray Start:
20.03.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 152 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Erdbeben Erdbeben
DVD Start:
20.03.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 152 min.

Blu-ray Kritik - Erdbeben (3-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook)  

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 10/10
Gesamt: | 8/10


Eine Reihe von zerstörerischen Erdbeben erschüttert Los Angeles. Während die Regierung versucht die Auswirkungen gering zu halten, macht sich Stewart Graff (Charlton Heston) auf die Suche nach seiner Frau Remy (Ava Gardner). Er muss durch das verwüstete Los Angeles laufen und bemerkt, dass nicht nur das Erdbeben den Menschen schadet, sondern auch die Panik und das willkürliche Handeln der in Aufruhr versetzten Bürger.

„Erdbeben“ ist ein Katastrophenfilm aus dem Jahr 1974. Im Film steht nicht nur das bisher größte Erdbeben der Geschichte im Vordergrund, sondern auch die Reaktion der Menschen, die Machtübernahme durch das Militär und viele kleine zwischenmenschlichen Probleme. Der Film nimmt sich erst einmal massig Zeit, bis die Katastrophe hereinbricht. Zu Beginn fokussiert sich die Handlung komplett auf die Beziehung zwischen Stewart und Remy. Diese steht kurz vor dem Absturz, denn die beiden folgen eigentlich schon seit längerer Zeit andere Pläne. Gerade zu Beginn wählt der Film schon eine völlig falsche Richtung: Es liegt ein viel zu starker Fokus auf die Liebesbeziehung. Gerade zum Ende merkt man, dass diese mit Abstand das Uninteressanteste am Film ist. Nachdem der Film sehr deutlich die beiden Figuren etabliert hat, erschüttert das erste Erdbeben Los Angeles. Ab nun an werden komplett verschiedene Charakterkonstellationen gezeigt und inwiefern sie auf das Beben reagieren. Manche von ihnen spielen im späteren Verlauf der Handlung noch eine Rolle, einige aber auch nicht.

Charlton Heston in Erdbeben
Charlton Heston in Erdbeben © capelight pictures
Der spannendste Erzählstrang ist der von Walter Russell (Kip Niven). Er ist erst seit kurzem ein Mitarbeiter im seismologischen Institut von Los Angeles und findet schnell heraus, dass noch viel schlimmere Nachbeben die Stadt erreichen werden. Ihm wird allerdings keine Beachtung geschenkt, sodass er sich an die Presse wendet. Es gibt aber auch noch weitere Handlungsbögen, die sehr interessant sind. Der Film bringt nicht jeden davon zu einem Ende, aber die wichtigsten haben ein meist emotionales Finale. Auch sehr spannend ist die Machtübernahme des Militärs und ihr willkürliches Handeln.

Die wahrscheinlich größte Stärke des Films ist die Darstellung der Katastrophe. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Film von 1974 ist, wird man die wunderbare technische Leitung bemerken. Das CGI ist zwar nicht an allen Stellen perfekt, die praktischen Effekte sind aber allesamt wundervoll. Genau so großartig wie die Visualität, ist auch die erzählerische Darstellung. Das Erdbeben richtet nicht nur physischen Schaden an, sondern verändert auch die Menschen. In einigen Handlungssträngen wird sehr deutlich gezeigt, dass die Menschheit so einer Naturgewalt komplett machtlos ausgesetzt ist. Dieser Aspekt spiegelt sich auch im Protagonisten wider, denn er ist Architekt für Hochhäuser.

George Kennedy in Erdbeben
George Kennedy in Erdbeben © capelight pictures
Der Film kritisiert aber auch sehr stark die Gesellschaft. Vor allem stellt sich der Film gegen Plünderer und generell an Menschen, die Hilfslose ausnutzen. Die Rolle des Militärs und ihr Missbrauch spielt auch eine riesige Rolle. An diesen zwei Aspekten zeigt sich, dass der Film zeitlos ist. Er erschien zwar im Jahr 1974, man kann ihn allerdings immer noch auf die heutige Zeit übertragen. In einigen Situationen scheinen die Menschen immer noch nur auf ihren Egoismus zu setzten und blenden ihre Nächsten dabei komplett auf. Immerhin endet der Film mit einem Hoffnungsschimmer.
Der Regisseur Mark Robson („The Seventh Victim”/„Das Tal der Puppen”) schafft es sehr beeindruckend diese Art von Naturkatstrophen und ihre Nachwirkungen darzustellen. Vor allem im Vergleich zu ähnlichen Filmen, wie „2012“ (2009) „San Andreas (2015) merkt man, wie ausgeschöpft dieses Genre ist und wie viel Potenzial es damals bot. Charlton Heston („Planet der Affen“-Reihe) als Protagonist leistet wunderbare Arbeit, auch wenn der Handlungsstrang mit seiner Frau sehr langatmig ist.

Ava Gardner, Charlton Heston und Lorne Greene in Erdbeben
Ava Gardner, Charlton Heston und Lorne Greene in Erdbeben © capelight pictures
Bild:
Man sollte sich bewusst sein, dass der Film im Jahr 1974 erschienen ist. Dementsprechend ist die Qualität des Bildes und des CGIs nicht mehr sehr zeitgemäß. Wenn man sich allerdings darauf einstellt, wird man keine Probleme haben.
Ton:
Der Ton wurde auf DTS-HD Master Audio 5.1 abgemischt. Es ist auch eine Version mit Sensurround 2.1 verfügbar. Diese war damals revolutionär fürs Kino, denn durch mehrere Verstärker und Subwoofern wurde ein so intensiver Bass erzeugt, der die Umgebung zum Vibrieren bringt. Mit einer guten Soundanlage lässt sich dieser Effekt reproduzieren, wirkt bestimmt im Kino noch beeindruckender. Im Allgemeinen ist die Blu-ray allerdings viel zu leise abgemischt. Die Musik wurde von John Williams („Star Wars“) komponiert und ist wirklich fantastisch. Sie unterstützt das Visuelle perfekt und bringt einen unglaublichen Mehrwert.

Extras:
Neben der 122-minütigen Kinofassung auf Blu-ray und DVD befindet sich in dem Mediabook noch die TV-Fassung, die eine Laufzeit von 152 Minuten hat und diverse Szenen erweitert und einigen Charakteren ein ausführlicheres Ende gibt. Im Mediabook kann man sich dann noch auf 24 Seiten einige nützliche Informationen zum Film erlesen. Dort kann erfährt man dann einiges über das Genre, über die Entstehungsgeschichte und über die Produktion. Auf den Blu-rays gibt es noch zusätzlich einige Featurettes über die Soundgestaltung und die Musik sowie den originalen Trailer und TV-Spot.


Fazit:
„Erdbeben“ ist ein sehr intensiver Katastrophenfilm, wobei man sich nicht vom Anfang abschrecken lassen sollte. Wenn der Film erst einmal Fahrt aufnimmt, kommen viele weitere Figuren dazu, deren Entwicklungen wirklich interessant sind. Der beeindruckendste Aspekt am Film ist aber, dass er komplett zeitlos ist. Die Gesellschaftskritik funktioniert immer noch und lässt sich auf viele Szenarien übertragen.


by René Fischell
Bilder © Alive / capelight pictures