Robert Pattinson

Robert Pattinson ©Concorde Filmverleih GmbH

Daten und Fakten

Geburtstag:
13.05.1986
Geburtsort:
London, England


zum Interview mit Robert Pattinson

Interview mit Robert Pattinson

Der 24-jährige Mädchenschwarm über das Heiraten, seine Traumfrau und das Leben nach ,Twilight'...

Tele 5: Welche großen Liebesgeschichten haben Sie persönlich besonders beeindruckt?

Robert Pattinson: Jetzt muss ich mal richtig kitschig werden und sagen: meine Eltern. Sie haben sich kennengelernt, als meine Mom 17 war und mein Vater 25. Alle Freunde von meinen Eltern sind mittlerweile geschieden. Aber die beiden sind immer noch zusammen. Das ist heutzutage wirklich etwas Besonderes.

Und im Film?

Ich stehe auf unglückliche, schwermütige Liebesgeschichten.

Beschreiben sie Ihre Traumfrau!

Sie muss Hunde lieben. Und ich mag keine Frauen, die viel schreien. Also keine Schreierin und nur Hundefreundinnen. Das wär‘s schon.

Was denken Sie übers Heiraten?

Das ist doch eine super Aufreiße, wenn man jemanden fragt „Willst du mich heiraten?". (lacht) Nein, im Ernst, es ist eine großartige Sache.

In ,Breaking Dawn' werden sie Vater...

Ich habe eine Heidenangst davor, einen Vater zu spielen.

...und Bella wird auch zum Vampir. Haben Sie Kristen Tipps gegeben?

Nein, aber ich empfinde eine gewisse Schadenfreude. Am Set habe ich mich ständig über die ganze Schminke und die Kontaklinsen beklagt. Kristen sagt dann immer: „Oh Gott, du bist so was von erbärmlich, gewöhn‘ dich einfach dran!" Jetzt wird sie mal selber sehen, wie das ist.

Wie war das für sie, dass Taylor Kristen küssen durfte?

Das war schon ziemlich merkwürdig. Noch dazu wurden diese Kuss-Szenen immer gedreht, wenn ich frei hatte, also hinter meinem Rücken. Ich habe mich richtig betrogen gefühlt. Wenn ich dann wieder zum Set kam, habe ich mich gefragt: „Wie war das wohl mit den beiden?"

Sagen sie mal, ist Edward wirklich eine 107 Jahre alte Jungfrau?

Ich weiß nicht genau, ob er wirklich noch nie Sex hatte. Aber die Fans möchten das wohl gerne glauben. Heutzutage sieht man nicht mehr sehr viele Typen, die sich benehmen wie Edward. Die Tugend eines Mädchens zu beschützen, gilt eher als altmodisch.

Wie traditionell sind Sie?

Ich bin ziemlich altmodisch. Altmodischer als früher. Irgendwie fühle mich bereits wie ein Mann mittleren Alters. Und ich freue mich, wenn Eltern finden, dass ,Twilight' einen guten Einfluss auf ihre Kinder hat. Sie mögen sich schon älter fühlen, aber sind noch sehr jung, eigentlich die beste Zeit, um Fehler zu machen.

Aber tatsächlich wird der kleinste Fehltritt von Ihnen von der ganzen Welt beobachtet. Wie fühlt sich das an?

Wenn die Leute sich über meine Fehler aufregen, habe ich damit kein Problem. Ich bin gerne der Underdog. Ich habe nie behauptet, dass ich perfekt sei.

Wie geht es nach ,Twilight' weiter für Sie?

Ich habe große Angst vor dem Moment, wenn ,Twilight' zu Ende geht. Es ist für mich wie eine Schmusedecke, ein Sicherheitsnetz. Danach bin ich ganz auf mich selbst gestellt.

Als Salavdor Dali in ,Little Ashes' empfand ich Sie mehr als europäischen Schauspieler.

Ich bin nicht zur Filmindustrie gegangen, um Unmengen von Geld zu scheffeln, ich habe sehr bescheidene Bedürfnisse. Als ich ,Twilight' gemacht habe, hätte ich nie gedacht, dass es mal dieses Riesending werden würde. Ich habe einen düsteren Indiefilm erwartet, einen abgefahrenen, kleinen Kultfilm. Und dann kam diese Riesenwelle.

In Ihrem nächsten Film ,Bel Ami' sind Sie mit Kristin Scott Thomas, Uma Thurman und Christina Ricci im Bett.

Viele Schauspielerinnen sind sehr unsicher, diese drei überhaupt nicht. Sie wissen genau, was sie wollen und wie sie es kriegen. Und es fühlte sich richtig gut an, eine kleine Ratte zu spielen, die diese Frauen manipuliert. Gerade, weil ich das in der Realität niemals schaffen würde.

Was hat Ihr Leben verändert - außer ,Twilight'?

Als ich an meine zweite Schule kam. Aus meiner ersten bin ich rausgeflogen. Die Londoner Schulen, in denen ich war, haben ein sehr strenges System, alles geht seinen vorgefertigten Gang, aber da wurde ich rausgekickt. Und dann kam ich auf eine eher künstlerische Schule und das war das Beste, was mir passieren konnte.

Warum sind sie von der Schule geflogen?

Das ist ein Geheimnis.

Quelle: TELE 5