Scarlett Johansson

Scarlett Johansson ©Sgt. Bryson K. Jones

Daten und Fakten

Bürgerlicher Name:
Scarlett Marie Johansson
Geburtstag:
22.11.1984
Geburtsort:
New York, New York, USA


zum Interview mit Scarlett Johansson

Interview mit Scarlett Johansson

The Return Of The First Avenger: Interview mit den Hauptdarstellern Scarlett Johansson und Chris Evans


Stimmt es, dass Sie nach den "Captain America"-Filmen eine Pause als Schauspieler einlegen wollen?
Chris Evans: Ja, ich denke schon. Ich will mich auf das Regieführen konzentrieren. Ich hatte letztes Jahr die Gelegenheit dazu und habe es wirklich genossen. Es hat sich einfach richtig angefühlt, daher will ich es wiederholen. Es ist so wie bei einem Kind, das ein Hobby hat und an nichts anderes denken kann, wenn es am Samstagmorgen aufsteht. So ging es mir auch beim Regieführen, während ich das beim Schauspielern schon eine Weile nicht mehr so empfunden habe. Die Schauspielerei ist meine erste Liebe, doch die Regie hat eine Tür geöffnet, von der ich nicht wusste, dass sie da ist.

Wie sieht es bei Ihrem Regieprojekt "Summer Crossing" aus?
Scarlett Johansson: Alles ist startklar, wir müssen allerdings abwarten, ob das Wetter mitspielt. Da wir nun mit dem Dreh von "Avengers: Age of Ultron" anfangen und auch noch im Sommer drehen werden, beginnen die Dreharbeiten im nächsten Frühling, in der Hoffnung etwas Sommer ins "Summer Crossing" bringen zu können.

Wo werden Sie den Film drehen?
Johansson: In New York.


SAN DIEGO, CA - JULY 20: Actors Chris Evans and Scarlett Johansson attends Marvel Studios' "Thor: The Dark World", "Captain America: The Winter Soldier" and "Guardians of The Galaxy" during Comic-Con International 2013 at Hilton San Diego Bayfront Hotel on July 20, 2013 in San Diego, California. (Photo by Ethan Miller/Getty Images)

Wie schwierig waren die Stunts bei der "Captain America"-Fortsetzung "The Return of the First Avenger"?
Johansson: Bei den vorhergehenden Filmen musste ich viel mehr Choreographien einstudieren. Bei diesem Film gibt es auch einige Szenen, die choreographiert sind, aber ein großer Teil der Action ist schlichtweg ziemlich brutal. Es ist einfach eine andere Art der Stunt-Arbeit. Daher musste ich mich auch etwas anders darauf vorbereiten. Ich musste beispielsweise viel rennen, worin ich noch nie allzu gut war – auch wenn das lächerlich klingen mag [lacht].

Wie schwer ist es, starke Frauenrollen wie die der Black Widow zu ergattern?
Johansson: Es kommt darauf an, welches Alter man hat und welche Art von Rolle man spielen will. Für Schauspielerinnen, die Anfang 20 oder jünger sind, gibt es inzwischen wohl mehr Möglichkeiten, tolle Rollen zu spielen, als das bei mir in dem Alter war. Das mag aber auch nur ein Trend sein, ich weiß es nicht. Jedenfalls habe ich selbst großes Glück, dass viel arbeiten kann und tolle Angebote erhalte. Das mag daran liegen, dass ich auf die richtigen Rollen warte oder einfach Glück habe. Es ist aber schwer zu sagen und ich weiß nicht, welche Erfahrungen andere Schauspielerinnen in der Hinsicht gemacht haben.

Obwohl Black Widow eine wichtige Rolle spielt, gibt es immer noch keinen Marvel-Film, in dem ein weiblicher Charakter im Mittelpunkt steht.
Johansson: Es gibt durchaus Thriller oder Actionfilme wie "Tomb Raider", in denen eine Heldin im Zentrum steht. Luc Besson, mit dem ich inzwischen zusammengearbeitet habe, gelingen solche Filme sehr gut. Bei Superheldenfilmen ist es aber oft so, dass die Charaktere scheinbar jede Gelegenheit nutzen, um sexy auszusehen, was normalerweise total abgedroschen ist und auch die Zuschauer nicht wirklich interessiert. Wenn es ein Studio gibt, das einen Film über eine Superheldin richtig machen könnte, wäre es meiner Meinung nach wohl Marvel.

Wie schwierig ist es aufgrund Ihrer Marvel-Verträge, durch die Sie gleich für mehrere Filme auf einmal verpflichtet sind, Ihre Karriere in den kommenden Jahren zu planen?
Evans: Man kann sich darauf einstellen, da man rechtzeitig erfährt, wann sie den jeweils nächsten Film drehen wollen. Auf diese Weise kann man seine Karriere entsprechend planen. Bei diesen Verträgen musst du aber natürlich hinnehmen, dass du dein Leben nicht mehr komplett frei gestalten kannst.
Johansson: Es gibt aber schlimmere Probleme [lacht].
Evans: Außerdem hat man Zeit genug, um sich dazwischen auch anderen Projekten zu widmen.
Johansson: In gewisser Hinsicht arbeitet Marvel wie ein kleines Studio, obwohl es offensichtlich alles andere als ein kleines Studio ist. Die Leute bei Marvel machen nicht vier Filme auf einmal, sondern nehmen sich jeweils die nötige Zeit. Das erklärt auch die Qualität ihrer Filme.

Autor: Carlos Corbelle