Ken Duken

Ken Duken ©2014 Ascot Elite Filmverleih GmbH / Foto: Thomas Damm/nordmedia

Daten und Fakten

Geburtstag:
17.04.1979
Geburtsort:
Heidelberg, Baden-Württemberg, Germany


zum Interview mit Ken Duken

Filmographie Ken Duken

Ken Duken hat in folgenden Filmen mitgewirkt, als:

Darsteller:

Banklady
Banklady
(2013)


Coming In
Coming In
(2013)

Conni
Conni
(2015)

Conni & Co
Conni & Co
(2016)


Conny & Co
Conny & Co
(2016)




Distanz
Distanz
(2009)

Fire
Fire
(2009)


Max Manus
Max Manus
(2009)



Powder Girl
Powder Girl
(2011)

Zwei Leben
Zwei Leben
(2012)

Zweiohrküken
Zweiohrküken
(2009)


Regisseur:



Produzent:


Distanz
Distanz
(2009)


Buchvorlage:




Interview mit Ken Duken

NORTHMEN – A VIKING SAGA: Interview mit Ken Duken



Der in Heidelberg geborene Schauspieler Ken Duken ist unter anderem durch seine Rollen in SCHLARAFFENLAND, GRAN PARADISO und EINE ANDERE LIGA bekannt. Neben Auftritte in verschiedenen Fernsehproduktionen wirkte Duken auch in der internationalen Produktion INGLOURIOUS BASTERDS mit. In Claudio Fähs Abenteuerfilm NORTHMEN – A VIKING SAGA ist der Schauspieler ab dem 23. Oktober als Wikinger Thorald zu sehen. Sandy Kolbuch traf Ken Duken am 9. Oktober in Berlin und sprach mit ihm über die Dreharbeiten und seine kommenden Projekte.

Sie tragen die Haare wieder kurz. Wie fühlte es sich an, für die Rolle des Wikingers Thorald Kunsthaare zu tragen?
Am Anfang war es ungewohnt, weil ich zuvor nur den Einsatz von Perücken kannte. Und jeden Abend mit dieser Matte ins Bett zu gehen, war komisch. Mein Bart war hingegen echt. Den hatte ich über ein Jahr lang gezüchtet.

Was hat Sie an NORTHMEN gereizt? Die raue Natur...
Die Frage ist eher, was einem an diesem Projekt nicht reizen kann. Für jeden Mann, der sich in seinem Inneren den kleinen Jungen bewahrt hat, war es wie Cowboy und Indianer spielen.

Waren Sie als Kind fasziniert von den Wikingern?
Ja, wie wohl jeder andere auch. Ich hatte sehr früh ein Faible rudimentäre Geschichten. Ich werde ganz oft gefragt, welcher der erste Wikinger war, an den ich mich erinnern kann. Vermutlich war es wirklich Wickie. Aber ich habe bereits in Zürich gesehen, dass auch Frauen den Film mögen.

In NORTHMEN findet man ja auch eine angedeutete Liebesgeschichte...
Ich finde die sehr schön, weil sie nicht so plakativ ist. Es ist faszinierend, wie viele Leute sich an Liebesgeschichte stören. Aber wenn man vor die Tür geht und das alltägliche Drama sieht, rührt fast jede Geschichte von der Liebe her. Ich finde die Mischung macht’s. Und wenn die Liebesgeschichte nicht zu offensichtlich ist, sondern in die Handlung integriert wird, reizt mich das.

Ken Duken © 2014 Ascot Elite Filmverleih GmbH / Foto: Thomas Damm/nordmedia Was reizt Sie an der Schauspielerei?
Ich bin ein Fan von verschiedenen Genres. Nur in eine Richtung zu gehen und nur Filme wie NORTHMEN oder nur Comedy zu drehen, würde mich wahnsinnig machen. Ich habe glücklicherweise die Freiheit, zu wählen. Ich möchte meine Arbeit immer wieder neu entdecken und verschiedene Rollen verkörpern. Oft reizt mich das Experiment. Wenn ich eine Traumrolle hätte und nur noch diese spielen würde, wäre ich irgendwann davon genervt.

