Sigourney Weaver

Sigourney Weaver ©David Shankbone

Daten und Fakten

Bürgerlicher Name:
Susan Alexandra Weaver
Geburtstag:
08.10.1949
Geburtsort:
New York, New York, USA


zum Interview mit Sigourney Weaver

Filmographie Sigourney Weaver

Sigourney Weaver hat in folgenden Filmen mitgewirkt, als:

Darsteller:


Abgedreht
Abgedreht
(2007)



Alien 3
Alien 3
(1992)





Baby Mama
Baby Mama
(2008)

Chappie
Chappie
(2015)




Ghostbusters
Ghostbusters
(2016)






Red Lights
Red Lights
(2012)








Interview mit Sigourney Weaver

TELE 5: Waren Sie schon immer so stark und selbstsicher wie heute?
Sigourney Weaver: Als ich jung war, habe ich mich ständig in Frage gestellt. Heute bin ich einfach so wie ich bin. Sie waren unsicher?
Als ich auf die Highschool kam, war ich viel zu groß, linkisch und total schüchtern. Es war undenkbar, dass ich beliebt oder auch nur akzeptiert sein könnte. Ich habe einfach nur gehofft, dass ich überlebe. Es hat Jahre gedauert, bis es ein bisschen besser wurde. Was war eigentlich so schlimm?
Ich hatte ständig Ärger. Wegen meiner Größe sprang ich den Lehrern förmlich ins Auge, wenn sie einen Sündenbock gesucht haben. Damit sich niemand über mich lustig macht, habe ich mich lieber selber lächerlich gemacht. Ich war also der Klassenclown, das gab zusätzlich Ärger. Konnten Sie sich nicht wehren?
Ich war der naivste Mensch der Welt, ich habe alles geglaubt, was man mir erzählt hat. Ich war wie ein tollpatschiger Golden Retriever, der viel zu gutmütig ist. Und so leicht durchschaubar, man hat mir jede Gefühlsregung sofort angesehen. Irgendwann wurde ich aber eine gute Schülerin; das habe ich nur meinen großartigen Lehrerinnen zu verdanken, alles alte Jungfern, die sich besonders für die Bildung von Mädchen einsetzten. Was war Ihr Lieblingsfach?
Englische Literatur. Und Schauspiel. Aber weil ich groß war, wurde ich immer nur als Junge besetzt. Mir werden immer noch oft Männerrollen angeboten. Insofern war das ein gutes Training. Wie ging es nach der Schule für Sie weiter?
Ich war zwar noch kein Schwan, hatte aber einige meiner Hässliches-Entlein-Federn verloren. Bis ich aufgeblüht bin, hat es lange gedauert. Ich bin ein echter Spätzünder. Erst als ich 30 wurde, habe ich gedacht, ‚jetzt kann mein Leben beginnen‘. Haben Sie Mitschüler, die Sie in der Schule gequält haben, später nochmal wiedergetroffen und mit Rachegedanken gespielt?
Die Mädchen, die damals so fies zu mir waren, erinnern sich wahrscheinlich nicht mal mehr daran. Als Jugendliche habe ich irgendwann meinen Namen geändert und wenn mich jemand auf der Straße ‚Suzy‘ ruft, dann ist das jemand aus diesen Jahren, in denen ich mich wie ein rettungsloser Versager gefühlt habe. In solchen Momenten habe ich heute noch Angst. Ich glaube nicht, dass Menschen die einmal gemein waren, sich jemals ändern. Ich glaube, das sind immer noch fiese Menschen, die sich keine Gedanken machen. Genießen Sie Ihre 1,80 Meter mittlerweile?
Wenn ich mich in einem Schaufenster spiegele, denke ich immer ‚oh Gott, wer ist dieses Monster!‘. Zum Glück sehe ich mich selbst nicht die ganze Zeit, aber je älter ich werde, desto mehr lerne ich, mit dem zufrieden zu sein, was ich bin und habe. Gibt es viel Konkurrenz unter Schauspielern?
Ich glaube, das ist alles ausgedacht. Wir sind schüchtern und deswegen wollen wir jemand anderes sein. Darum geht's bei der Schauspielerei. Die Konkurrenz ist der am wenigsten spannende Teil bei der Sache, es gibt genug Arbeit für alle von uns

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