Wenn man diese raue Natur von NORTHMEN auf der Kinoleinwand erlebt, kann man nicht glauben, dass der Film in Südafrika gedreht wurde.
Wir wurden für irre gehalten. Ich glaube selbst der Produzent und der Regisseur waren anfangs verunsichert. Südafrika ist ein Land, das man als Kulisse für viele andere Länder nutzen kann.

Der Dreh fand unter harten Wetterbedingungen statt: Regen, Sturm. Schnee. War das Wetter eine große Herausforderung?
Wir wussten, dass das Wetter zu dieser Jahreszeit in Südafrika unvorhersehbar ist. Das es allerdings so unkontrollierbar ist, hätten wir nicht gedacht. Wir hatten Schnee, wobei es in den letzten zehn Jahren nicht geschneit hatte, und gefühlte Minusgrade. Durch den Wind flogen uns die Zelte weg. Und aufgrund meiner langen Haare habe ich oftmals nichts gesehen, weil die Strähnen vor die Augen flogen (lacht). Ich hörte sehr oft vom Regisseur: „Ken, dass war super. Ich habe nur nichts gesehen, weil dein Gesicht von den Haaren verdeckt war.“

Sie haben für Ihre Rolle zugenommen?
Ich habe Bogenschützen immer als leichte, tänzelnde und fast schon filigrane Kämpfer wahrgenommen, wollte allerdings einen Bär von einem Mann darstellen. Ich hatte aber im Hinterkopf, dass ich direkt im Anschluss bei COMING IN eine Figur spiele, bei der Übergewicht nicht gut zur Geltung kommt. Also habe ich im Vorfeld entschieden, dass ich mir nur soviel an Masse antrainieren werde, dass es für beide Figuren passt.

Welche Stunt-Szenen haben Sie selbst gemacht?
Ich habe alle Stunts selbst gemacht. Es gibt Double-Sequenzen, weil ich öfters parallel an zwei Sets stand und der Dreh fortgesetzt werden musste. Aufgrund der alten und schwierigen Bogenschutz-Technik, die ich für den Film lernen musste, hat mein Double mir die Szenen lieber selbst überlassen.

Was nehmen Sie aus dem Film mit?
Es gibt kaum einen Dreh, bei dem ich über einen so langen Zeitraum hinweg, so eng mit dem Team vereint war. Wir haben alle schnell gemerkt, dass wir voneinander abhängig sind. Duschen wurde zur Seltenheit, weil man als Wikinger einfach keine Lust hatte, sich zu pflegen. Die Haare sind dann einfach verfilzt, was einem in diesen Moment egal war. Und das hat uns alle zusammengeschweißt.

Was können Sie über die Kostüme verraten?
NORTHMEN ist bestimmt kein Film, der sich als historisches Anschauungsmaterial eignet. Der Film richtet sich an bestimmte Richtlinien, will aber hauptsächlich unterhalten. Die Kostüme waren schön und haben die Geschichte der schiffbrüchigen Männer optisch verdeutlicht.

Nach welchen Kriterien wählen Sie ihre Projekte aus?
Das Drehbuch, die Geschichte, die Figur, das Budget und mit wem ich den Film drehe – Regisseur und Kollegen. Das sind die Punkte, die für mich wichtig sind bei der Auswahl der Projekte.

Können Sie was über ihre kommenden Projekte verraten?
Am 19. Oktober läuft der „Polizeiruf 110: Smoke on the Water“ im Fernsehen. Am 23. Oktober starten NORTHMEN und COMING IN im Kino. FRAU MÜLLER MUSS WEG kommt im Januar in die Kinos. ARLETTY startet in Frankreich, MAX e HÈLÈNE in Italien. ROBIN HOOD ist bereits abgedreht, aber noch nicht ausgestrahlt. Es gibt im Moment so viele Sachen, sodass ich erst einmal Luft holen will. Und dann stehen Projekte an, über die ich noch nichts verraten will.

Interview by Sandy Kolbuch - P© 2014 Ascot Elite Filmverleih GmbH / Foto: Thomas Damm/nordmedia